Eine Mutter, die lieber am anderen Ende der Welt mit Omar Sharif Bridge spielt. Ein Vater, der seine Tochter zu hässlich findet, um sich mit ihr auf der Straße zu zeigen. Das ist die Situation der Ich-Erzählerin, und die verschärft sich noch, als die Mutter den Vater für einen Multimillionär verlässt. Die Eltern sind abwesend, das Personal hilflos. Mit dreizehn beginnt das Mädchen eine Affäre mit einer jungen Krankenschwester und nimmt Drogen. Das fällt sogar den Eltern auf - die Tochter kommt ins Internat und lernt dort, dass es das Böse wirklich gibt. Ela Angerer erzählt in ihrem autobiographischen Roman vom Ungeheuerlichen, das einem Kind widerfahren kann, schonungslos, offen und eindringlich.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
12.09.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erlebnisreich
Eine fade Kindheit kann der Autorin wirklich nicht nachgesagt werden. Wer hat denn schon eine Mutter, die lieber mit Omar Sharif Bridge spielt, oder einen Vater, der seine Tochter als so hässlich empfindet, dass er sich weigert mit ihr auf der Strasse gesehen zu werden. Wirklich reizend, solche Eltern zu haben. Mutter legt noch eines drauf, und verlässt Vater wegen eines Multimillionärs. Ja, das liebe Geld..., dass dies und andere Petitessen mehr, der Tochter nicht gut tun kann, ist nachvollziehbar. Nach dem Griff zur Droge wird sie in ein Internat verbracht. Dort erkennt sie dann, dass es das Böse wirklich gibt. Es dauert, bis sie 21 ist....
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