Gerade hat sich Lara Simons ihren großen Traum vom eigenen Café erfüllt, da wird sie in einer dunklen Nacht brutal überfallen. Sie entkommt in letzter Sekunde. Was Lara nicht weiß: Der Täter kennt sie. Von früher. Und er kannte ihre Mutter. Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen. Aber der Killer holt sie ein, und dieses Mal hat er kein Erbarmen ...
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Thriller für Einsteiger
Bewertung aus Frankfurt am 02.10.2015
Bewertungsnummer: 892704
Bewertet: Hörbuch-Download
Lara Simon erfüllt sich nach der Scheidung von ihrem Mann den Wunsch eines eigenen Cafés, doch leider wird sie bereits in der Nacht der Eröffnungsfeier brutal von einem Serienmörder überfallen. Sie ist jedoch das erste Opfer, dem die Flucht gelingt, und beginnt deshalb im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms mit ihrer Tochter ein neues Leben auf Rügen. Doch dass der Überfall ausgerechnet ihr galt, war kein Zufall... Der Täter weiß sie zu finden, und Lara muss auf Rügen erneut um ihr Leben fürchten.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, die verwendete Sprache und der Schreibstil sind nicht allzu komplex.
Die Handlung plätschert nicht all zu lang vor sich hin, der Spannungsbogen wird direkt ab dem ersten Kapitel aufgebaut. Längen hat die Geschichte keine, was ich positiv fand, allerdings gab es mir in der zweiten Hälfte (auf Rügen) etwas zu viel hin und her. Das Ganze, insbesondere der Schluss wirkt für mich etwas zu konstruiert, als konnte die Autorin sich nicht festlegen, auf wen sie den Verdacht nun lenken solle. Mehr sei zum Schluss an dieser Stelle jedoch nicht verraten, um die Spannung nicht zu nehmen.
Die Anzahl der Personen ist überschaubar, dennoch bleiben die Figuren etwas blaß und recht flach.
Mit polizeilichen Ermittlungen in der Realität hat sich die Autorin wohl nicht all zu sehr auseinandergesetzt, dazu war die Polizeiarbeit zu einfach und stellenweise auch als sehr dilettantisch beschrieben, hier hätte man das Buch mit etwas mehr Recherche deutlich aufwerten können.
Die Protagonistin Lara Simons wird genauer vorgestellt und weckte bei mir auch Sympathien, handelt dafür aber stellenweise extrem unlogisch bzw. naiv. Insgesamt sind in dem Buch einige Logikfehler vorhanden bzw. die Handlung so konstruiert, dass ich stellenweise mit dem Kopf schütteln musste. Würde eine Frau, die sich in einem Zeugenschutzprogramm mit neuer Identität befindet, nachts einen unbekannten Anhalter im Auto mitnehmen? Wohl kaum.
Auch dass der Täter in der Nacht vor Lara Aufbruch in die neue Lebensumgebung, in der ihre Wohnung bereits polizeilich überwacht wird, einfach über den Balkon in ihrer Wohnung eindringt und sie überfällt, und anschließend genauso wieder entwischt, scheint mir arg weit hergeholt.
Noch absurder ist, dass ihre Tochter, die ebenfalls im Zeugenschutzprogramm ist und in der letzten Nacht beim Exmann von Lara übernachtet, unbewacht bleibt und der Täter dort quasi freie Bahn hat.
Nichtsdestotrotz ließ sich der Thriller angenehm lesen und ich habe das Buch mit seinen 342 Seiten an einem Tag durchgelesen.
Fazit:
Stirb" ist sicherlich nicht der anspruchsvollste Thriller und auch die handelnden Personen sind eher mit der groben Nadel gestrickt, als liebevoll und detailliert gezeichnet. Wer jedoch einen leicht zu lesenden, spannenden Thriller sucht und sich dabei an der teilweise etwas konstruierten Handlung nicht all zu sehr stört, dem kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Ich würde gern 3,5 Sterne vergeben, da dies nicht möglich ist, vergebe ich 4, weil mich das Buch beim Lesen doch recht gut unterhalten hat.
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