Ein Verleger im Zwiespalt: Gerade hat er ein neues Manuskript seines Bestsellerautors zum Satz gegeben, da taucht eine Bekannte, Petra Vinter, auf. Sie behauptet, der Autor habe ihre Geschichte gestohlen. Eine Rede über Literatur und Moral, an der der Verleger schreibt, soll seine Gedanken ordnen. Dabei sieht er sein eigenes Leben an sich vorüberziehen, er hört geradezu: "Komm, folge mir. Du musst dein Leben ändern." Janne Teller, berühmt geworden mit ihren brisanten Jugendbüchern, schreibt ein philosophisches Nachtstück für Erwachsene. Es stellt existentielle Fragen der Ethik: Kann die Kunst die Welt besser machen? Was bedeutet Verantwortung? Wie wollen wir leben?
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Sandra Wittwer
aus Thurgau
4/5
19.03.2012
Buch (Gebundene Ausgabe)
Weniger anstössig - mehr nachdenklich
Ich habe mit Begeisterung bereits "Nichts" von Janne Teller gelesen. Und genau wie dieses Buch regt auch "Komm" zum Nachdenken an, auch wenn die Schriftstellerin ein weniger provokantes Thema wählte: Ein Verleger bekommt das Manuskript seines Erfolgsautors. Danach meldet sich eine Frau und behauptet der Autor habe widerrechtlich ihre Geschichte in dem Roman verarbeitet. Nun stellt sich der Verleger in einer Nacht Fragen über die Ethik der Kunst und derer Verantwortung.
Tellers Buch ist von geringem Umfang und schnell gelesen. Die Nachwirkung des Buches ist dabei um vieles grösser. Mit einem solch kleinen Buch hat Teller genau meinen Geschmack getroffen.
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