»Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.«Auf das Leben folgt der Tod. Auf die Bedeutung das Vergessen. Auf den Anfang das Ende. Als Pierre Anthon das erkennt, steigt er auf einem Pflaumenbaum und verbringt dort seine Tage. Gerda, Elise, Jan-Johan und all die anderen Kinder in der Stadt finden Pierre Anthon Verhalten nicht nur provozierend, es macht ihnen auch Angst. Denn kann es wirklich sein, dass nichts eine Bedeutung hat? Nicht die erste Liebe? Nicht das Lernen in der Schule? Nicht das Elternhaus, die Geschwister, der Glaube an Gott oder das eigene Land? Gemeinsam wollen die Schüler dem aufsässigen Pierre Anthon das Gegenteil beweisen und sammeln auf einem Berg der Bedeutung alles, was ihnen lieb und teuer ist. Doch was harmlos beginnt, wird bald zu einem Experiment, in dem es kein Halt und keine Grenzen mehr gibt – als selbst Tiere geopfert werden, ein Finger und die Unschuld eines Mädchens ... Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2011 in der Kategorie »Beste Interpretin«»Ein brutales, ein mutiges Buch – ein literarischer Glücksfall zur rechten Zeit! Ein Tabubruch mit Tiefgang und Zukunft.« DIE ZEIT
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Bewertung
5/5
10.03.2016
Hörbuch-Download (MP3)
ein Buch, was nie an Bedeutung verliert
Dieses Buch hat mich nachhaltig geprägt. Da es recht schmal und kurz ist, lese ich es gern mindestens einmal im Jahr. Meiner Meinung nach verliert es nie an Bedeutung oder Aktualität.
In einer dänischen Kleinstadt beschließt ein Junge nicht mehr zur Schule zu gehen oder irgendwas anderes zu tun, da an sich ja sowieso nichts von Bedeutung ist. Er sagt, dass wir alle nur leben um zu sterben. Von diesem Tag an sitzt er ständig auf einem Apfelbaum.
Die Kinder in seiner Klasse verstehen ihn nicht und versuchen den Junge vom Gegenteil zu überzeugen.
Sie beschließen Dinge zu sammeln, die für sie von Bedeutung sind. Es beginnt harmlos mit einem Roller oder Schuhen, wird aber von Person zu Person schlimmer, bis es zum tragischen Höhepunkt kommt.
Dieser Roman wird sie nicht mehr loslassen. Ich finde, so etwas sollte man an Schulen lesen. Ein absolut beeindruckendes Werk.
Bewertung
aus Stäfa
1/5
19.01.2016
Hörbuch-Download (MP3)
Nichts, was im Leben wichtig ist, Janne Teller
Eigentlich würde ich gar keinen Stern vergeben, wenn das möglich wäre. Meine Tochter muss das Buch in der Schule lesen. Sie ist entsetzt und verstört. Auch ich habe es gelesen und finde lauter rohe, seelenlose Gewalt in dem Buch. Was soll das aussagen? Wo liegt der Sinn? Ein Buch muss doch einen Sinn haben, der Autor muss sich dabei etwas denken. Bei Anne Teller ist NICHTS. Der Titel sagt alles über das Buch aus.
Ein krankes Gehirn hat, wer sich so etwas ausdenkt. So jemand könnte auch morden, denn vom Schreiben zur Tat ist oft ein schmaler Grat.
Sylvia Heinzelmann-Grothe
aus Frankfurt am Main
5/5
24.01.2021
Hörbuch (CD)
Regt garantiert zum Nachdenken an!
Auf der Suche nach einem Geschenk für einen heranwachsenden Lesemuffel? Dann kann ich Ihnen Nichts empfehlen, eine Geschichte, die garantiert zum Nachdenken anregt! Für die herausragende Leistung als Erzählerin erhielt Laura Maire den Deutschen Hörbuchpreis 2011 als beste Interpretin ihr gelingt es eindrucksvoll, Janne Tellers aufrüttelnden Text erfrischend jugendlich, aber auch rätselhaft und atemberaubend umzusetzen. Hören Sie mal rein unter Hörbuch Hamburg Silberfisch, Sie werden begeistert sein!
Eva L.
aus Osnabrück
2/5
24.01.2021
Hörbuch (CD)
Unfassbar und beängstigend
Das Jugendbuch Nichts. Was im Leben wichtig ist der dänischen Autorin Janne Teller löste mit seinem Erscheinen in Skandinavien heftige Diskussionen aus. Besonders Lehrer und Pädagogen waren der Ansicht, das Buch mute den Lesern zu viel zu. Davon wollte ich mir ein eigenes Bild machen und da Laure Maire zu meinen Lieblings-Hörbuchsprechern gehört, war die Wahl schnell aus das Hörbuch gefallen.
Die Lesung ist nicht lang, sie dauert gut 3 Stunden, aber trotzdem habe ich ziemlich lange gebraucht, um es zu hören. Und das lag nicht daran, dass ich wenig Zeit gehabt hätte, sondern daran, dass ich noch nie ein dermaßen heftiges Jugendbuch gelesen (oder in diesem Fall eben gehört) habe. Zu Beginn fand ich Nichts eher komisch und hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Sehr seltsam und mit der Zeit auch ziemlich nervig fand ich beispielsweise die Steigerungen, die die Autorin an diversen Stellen eingestreut hat. Ebenso die Adjektive, die sie vor einige der Namen gehängt hat und die permanent wiederholt werden (Der große Hans, die kleine Ingrid, der fromme Kai ).
