Produktbild: Ikarus

Ikarus Roman

6

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.06.2015

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

608 (Printausgabe)

Dateigröße

2493 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641162597

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

15.06.2015

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

608 (Printausgabe)

Dateigröße

2493 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641162597

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Auf der Suche nach dem eigenen Mörder

Barbara W am 28.07.2015

Bewertungsnummer: 885617

Bewertet: eBook (ePUB)

Inhalt Wir befinden uns auf Tayfun, einem von 17 von Menschen besiedelten Planeten. Die Gesellschaft ist unterteilt in Kreditoren und Debitoren, wobei letztere es schwer haben, von ihrer Schuldnerseite weg zu kommen. Deshalb haben sich einige zu den sogenannten Liberisten zusammengeschlossen, um gegen dieses System anzukämpfen. Auf Seiten der Kreditoren stehen dagegen die einflussreichen Holder, die über Vermögen und Macht verfügen. Die Rigger, eine weitere Spezies, halb Mensch, halb Maschine, mischen ebenfalls mit und versuchen, ihren Einfluss zu erhöhen. Die Macht, die über allen steht: die Regulatoren: Seit 400 Jahren kontrolliert und isoliert diese außerirdische Intelligenz die Menschen auf diesem Planeten und nimmt sogar verstärkt Einfluss auf das Wetter. Als deren Aktivitäten mehr und mehr zunehmen, wird langsam klar, dass sie irgendetwas im Schilde führen. Etwas, das mit der Verbotenen Zone auf dem Planeten zu tun hat... Als Jamo Jamis Takeder erwacht, ist das erste, das er erfährt, sein eigener Tod. Ihm wird klargemacht, dass er nur eine Kopie seines vor zwei Stunden ermordeten Originals ist und nun laut einer Testamentsvereinbarung 20 Tage Zeit hat, seinen Mörder zu finden. Als Kopiat macht er sich nun auf die Suche nach Informationen über die letzten Geschehnisse und muss erkennen, dass ihm zwei Tage an Erinnerungen fehlen und nicht nur das, sondern auch sonst ist sein Erinnerungsvermögen bruchstückhaft. Ohne zu wissen, wem er trauen kann, wer die Wahrheit spricht und was er kurz vor seinem Tod getan hat, versucht er aus den vielen Puzzleteilen ein vollständiges Bild zu erhalten, um seinen Mörder zu finden. Und immer wieder stolpert er über das Wort „Ikarus“. Was hat es damit auf sich? Wusste er einst darüber Bescheid? Meine Meinung Mit „Ikarus“ ist dem Autor wieder eine sehr spannende Geschichte gelungen. Science-Fiction mit Thriller- bzw. Krimi-Elementen machten die Geschichte für mich zu einem tollen Rätselraten, bei dem ich als Leserin sehr gut mit der Figur des Takeder mitfiebern konnte. Vieles sprach dafür, dass sein Tod mit „Ikarus“ zu tun hatte, doch wer oder was steckte dahinter und wer wollte davon profitieren und einen Mord dafür begehen? Takeders Suche, und damit auch die des Lesers, wurde erschwert durch die Erinnerungslücken