Barbara Honigmann lebt in Straßburg, weit weg vom berühmten Zentrum. Hier gibt es keine Parks, kein Europaparlament und keine Kathedrale. Was es gibt, ist Vielfalt: orthodoxe und weniger orthodoxe Juden, einen dreibeinigen Hund, eine ältere Dame, die nicht zurückschreckt vor der Bepflanzung fremder Balkone, einen dunkelhäutigen Priester in weißem Gewand und einen Splitternackten mit dem Po in der Sonne. Barbara Honigmann begegnet in ihrer Straße der ganzen Welt im Kleinen, erfährt von Tragödien, schließt Freundschaften, stellt sich den Enttäuschungen, aber auch Träumen ihrer Nachbarn. Ein Buch, wie es nur das Leben selbst schreibt.
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Bewertung am 06.10.2021
Bewertungsnummer: 1582895
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Barbara Honigmanns Führung durch ihre "Straße des Anfangs", in der sie nun schon so lange lebt, hat mich vom ersten Satz an in ihren Bann gezogen. Die sensiblen, humorvollen und immer aufrichtigen Schilderungen des sie umgebenden bunten Mikrokosmos, das Kommen und Gehen im Laufe der Zeit lässt sie in unserem Kopf so leicht lebendig werden. Mit viel Lust und Laune bin ich der Autorin selbst, den Spuren des "anderen Frankreichs", den "vielen Völkern" und auch ein paar Verrückten gefolgt.
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