"Ich denke, also spinn ich" ist ein Buch über psychologische Effekte, die unseren Alltag bestimmen. Die Autoren, Diplom-Volkswirte, haben mehr als 120 solcher Phänomene zusammengetragen und beschrieben. Das Buch ist übersichtlich strukturiert wie ein Nachschlagewerk. Die behandelten Effekte sind nach Oberbegriffen kategorisiert. Am Ende der unterschiedlichen Kategorien befinden sich kurze Zusammenfassungen.
Viele der aufgeführten Phänomene sind allgemein bekannt. Dies gilt z.B. für den Jo-Jo-Effekt (Warum wir nach einer Diät wieder zunehmen) oder den Placebo-Effekt (Substanzen, von denen wir glauben, dass sie eine bestimmte Wirkung haben, können diese auch entfalten). Bei manchen Effekten sind Zweifel angebracht, ob diese wissenschaftlich belegt sind. So z.B. beim Gore-Effekt. Dass die Temperatur überall dort in den Keller geht, wo Al Gore auftaucht, um vor der Klimakatastrophe zu warnen, riecht nach selektiver Wahrnehmung. Sind Phänomene wie "Die Kasse, an die man sich anstellt, ist immer die längste" oder "Die Ampel springt immer auf Rot, wenn man sich dieser nähert" nicht nach dem gleichen Muster gestrickt?
Das Besondere an dem Buch ist die Zusammenfassung zahlreicher unterschiedlicher, überwiegend psychologischer Phänomene in einem leicht lesbaren populärwissenschaftlichen Werk. Deutlich wird: Der Mensch ist ein irrationales Wesen. Wer mehr wissen will bzw. ausführliche Begründungen haben möchte, muss auf Fachliteratur zurückgreifen.
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