und die Ungewissheit, wem man trauen konnte. Sollte der Original-Takeder sich tatsächlich mit den Rebellen getroffen haben, die er so verabscheute? Warum hat sich sein eigentlich bester Freund so seltsam verhalten? Und woher kommen die Stimmen, die ihm Anweisungen gaben? .... Gemeinsam mit dem Kopiat versuchte ich beim Lesen, mich zu orientieren und Zusammenhänge zu finden. Vieles war seltsam und erst einmal unverständlich, doch nach und nach klärten sich die Fragen und wurde mir die Welt, in der wir uns hier im Buch bewegten, deutlicher. Denn wir begleiten nicht nur Takeder, sondern auch den Liberisten Mercurio und lernen so die andere Seite kennen, die schon lange versucht, sich den Fesseln des Schuldensystems zu entziehen. Auch die Bekanntschaft mit einem Rigger, halb Mensch halb Maschine sorgt für spannende Momente. Und die Szenen mit einigen Debitoren macht auch deren Los deutlich, immer wieder darum zu kämpfen, von der Debitoren- auf die Kreditorenseite zu wechseln, auch wenn sie dafür riskante Aufträge annehmen müssen. Takeder lernt bei seinen persönlichen Ermittlungen nicht nur, was es mit Ikarus auf sich hat, sondern lernt auch die ihm eigentlich bekannte Welt dabei neu kennen, mit anderen Augen eben. Auch wenn sein Original ihn immer wieder gerne beeinflussen möchte, so wird der Kopiat mit der Zeit immer eigenständiger und bewertet das Gesehene und Gehörte ganz neu. Diese Veränderung der Persönlichkeit war sehr gut mitzuerleben, ich konnte es richtig spüren beim Lesen. Aber auch die anderen Figuren waren sehr interessant und lebendig beschrieben. Ihre Gedanken und ihre Motivationen waren spannend zu lesen und auch die Nebenfiguren hatten alle Ausstrahlung, z. B. hatte Takeders Ehefrau nur kurze Auftritte, aber dafür sehr deutliche. Und die anderen Spezies wie z. B. Rigger, Glaziale und Regulatoren waren natürlich auch wieder sehr beeindruckend in ihrer Art und ihren Handlungen. Besonders beeindruckend war, wie in den anderen Büchern des Autors auch, wieder die beschriebene Welt. Die Beschreibungen des Planeten Tayfun, die Schiffsstadt der Regulatoren, das Apartment Takeders u. ä. auf der einen Seite und die virtuellen Welten, die Reisen durch die Datennetze und Zeitparallaxen auf der anderen Seite. Ob real oder virtuell, ich hatte wieder vermehrtes Kopfkino beim Lesen! Ich bewundere immer wieder die vielseitige Fantasie des Autors und seine besondere Fähigkeit, durch seinen Schreibstil in meinem Kopf intensive Bilder und Filme zu erzeugen. Es ist sicherlich kein Buch zum Nebenher lesen, das würde ich bei keinem der Bücher des Autors tun, sondern die Handlung erfordert auch bei dieser Geschichte wieder viel Aufmerksamkeit. Dann ist es aber ein ganz besonderes Lesevergnügen und belohnt wird man auch hier wieder damit, dass alle Fäden am Schluss doch zusammenfinden. Und nach einem actionreichen und spannenden Finale bietet das Ende dann auch noch einen schönen Ausklang.