Als ich dann endlich einen Überblick über die Geschehnisse in Tearing hatte, wurde die Geschichte immer heftiger. Die Dinge, die die Siebtklässler tun, um Pierre Anthon davon zu überzeugen, dass es durchaus etwas gibt, das eine Bedeutung hat, sind so nicht in Worte zu fassen. Es ist wirklich unglaublich, auf was für Ideen die Autorin die Kinder kommen lässt. Oft habe ich gedacht Das tun die jetzt nicht wirklich!, mehrmals musste ich vor Entsetzen das Hörbuch ausschalten und konnte erstmal nicht weiterhören. Das, was in Nichts passiert, ist an einigen Stellen überaus brutal, aber trotzdem war ich nicht unbedingt der Meinung, es mute den Lesern zu viel zu. Dies finde ich erst, seitdem ich weiß, wie die Geschichte endet. Es geht mir gar nicht so sehr um das, was Agnes, Marie- Ursula, Jan- Johann und die anderen tun, sondern darum, wie die Botschaft dieses Buches an den Leser übermittelt wird. Und leider vermittelt es den Eindruck, dass all die schrecklichen Dinge, die in Nichts geschehen, durchaus legitim seien. Das, was wirklich passiert ist, wird verschleiert, die Täter kommen ungeschoren davon und man kann den Eindruck gewinnen, dass alles ja gar nicht so schlimm war. War es aber, und das kommt in meinen Augen nicht unbedingt bei den Lesern an. Gerade jüngeren Leser, die das Gelesene noch nicht unbedingt für sich reflektieren und hinterfragen, werden Bedeutung und Konsequenzen der Taten eventuell nicht richtig bewusst. Von daher habe ich auch durchaus Zweifel, ob dieses Buch wirklich für die empfohlene Altergruppe geeignet ist und kann die ausgelösten Diskussionen durchaus verstehen.
Laure Maire als Sprecherin leistet auch hier wieder einmal überzeugende Arbeit. Ihrer angenehmen Stimme kann man gut zuhören und bekommt schnell das Gefühl, etwas erzählt und nicht vorgelesen zu bekommen. Eins der wenigen Dinge, die ich an diesem Hörbuch so richtig gut fand.
Eva L.
aus Osnabrück
2/5
28.01.2011
Hörbuch (CD)
Das Jugendbuch „Nichts. Was…
Das Jugendbuch „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ der dänischen Autorin Janne Teller löste mit seinem Erscheinen in Skandinavien heftige Diskussionen aus. Besonders Lehrer und Pädagogen waren der Ansicht, das Buch mute den Lesern zu viel zu. Davon wollte ich mir ein eigenes Bild machen und da Laure Maire zu meinen Lieblings-Hörbuchsprechern gehört, war die Wahl schnell aus das Hörbuch gefallen. Die Lesung ist nicht lang, sie dauert gut 3 Stunden, aber trotzdem habe ich ziemlich lange gebraucht, um es zu hören. Und das lag nicht daran, dass ich wenig Zeit gehabt hätte, sondern daran, dass ich noch nie ein dermaßen heftiges Jugendbuch gelesen (oder in diesem Fall eben gehört) habe. Zu Beginn fand ich „Nichts“ eher komisch und hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Sehr seltsam und mit der Zeit auch ziemlich nervig fand ich beispielsweise die Steigerungen, die die Autorin an diversen Stellen eingestreut hat. Ebenso die Adjektive, die sie vor einige der Namen gehängt hat und die permanent wiederholt werden („Der große Hans, die kleine Ingrid, der fromme Kai“…). Als ich dann endlich einen Überblick über die Geschehnisse in Tearing hatte, wurde die Geschichte immer heftiger. Die Dinge, die die Siebtklässler tun, um Pierre Anthon davon zu überzeugen, dass es durchaus etwas gibt, das eine Bedeutung hat, sind so… nicht in Worte zu fassen. Es ist wirklich unglaublich, auf was für Ideen die Autorin die Kinder kommen lässt. Oft habe ich gedacht „Das tun die jetzt nicht wirklich!“, mehrmals musste ich vor Entsetzen das Hörbuch ausschalten und konnte erstmal nicht weiterhören. Das, was in „Nichts“ passiert, ist an einigen Stellen überaus brutal, aber trotzdem war ich nicht unbedingt der Meinung, es mute den Lesern zu viel zu. Dies finde ich erst, seitdem ich weiß, wie die Geschichte endet. Es geht mir gar nicht so sehr um das, was Agnes, Marie- Ursula, Jan- Johann und die anderen tun, sondern darum, wie die Botschaft dieses Buches an den Leser übermittelt wird. Und leider vermittelt es den Eindruck, dass all die schrecklichen Dinge, die in „Nichts“ geschehen, durchaus legitim seien. Das, was wirklich passiert ist, wird verschleiert, die Täter kommen ungeschoren davon und man kann den Eindruck gewinnen, dass alles ja gar nicht so schlimm war. War es aber, und das kommt in meinen Augen nicht unbedingt bei den Lesern an. Gerade jüngeren Leser, die das Gelesene noch nicht unbedingt für sich reflektieren und hinterfragen, werden Bedeutung und Konsequenzen der Taten eventuell nicht richtig bewusst. Von daher habe ich auch durchaus Zweifel, ob dieses Buch wirklich für die empfohlene Altergruppe geeignet ist und kann die ausgelösten Diskussionen durchaus verstehen. Laure Maire als Sprecherin leistet auch hier wieder einmal überzeugende Arbeit. Ihrer angenehmen Stimme kann man gut zuhören und bekommt schnell das Gefühl, etwas erzählt und nicht vorgelesen zu bekommen. Eins der wenigen Dinge, die ich an diesem Hörbuch so richtig gut fand.
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