Franz Kafkas "Der Fahrgast" und "Kleider". Versuch einer Interpretation
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- eBook
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.02.2015
Verlag
GRINSeitenzahl
44
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
79 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-90713-8
Den Prosatext "Kleider" hat Kafka der "Beschreibung eines Kampfes" entnommen. Hier will der mit seinem Bekannten auf dem Laurenziberg spazierengehende Ich-Erzähler seinem Begleiter die unter der Oberfläche jugendlicher Schönheit lauernde zukünftige Hinfälligkeit einer alternden Frau verdeutlichen. In unserem, nur drei Sätze umfassenden "Kleider"-Text betrachtet ein namenloses Ich schöne Kleider und denkt über deren Alterung nach. Durch eine Verlagerung des Betrachtersubjekts in die Träger der schönen Kleider, die nur durch deren Schönheit schön gewordenen Mädchen, gelingt es dem auch hier das barocke Vanitas-Motiv thematisierenden Ich, dass den am Abend sich im Spiegel betrachtenden Mädchen mitunter auch ihr Gesicht als nicht mehr tragbar erscheint, weil es, wie die Kleider, zu oft getragen und durch die bewundernden Blicke der Männer "abgenützt" sei. Das sprechende Ich lässt durch die Affinität der Kleider- und Körpermaske so klammheimlich den Eindruck entstehen, die Schönheit der Mädchen besitze die gleiche Eigenschaft wie die Schönheit der Kleider, beide bekämen Falten und setzten Staub an, ergo: blieben nicht lange so erhalten. Das auf die Mädchen zielende Nomen "Maskenanzug" evoziert die Vorstellung, die Mädchen zögen ihr "Gesicht" wie ein schönes "Kleid" früh an und abends aus..
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