Die Geschichte einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will und erst angesichts des Todes entdeckt, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. Ein wunderbares Buch über die Prise ›Verrücktheit‹, die es braucht, um den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen, und eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
monerl
aus Langen
4/5
11.08.2017
Hörbuch-Download
Eine Ode an das Leben
Ganz kopflos und ohne den Klappentext vorher zu lesen, habe ich dieses Hörbuch gekauft und mich ganz frei darauf eingelassen. Ich kenne vom Autor nur noch "Der Alchimist", ein Buch, das mich richtig verzaubert hatte.
Umso erstaunter war ich, als ich hörte, wo genau diese Geschichte spielt: In dem kleinen Slowenien, das tatsächlich kaum jemand kennt! Ich kenne es sehr gut, da ich als Kind viele, viele Jahre durch dieses Land durchgefahren bin, auf dem Weg nach Kroatien in den Sommerurlaub. Jedes Jahr der gleiche Weg, immer wieder durch die Hauptstadt Ljubljana, die Stadt, in der die Irrenanstalt "Villete" verortet ist, in die die Protagonistin Veronika nach ihrem gescheiterten Selbstmordversuch eingewiesen wird.
In Villete tummeln sich einige schräge Charaktere und nicht alle sind verrückt. Auch wenn man augenscheinlich zu wissen meint, wer die Normalen und wer die Verrückten sind, dreht sich dieses Bild, aufgrund von Informationen zu einigen Patienten, die der Autor durch Rückblenden einfließen lässt. Geschickt in die Gesamtgeschichte eingeflochten, lernt der Leser Veronika, Mari, Zedka und Eduard kennen. Vier Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen in dieser berüchtigten Irrenanstalt gelandet sind. Vier Menschen, so unterschiedlich wie das Leben selbst und doch verbindet sie eines: die Angst vor dem Leben, die Angst vor dem Glück, die Angst, man selbst zu sein, die Angst, anders zu sein. Ein jeder hat seinen eigenen "Lebensschmerz", das zeigt der Autor sehr deutlich. Damit zu leben und das größtmögliche Glück und die Liebe zu finden und einzufangen, das muss jeder lernen. Und manchmal braucht es ungewöhnliche Methoden...
Fasziniert verfolgte ich die Geschichte, auch wenn mir ab dem ersten Gespräch in der Klinik klar war, worauf es hinausläuft. Aus "Veronika beschließt zu sterben", wird Veronika beschließt zu Leben! Eine Frau, die ihr Leben leichtfertig weggeworfen hat, wird zum unmöglichsten Zeitpunkt klar, dass sie eigentlich leben und lieben möchte.
Insgesamt empfinde ich das Buch von Paulo Coelho als eine Ode an das Leben und an den Mensch als Individuum, was mir als Quintessenz sehr gut gefällt. Leider konnte mich die Spiritualität, die der Autor hier mit eingebunden hat, im Gegensatz zu "Der Alchimist", nicht erreichen und auch nicht überzeugen. Ein bisschen weniger wäre hier für meinen Geschmack sehr viel mehr gewesen! Die Absurdität, die sich durch die Irrenanstalt an sich, die fragwürdigen Heilmethoden des Anstaltsleiters Dr. Igor und seiner Pfleger, die Figuren im Buch und auch Veronikas sexueller Befreiung zieht, wird zusätzlich übertroffen durch die Fragestellungen zur Suche nach Gott, dem Glauben, den Religionen und dem Sinn des Lebens. Das war mir am Ende dann doch ein bisschen zu viel des Guten...
Fazit:
Ein sehr interessantes Buch mit einer guten Portion Humor und Verrücktheit, die einem sein eigenes Leben einfach und schön vorkommen lässt. Eine feierliche Fürsprache für die eigene Stärke so zu sein, wie man ist, ohne sich einer Masse anpassen zu müssen. Das Leben ist lebenswert und die Liebe kann jederzeit zuschlagen, auch wenn man sie am tiefsten Punkt seines Lebens nicht erwartet.
Bewertung
5/5
20.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Tolles Buch
Ein wirklich tolles Buch, das einen emotional abholt. Man kann sich als Leser mit dem Buch identifizieren. Ich werde die anderen Teile der Trilogie auf jeden Fall lesen. Große Empfehlung.
Jegor Faktorov
aus Düsseldorf
5/5
09.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Was heißt Verrückt?
Es ist eine wunderschöne Geschichte, die einen, auf philosophische Art und Weise, anregt über das Leben und gewisse „Standards“ nachzudenken. Ein wundervolle Geschichte zum nachdenken und vielleicht auch abschalten.
Mimi
5/5
11.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein Plädoyer um verrückt zu sein & anders.
Paul Coelho besitzt die grosse Macht anhand einer Geschichte, wichtige und bewegende Themen zu thematisieren. Veronika will sterben, doch angesichts des nahenden Todes erlangt sie wichtige Erkenntnisse. Tiefgehend erläutert Coelho was das Leben ausmacht, was es heisst “zu Leben” und wie schön jede Sekunde sein kann.
Die Sprache und auch die “Distanz” mit der die Geschichte erzählt wird, bewegte mich zutiefst. Wunderschön beschrieben, habe mich total inspiriert gefühlt. Ein Buch zum nachdenken, wachrütteln und darüber zu reden. Erinnert mich auch wage an “Das Café am Rande der Welt”, auch wenn dieses Buch noch viel tiefgründiger ist.
Nun, liebe dich wie du bist und sei wie du sein willst <3
„Nun zu ihrer Krankheit. Jeder Mensch ist einmalig und einzigartig, mit seinen Eigenschaften, Trieben, Begierden und Abenteuern. Doch die Gesellschaft zwingt ihm ein kollektives Verhaltensmuster auf, und die Menschen fragen sich immer wieder, wieso sie sich so und nicht anders verhalten sollen. (…) Bin ich geheilt? Nein. Sie sind jemand, der anders ist und den anderen gleichen möchte. Das ist meiner Meinung nach eine schwere Krankheit.“ – Seite 181
Bewertung
5/5
28.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das einem eine neue...
Ein Buch, das einem eine neue Perspektive auf das Leben gibt und dazu aufmuntert, niemals einen Funken 'Verrücktheit' in einem selbst zu bewahren. Ein großartiges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe, da nicht nur der Schreibstil, sondern auch die Geschichte sehr gelungen sind.
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