Auf der Suche nach dem eigenen Mörder

Barbara W am 28.07.2015
Bewertungsnummer: 885617
Bewertet: eBook (ePUB)

Inhalt Wir befinden uns auf Tayfun, einem von 17 von Menschen besiedelten Planeten. Die Gesellschaft ist unterteilt in Kreditoren und Debitoren, wobei letztere es schwer haben, von ihrer Schuldnerseite weg zu kommen. Deshalb haben sich einige zu den sogenannten Liberisten zusammengeschlossen, um gegen dieses System anzukämpfen. Auf Seiten der Kreditoren stehen dagegen die einflussreichen Holder, die über Vermögen und Macht verfügen. Die Rigger, eine weitere Spezies, halb Mensch, halb Maschine, mischen ebenfalls mit und versuchen, ihren Einfluss zu erhöhen. Die Macht, die über allen steht: die Regulatoren: Seit 400 Jahren kontrolliert und isoliert diese außerirdische Intelligenz die Menschen auf diesem Planeten und nimmt sogar verstärkt Einfluss auf das Wetter. Als deren Aktivitäten mehr und mehr zunehmen, wird langsam klar, dass sie irgendetwas im Schilde führen. Etwas, das mit der Verbotenen Zone auf dem Planeten zu tun hat... Als Jamo Jamis Takeder erwacht, ist das erste, das er erfährt, sein eigener Tod. Ihm wird klargemacht, dass er nur eine Kopie seines vor zwei Stunden ermordeten Originals ist und nun laut einer Testamentsvereinbarung 20 Tage Zeit hat, seinen Mörder zu finden. Als Kopiat macht er sich nun auf die Suche nach Informationen über die letzten Geschehnisse und muss erkennen, dass ihm zwei Tage an Erinnerungen fehlen und nicht nur das, sondern auch sonst ist sein Erinnerungsvermögen bruchstückhaft. Ohne zu wissen, wem er trauen kann, wer die Wahrheit spricht und was er kurz vor seinem Tod getan hat, versucht er aus den vielen Puzzleteilen ein vollständiges Bild zu erhalten, um seinen Mörder zu finden. Und immer wieder stolpert er über das Wort „Ikarus“. Was hat es damit auf sich? Wusste er einst darüber Bescheid? Meine Meinung Mit „Ikarus“ ist dem Autor wieder eine sehr spannende Geschichte gelungen. Science-Fiction mit Thriller- bzw. Krimi-Elementen machten die Geschichte für mich zu einem tollen Rätselraten, bei dem ich als Leserin sehr gut mit der Figur des Takeder mitfiebern konnte. Vieles sprach dafür, dass sein Tod mit „Ikarus“ zu tun hatte, doch wer oder was steckte dahinter und wer wollte davon profitieren und einen Mord dafür begehen? Takeders Suche, und damit auch die des Lesers, wurde erschwert durch die Erinnerungslücken und die Ungewissheit, wem man trauen konnte. Sollte der Original-Takeder sich tatsächlich mit den Rebellen getroffen haben, die er so verabscheute? Warum hat sich sein eigentlich bester Freund so seltsam verhalten? Und woher kommen die Stimmen, die ihm Anweisungen gaben? .... Gemeinsam mit dem Kopiat versuchte ich beim Lesen, mich zu orientieren und Zusammenhänge zu finden. Vieles war seltsam und erst einmal unverständlich, doch nach und nach klärten sich die Fragen und wurde mir die Welt, in der wir uns hier im Buch bewegten, deutlicher. Denn wir begleiten nicht nur Takeder, sondern auch den Liberisten Mercurio und lernen so die andere Seite kennen, die schon lange versucht, sich den Fesseln des Schuldensystems zu entziehen. Auch die Bekanntschaft mit einem Rigger, halb Mensch halb Maschine sorgt für spannende Momente. Und die Szenen mit einigen Debitoren macht auch deren Los deutlich, immer wieder darum zu kämpfen, von der Debitoren- auf die Kreditorenseite zu wechseln, auch wenn sie dafür riskante Aufträge annehmen müssen. Takeder lernt bei seinen persönlichen Ermittlungen nicht nur, was es mit Ikarus auf sich hat, sondern lernt auch die ihm eigentlich bekannte Welt dabei neu kennen, mit anderen Augen eben. Auch wenn sein Original ihn immer wieder gerne beeinflussen möchte, so wird der Kopiat mit der Zeit immer eigenständiger und bewertet das Gesehene und Gehörte ganz neu. Diese Veränderung der Persönlichkeit war sehr gut mitzuerleben, ich konnte es richtig spüren beim Lesen. Aber auch die anderen Figuren waren sehr interessant und lebendig beschrieben. Ihre Gedanken und ihre Motivationen waren spannend zu lesen und auch die Nebenfiguren hatten alle Ausstrahlung, z. B. hatte Takeders Ehefrau nur kurze Auftritte, aber dafür sehr deutliche. Und die anderen Spezies wie z. B. Rigger, Glaziale und Regulatoren waren natürlich auch wieder sehr beeindruckend in ihrer Art und ihren Handlungen. Besonders beeindruckend war, wie in den anderen Büchern des Autors auch, wieder die beschriebene Welt. Die Beschreibungen des Planeten Tayfun, die Schiffsstadt der Regulatoren, das Apartment Takeders u. ä. auf der einen Seite und die virtuellen Welten, die Reisen durch die Datennetze und Zeitparallaxen auf der anderen Seite. Ob real oder virtuell, ich hatte wieder vermehrtes Kopfkino beim Lesen! Ich bewundere immer wieder die vielseitige Fantasie des Autors und seine besondere Fähigkeit, durch seinen Schreibstil in meinem Kopf intensive Bilder und Filme zu erzeugen. Es ist sicherlich kein Buch zum Nebenher lesen, das würde ich bei keinem der Bücher des Autors tun, sondern die Handlung erfordert auch bei dieser Geschichte wieder viel Aufmerksamkeit. Dann ist es aber ein ganz besonderes Lesevergnügen und belohnt wird man auch hier wieder damit, dass alle Fäden am Schluss doch zusammenfinden. Und nach einem actionreichen und spannenden Finale bietet das Ende dann auch noch einen schönen Ausklang.

Eine Kopie jagt den Mörder seines Originals

Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 24.07.2015

Bewertungsnummer: 885124

Bewertet: eBook (ePUB)

