Während beim SBI (Seelen-Beförderungs-Institut) gerade Flaute herrscht und Sensenmann Harold Urlaub auf Hawaii macht, bricht in der Stadt das Chaos aus. Plötzlich wimmelt es dort von Geistern. Die Kinder Otto und Emily haben den Verdacht, dass Ottos verstorbener Onkel Archibald etwas damit zu tun hat. Kurzerhand beschließen die beiden sich ins Jenseits einzuschleusen und Harold eilt ihnen dabei als guter Freund selbstverständlich zu Hilfe.
Das gleichnamige Buch ist im Loewe Verlag erschienen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Dr_ M
aus Sachsen
5/5
04.10.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ab ins Jenseits!?
Nicht nur im Radieschenweg geht es drunter und drüber. In der Schule schlafen die Lehrer im Unterricht ein. Neue Geister tauchen überall auf, und es scheint auch niemand mehr zu sterben. Jedenfalls wird bei Scary Harry nichts dergleichen mehr elektronisch angezeigt. Und also fährt der Gute das erste Mal nach einigen hundert Dienstjahren in den Urlaub.
Wegen der vielen Spukerscheinungen in der Stadt, über die natürlich niemand gerne redet, wird ein übel stinkendes Anti-Geister-Spray zum Verkaufsschlager. Gleichzeitig entdecken Otto und Emily ein dunkles Geheimnis in Onkel Archibalds Büro. Wenn sie den Dingen auf den Grund gehen wollen, müssen sie Harry überreden, dass er sie mit ins Jenseits nimmt. Ob das gut geht, wo doch Lebende dort nun mal nicht hingehören?
Diese Fortsetzung hat mir noch besser gefallen als der erste Band. Sie ist spannend, witzig und voller Überraschungen.
Bewertung
aus Laatzen
5/5
07.04.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Sie haben fünfhundertdreiundd…
„Sie haben fünfhundertdreiunddreißig unerledigte Todesfälle“ (S. 194) Zum Inhalt: Merkwürdige Dinge geschehen: Immer mehr Geister tauchen auf und rauben den Menschen mit ihrem Spuk den Schlaf. Doch Harry bekommt gar keine Nachrichten mehr über die Todesfälle und fährt daher erstmal entspannt in den Urlaub. Derweil finden Otto und Emily durch Zufall in einem alten Globus ein Geheimversteck und darin eine merkwürdige Brille, ein rätselhaftes Fläschchen und alte Aufzeichnungen. Zudem verkauft ein geheimnisvoller Unbekannter in der Stadt ein neues Mittel namens „Anti-Ghost“… Meine Meinung: Schon das Cover finde ich richtig, richtig klasse! Überhaupt gefallen mir die vielen Illustrationen von Fréderic Bertrand sehr gut. Sie passen perfekt zu der tollen Story, die sich Sonja Kaiblinger für Scary Harrys zweiten Fall ausgedacht hat. Mindestens genauso klasse sind auch ihre Charaktere, angefangen natürlich vom Sensenmann Harold, alias Scary Harry, über die knuddelige, mit bunten Smarties dealende Halb-Geister-Fledermaus Vincent (mein persönlicher Liebling!) bis hin zu Fernando, dem Geist eines spanischen Torreros. Ganz großes Grusel-Spaß-Kopfkino! Die Story ist dabei spannend, witzig, abwechslungsreich und selbstverständlich auch wohlig-gruselig! Durch Otto und Emily, die ein tolles Team bilden, gibt es sowohl für Jungs als auch für Mädels eine passende Identifikationsfigur. Durch das große Schriftbild eignet sich das Buch auch gut für fortgeschrittene Leseanfänger ab ca. 8 oder 9 Jahre. FAZIT: Ein schaurig-schöner Gruselspaß mit viel Witz, tollen Ideen und ganz fantastischen Illustration. Wer diese Mischung mag, wird nicht enttäuscht werden!
Bewertung
aus Trittenheim
4/5
02.06.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herrlich skurriles Kinderbuch!
Otto kann noch immer Geister sehen und zwischenzeitlich hat er sich sogar daran gewöhnt. Doch nicht nur daran, sondern auch an das Zusammenleben mit den Hausgeistern Molly, Bert und Sir Tony. In Sensenmann Harold hat er mittlerweile sogar einen echten Freund gefunden. Emily, Ottos Freundin, die leider keine Geister sehen kann, macht das Dreamteam komplett. Nachdem mich das erste Abenteuer absolut begeistern konnte, habe ich mich natürlich auf das nächste gefreut. Und das kommt sogar früher als erwartet.
