Auf einem gewaltigen Dampfer reisen drei Jungen zu Beginn der 50er Jahre von Sri Lanka nach England. Für den elfjährigen Michael und seine Freunde wird die Überfahrt zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Immer auf der Suche nach Abenteuern treiben sich die drei herum, beobachten und spioniere - und werden Zeugen dramatischer Ereignisse. Im Rückblick erkennt Michael die lebensprägende Bedeutung der lang zurückliegenden Seereise und erinnert sich …
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4.5/5.0
Bewertung
aus Kerpen
5/5
10.01.2018
eBook (ePUB)
Katzentisch von M. Ondaatje
Vielschichtig; gute Sprache; ausgezeichnete Darstellung der einzelnen Figuren. Ein lesenswertes Buch, das die Reise eines Jungen beschreibt, der mit zwei Gleichaltrigen diverse Abenteuer auf einem Passagierschiff erlebt.
Ursula Schrott
aus Vöcklabruck
5/5
20.04.2012
Buch (Gebundene Ausgabe)
eine Schiffsreise nach England
Drei Kinder auf dem Weg von Ceylon nach Indien. Michael Ondaatje beschreibt in diesem Roman eine Seereise aus dem Blick dreier Jungen, die nach und nach die anderen Passagiere kennen lernen. Sie begegnen ihren Reisegefährten, es entwickeln sich Freundschaften, das eine oder andere Geheimnis wird enthüllt. Ein kleiner Roman, vom Autor des Englischen Patienten in ruhiger Sprache geschrieben, geeignet für ein entspanntes Wochenende
Odilie Pressberger
aus Regensburg (Donau EKZ)
5/5
14.02.2012
eBook (ePUB)
Ondaatje, Katzentisch
Obwohl dieser Roman sich an die Biographie von Ondaatje anlehnt,besteht der Autor in seinen Nachbemerkungen darauf, daß er reine Erfindung sei. Wie auch immer, die Geschichte von drei Jugendlichen, die in den fünfziger Jahren mit einem Schiff von Ceylon nach England fahren, ist sehr ruhig, behutsam und ausgesprochen schön erzählt. Auf dieser Reise sitzen wir mit den drei Jungs am "Katzentisch", lernen mit ihnen zusammen unterschiedlichste Mitreisende und Schiffsangestellte kennen und erleben auch aufregende Abenteuer an Bord. Das Ganze in einer funkelnden Sprache erzählt. Eine Reise in's Erwachsenwerden.
Susanne Pichler
aus Linz Lentia
3/5
11.02.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Abschied von Ceylon
Zu Beginn der fünfziger Jahre verlässt Michael, genannt Mynah, Ceylon und damit auch seine unbeschwerte Kindheit. Seine Mutter ist bereits einige Jahre vor ihm nach England aufgebrochen und eben dorthin folgt er ihr nun. Der gerade mal zehnjährige Junge ist bei dieser Reise auf sich gestellt. Enge Reisegefährten werden die fast gleichaltrigen Jungen Ramadhin und Cassius. Gemeinsam entdecken sie während der gut dreiwöchigen Reise das Schiff und forschen die anderen Reisenden aus. Ihre Mahlzeiten nehmen sie am sogenannten Katzentisch ein; jenem Tisch, an dem die Personen platziert werden, die von geringem gesellschaftlichem Stand sind. Doch unter jenen Passagieren sind einige durchaus faszinierende Persönlichkeiten: Mr. Sage, ein Herr, der Schiffe abwrackt, Mr. Daniels, der hochgiftige Pflanzen tief im Schiffsbauch mit sich führt, Max Mazappa, ein Berufsmusiker und Miss Lasqueti, alte Jungfer und potentielle Spionin.
Besonders fasziniert sind die drei Jungen natürlich von den Passagieren der Ersten Klasse, wo ein verfluchter Millionär ihr besonderes Interesse weckt.
Die Reise ist durchaus abwechslungsreich, eine Artistengruppe, ein Juwelendieb, unglückliche Liebe, ein Gefangener, der nur Nachts an Deck darf, ein schwerer Sturm verbunden mit einem Beinaheunglück lassen die Tage auf See rasch vorbeiziehen. In Ausblicken erzählt Michael von seinem Leben als Erwachsener, das ihn schon bald von Ramadhin und Cassius trennt.
Trotz einer ganzen Reihe von starken Persönlichkeiten und einer spannenden Zukunft, fehlt etwas. Meiner Meinung nach gelingt es Michael Ondaatje in diesem Buch nicht, die einzelnen Handlungsstränge zu einer starken Handlung zu verweben. Die Handlung erinnert ein wenig an das ewige Auf und Ab der Wellen. Durchaus schön und für eine Weile ganz unterhaltsam, aber irgendwann nicht ausreichend. Am meisten Eindruck hinterließen bei mir die ersten Seiten des Buches, als Michael sich bei Nacht dem Schiff nähert. Es sind die einzigen Seiten des Buches, die in der dritten Person geschrieben sind und die vielleicht gerade dadurch ihre starke Intensität gewinnen.
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