Das Dionysische - Nietzsches Metapher des Unbewussten
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Ja
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.01.2015
Herausgeber
Wolfgang RotherVerlag
Schwabe Verlag (Basel)Seitenzahl
30 (Printausgabe)
Dateigröße
558 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783796534157
Schon vor Freud gelangte Nietzsche über seinen Triebbegriff, seine Kritik am Bewusstsein, aber auch über seine Semantik des Dionysischen zu Erkenntnissen, die dann von Freud in seinen theoretischen Schriften und anwendungsbezogenen Untersuchungen bestätigt wurden. Das Dionysische ist bei Nietzsche eine sich durch das ganze Werk ziehende Metapher. Es zeigt sich als kreativ-destruktiver Rausch und als rückhaltlose Entgrenzung. Ihnen spricht Nietzsche die Fähigkeit zu, uns von der Triebunterdrückung zu befreien. Paradigmatisch ist für ihn hier der Schaffensrausch des tragischen Künstlers. Das Dionysische kann in Freuds Theorie mit dem Terminus 'Es', das eine unbedingte Befriedigung fordert, verglichen werden.
Interessant sind aber auch die Unterschiede zwischen Nietzsche und Freud, gibt es bei Nietzsche doch einen Metakontext zwischen dem Dionysischen und dem Amor fati, den er für eine strebensethisch bessere Einstellung zum Leben hält als die repressive Moral des Christentums. An diese Möglichkeit hat Freud nicht geglaubt, und er hätte sie für kulturfeindlich erachtet. Von daher sind nicht allein die Bedingungen, sondern gerade auch die Folgerung eines dionysisch entgrenzten Existierens zu prüfen und zu evaluieren.
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