Leonardo da Vincis große Liebe Benjamin Lacombe hat zusammen mit Paul Echegoyen die historisch verbürgte Geschichte der Liebe Leonardo da Vincis zu seinem Assistenten Salaï als beeindruckendes Buch gestaltet. Salaï kam 1490 als Zehnjähriger in die Mailänder Werkstatt des großen Leonardo, wo er als Gehilfe verpflichtet wurde. Jahre später wurde er zum Geliebten des Meisters, zu seinem Modell und letztendlich zu seinem Schüler. Doch Salaï, der übrigens selbst sehr gut malte, war nicht nur Leonardos Liebhaber und Assistent: Er war auch seine Muse. Und darüber kann man vieles besser verstehen. Kunsthistoriker meinen, Salaï in Leonardos Bildnis von Johannes dem Täufer wiedererkennen zu können. Manche behaupten sogar, die Mona Lisa sei in Wahrheit ein Porträt des schönen Jünglings – und Mon Salaï kann als Anagramm von Mona Lisa gelesen werden.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
16.03.2021
Buch (Paperback)
Wer Leonardo Da Vinci oder allgemein...
Wer Leonardo Da Vinci oder allgemein Kunst liebt, wird diese Graphic Novel lieben. Benjamin Lacombe hat einen außergewöhnlichen Zeichenstil und versteht es Emotionen aufs Blatt zu bringen und die Meisterarbeiten neu zu interpretieren.
anette1809 - katzemitbuch.de
aus Sulzheim
5/5
25.05.2015
Buch (Paperback)
"Leonardo und Salai" ist ein…
"Leonardo und Salai" ist ein Werk bei dem Benjamin Lacombe mit Paul Echegoyen zusammengearbeitet hat. Um die Zusammenarbeit besser verstehen und die Bilder in all ihren Facetten kompetent und gänzlich aufnehmen zu können, sollte man in dem Buch nicht mit dem Lesen der Graphic Novel beginnen, sondern mit dem angehängten Werkstattbericht, wo beide Künstler zu der außergewöhnlichen Zusammenarbeit zu Wort kommen und zudem einige Skizzen in ihrer Entstehungphase gezeigt werden. Das Buch selbst erzählt in einem ersten Band von zweien, von Leonardo da Vincis Schaffen, von seinem Treffen und seiner Liebschaft mit Salai und spricht viele Themen an, mit denen sich Künstler nicht nur im 15. Jahrhundert herumzuschlagen oder gar zu verstecken hatten, sondern die auch heute noch brandaktuell sind: Ausgrenzung und Verstecken wegen homosexueller Neigungen und der Schwierigkeit mit Kunst Geld zu verdienen, um damit gut Leben, und nicht nur einen Teil seiner Gläubiger bezahlen zu können. Zudem lernt man Leonardo hier nicht erst als alten Mann kennen, sondern als einen Erfinder, Maler und Bildhauer in der Blüte seiner Jahre. Die Bilder wirken homogen und authentisch, als entstammten sie tatsächlich der entnommenen Zeit. Warum dies so ist, erklärt sich im Werkstattgespräch mit den Illustratoren. Es ist ein ganz anderes Werk von Lacombe, als diejenigen, die ich bisher kennengelernt habe. Ich bin aber nicht minder begeistert davon, vielmehr zeigt er hier wieder völlig neue Facetten von sich, beispielsweise durch den Wechsel von kleinformatigen, sepiafarbigen Illustrationen in der erzählenden Novel, die dann ganz plötzlich wieder von einer doppelseitigen, mehrfarbigen Illustration überflügelt werden. Trotz dieser Mittel wirkt Lacombes Arbeit mit Echegoyen wie ein homogenes Ganzes, bei dem viel zu schnell das Ende naht und man ehrlich gesagt nicht gewillt ist, lange auf die Fortsetzung zu warten. Ich für meinen Teil bin nun viel zu neugierig, wie sich das Auftauchen Francesco Melzis auf die zuweilen sehr komplizierte Beziehung zwischen Leonardo und Salai auswirken wird...
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