Auf einmal tauchen in der Stadt immer mehr Geister auf und auch die Einwohner verhalten sich von Tag zu Tag seltsamer, wirken müde und erschöpft. Und natürlich dauert es dann auch nicht mehr lange, bis schließlich in Ottos Schule das absolute Chaos ausbricht. Schnell wird klar, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht. Irgendwie scheint die Verbindung zwischen dem Dies- und Jenseits gestört zu sein, denn Sensenmann Harold, der sich in seinem wohlverdienten Urlaub befindet, hat schon länger keine Aufträge mehr erhalten, Seelen einzufangen und ins Jenseits zu befördern. Hinzu kommt, dass Otto und Emily in den Hinterlassenschaften von Ottos verstorbenem Onkel Archibald ein merkwürdiges Utensil finden. Es scheint fast so, als hätte auch Archibald etwas mit diesem ganzen Chaos zu tun. Doch kann das wirklich sein? Immerhin ist er schon seit Jahren tot …
In ihrem zweiten Abenteuer stoßen nicht nur Otto und Emily an ihre Grenzen, sondern auch der sonst allwissende Harold, der eigentlich immer einen Schritt voraus ist. Ottos Vampirfledermaus Vincent, die halb Geist und halb Fledermaus ist, trägt nicht gerade dazu bei, die Sache zu vereinfachen, denn mit seiner mangelnden Vorsicht, seinen nicht vorhandenen Manieren und seinem praktisch nicht existenten Feingefühl kostet Vincent die anderen nicht nur jede Menge Nerven, sondern bringt sie auch immer wieder in sehr brenzlige Situationen.
Wie bereits in meiner Rezension zum ersten Teil geschildert, finde ich es einfach wahnsinnig toll, wie die Autorin ein so ernstes Thema wie Tod auf so spielerische, lustige, teilweise auch herrlich skurrile Art und Weise Kindern näher bringt und dabei gekonnt auf Geschlechterklischees verzichtet und mit jede Menge Unterhaltung zu punkten weiß. Hinzu kommt diese leicht unheimliche Atmosphäre, die uns durchweg durch die Geschichte begleitet, gepaart mit einer spannenden, manchmal sogar etwas rätselhaften Handlung und wahnsinnig tollen Charakteren, die man einfach ins Herz schließen muss. Jeder von ihnen ist auf seine eigene Art und Weise richtig schön umperfekt. Die Truppe ist eine wahnsinnig amüsante, lustige und kunterbunte Mischung aus cleveren, coolen und individuellen Charakteren, die allesamt ihre Ecken und Kanten haben und der Geschichte nicht nur die richtige Portion Charme verleihen, sondern auch für einen absoluten Wohlfühlfaktor sorgen.
Insbesondere Harold, der Sensenmann, konnte mich im ersten Teil der Reihe so sehr begeistern, dass ich wahnsinnig auf seine weitere Entwicklung hin gefiebert habe, was mich dann leider auch zu einem Punkt bringt, den ich etwas schade fand, nämlich, das Harold viel zu selten in dieser Geschichte vor kommt. Seine Rolle hatte meiner Meinung nach einfach nicht genug Screentime. Seine Präsenz hat mir einfach wahnsinnig gefehlt.
Insgesamt konnte mich dieses zweite Abenteuer nicht ganz so begeistern, wie das erste und das obwohl wir diesmal sogar einen sehr interessanten Einblick in das Jenseits erhalten. In puncto Kreativität kann man Sonja Kaiblinger wirklich nichts vor machen. Ihre Geschichte strotz vor Fantasie und auch wenn wenn die Story hier und da mal ein wenig vorhersehbar ist, so enthält sie doch genau die richtige Portion Spannung, um für eine großartige Unterhaltung zu sorgen. Und trotz der teilweise sehr skurrilen Handlungsstränge, ergibt es am Ende dann doch alles Sinn, was ich einfach großartig finde.
Ich kann daher gar nicht genau greifen, woran es nun lag, dass mir der zweite Teil nicht ganz so gut gefallen hat, wie der erste. Suchtpotential hat die Reihe definitiv und mit ihrem Schreibstil überzeugt die Autorin ohnehin. Auch ihr Ideenreichtum beeindruckt mich immer wieder und doch hat mir in dieser Fortsetzung irgendetwas gefehlt. Vielleicht war es tatsächlich einfach Harold, der meines Erachtens nach in diesem Teil einfach eine viel zu kleine Rolle hatte. Auch wenn mich diese Fortsetzung eben nicht zu 100 % überzeugen konnte, so bin ich ein riesiger Fan dieser Reihe und würde sie stets jedem weiterempfehlen, egal ob Groß oder Klein. Für mich stellen diese Bücher definitiv ein Highlight dar und ich freue mich schon jetzt sehr darauf, mit dem nächsten Band weiterzumachen.
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