Als der einflußreiche Holder Jamo Jamis Takeder von Tayfun zu sich kommt, erfährt er, daß er lediglich ein Kopiat mit den Erinnerungen des Holders ist, da dieser vor wenigen Stunden ermordet wurde. In seinem Testament hat er verfügt, daß er als Kopiat das Recht hat, seinen eigenen Mord aufzuklären – dafür hat er 20 Tage Zeit, bevor sein Kopiatenkörper zerfällt. Aber es geht nicht nur um die Suche nach dem Mörder, sondern auch um das Geheimnis von Ikarus. Mit Ikarus führt der Autor die Leser auf den Planeten Tayfun, einer von siebzehn von Menschen besiedelten Planeten, die sich zur Independenz zusammengeschlossen haben. Die Menschen sind allerdings nicht unabhängig, sondern werden seit vierhundert Jahren von den mächtigen Regulatoren kontrolliert. Die menschliche Gesellschaft auf Tayfun unterteilt sich in Kreditoren (Gläubiger) und Debitoren (Schuldner). Auf der Kreditorenseite wollen einige der mächtigen und einflußreichen Holder die Kontrolle der Regulatoren durchbrechen, während auf der Debitorenseite die sogenannten Liberisten im Untergrund dafür kämpfen, das Kreditoren-/Debitorensystem zu überwinden. Der Leser erlebt Tayfun aus der Sicht des erwachten Kopiaten Takeders und seinen Erinnerungen, die jedoch lückenhaft sind, wie sich bald herausstellt. Man wird in eine unbekannte Welt geworfen und vieles hört sich erstmal unbekannt an, aber im Laufe der Lektüre werden die Fragen nach und nach beantwortet. Sehr hilfreich ist in dem Zusammenhang auch das Glossar am Ende des Buches. Mir hat das Kennenlernen von Tayfun und die Suche nach Takeders Mörder und Ikarus wieder sehr viel Unterhaltung und Spannung bereitet. Jamo Jamis Takeder besticht nicht unbedingt durch seine sympathische und menschenfreundliche Art. Vielmehr erscheint er zynisch, seine Ehe und sein Verhältnis zu seinem Sohn sind miserabel, die Debitoren sind ihm nur gut genug, wenn sie seinen Zielen dienen, die Liberisten sieht er als Verbrecherbande an. Allerdings muß er als Kopiat bald feststellen, daß er eben kein Mensch mehr ist und damit deutlich weniger Rechte und Ansehen geniesst als die Debitoren. Andreas Brandhorst entwickelt eine spannende und rätselhafte Geschichte und mir schwirrten während des Lesens viele mögliche Theorien durch den Kopf, von denen höchstens Bruchstücke zutreffend waren. Bis zum Schluß wurde ich immer wieder mit neuen Wahrheiten verblüfft. Das Ende finde ich sehr gelungen, weniger Action, sondern eher ein ruhiger Abschluß. Insgesamt ist Ikarus wieder ein sehr gelungener Science-Fiction-Roman des Autors, der mir viele spannende Stunden beschert hat.

Eine Kopie jagt den Mörder seines Originals

Karin Wenz-Langhans aus Limbach am 24.07.2015
Bewertungsnummer: 885124
Bewertet: eBook (ePUB)

Als der einflußreiche Holder Jamo Jamis Takeder von Tayfun zu sich kommt, erfährt er, daß er lediglich ein Kopiat mit den Erinnerungen des Holders ist, da dieser vor wenigen Stunden ermordet wurde. In seinem Testament hat er verfügt, daß er als Kopiat das Recht hat, seinen eigenen Mord aufzuklären – dafür hat er 20 Tage Zeit, bevor sein Kopiatenkörper zerfällt. Aber es geht nicht nur um die Suche nach dem Mörder, sondern auch um das Geheimnis von Ikarus. Mit Ikarus führt der Autor die Leser auf den Planeten Tayfun, einer von siebzehn von Menschen besiedelten Planeten, die sich zur Independenz zusammengeschlossen haben. Die Menschen sind allerdings nicht unabhängig, sondern werden seit vierhundert Jahren von den mächtigen Regulatoren kontrolliert. Die menschliche Gesellschaft auf Tayfun unterteilt sich in Kreditoren (Gläubiger) und Debitoren (Schuldner). Auf der Kreditorenseite wollen einige der mächtigen und einflußreichen Holder die Kontrolle der Regulatoren durchbrechen, während auf der Debitorenseite die sogenannten Liberisten im Untergrund dafür kämpfen, das Kreditoren-/Debitorensystem zu überwinden. Der Leser erlebt Tayfun aus der Sicht des erwachten Kopiaten Takeders und seinen Erinnerungen, die jedoch lückenhaft sind, wie sich bald herausstellt. Man wird in eine unbekannte Welt geworfen und vieles hört sich erstmal unbekannt an, aber im Laufe der Lektüre werden die Fragen nach und nach beantwortet. Sehr hilfreich ist in dem Zusammenhang auch das Glossar am Ende des Buches. Mir hat das Kennenlernen von Tayfun und die Suche nach Takeders Mörder und Ikarus wieder sehr viel Unterhaltung und Spannung bereitet. Jamo Jamis Takeder besticht nicht unbedingt durch seine sympathische und menschenfreundliche Art. Vielmehr erscheint er zynisch, seine Ehe und sein Verhältnis zu seinem Sohn sind miserabel, die Debitoren sind ihm nur gut genug, wenn sie seinen Zielen dienen, die Liberisten sieht er als Verbrecherbande an. Allerdings muß er als Kopiat bald feststellen, daß er eben kein Mensch mehr ist und damit deutlich weniger Rechte und Ansehen geniesst als die Debitoren. Andreas Brandhorst entwickelt eine spannende und rätselhafte Geschichte und mir schwirrten während des Lesens viele mögliche Theorien durch den Kopf, von denen höchstens Bruchstücke zutreffend waren. Bis zum Schluß wurde ich immer wieder mit neuen Wahrheiten verblüfft. Das Ende finde ich sehr gelungen, weniger Action, sondern eher ein ruhiger Abschluß. Insgesamt ist Ikarus wieder ein sehr gelungener Science-Fiction-Roman des Autors, der mir viele spannende Stunden beschert hat.

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Ikarus

von Andreas Brandhorst

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