Die Norwegisierung der Sámi im 19. und 20. Jahrhundert Magisterarbeit
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
12.09.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
72
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,6 cm
Gewicht
118 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-74089-6
Magisterarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Skandinavistik, Note: 2,0, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff ,Sámi' bezeichnet ein Urvolk in dem nördlichen Teil Europas. Die Sámi formen eine ethnische Gruppe in den modernen Staaten Norwegen, Finnland, Schweden und Russland. Sie sind eines der zahlreichsten indigenen Völker, die in Europa überlebt haben und faszinieren die Forscher seit Jahrhunderten. Bis heute stellen sich Fragen, was der anthropologische Ursprung dieses Volkes ist, woher die sámischen Sprachen stammen und wann die Territorien in Nordeuropa von ihnen zum ersten Mal bewohnt wurden. Die Geschichte dieses indigenen Volkes ist lang. Archäologischen Befunden nach ist das heutige Lebensgebiet der Sámi seit langem eine Heimat für Menschen gewesen: "Entlang der Küste Finnmarkens hat man Steinwerkzeuge gefunden, die als Beweis für eine Besiedlung des Gebietes vor 8000 Jahren dienen". Wann genau die Sámi das Gebiet besiedelten, ist laut unterschiedlichen Quellen schwer einzuschätzen. Aber das Jäger- und Fischervolk, das diese Gebiete in Nordeuropa schon seit Tausenden von Jahren besiedelt hat, bestand höchstwahrscheinlich aus den Vorfahren der heutigen Sámi. Durch die Jahrhunderte mussten die Sámi die Vereinnahmung ihres Landes beobachten und miterleben. Als ein friedliches Volk, dessen "eigene Sprache den Begriff ,Krieg' nicht aufweist", nahmen die Sámi ihre Kolonisatoren gewaltlos auf und lebten ihren Anforderungen nach, was manchmal eine Steuerzahlung an drei unterschiedliche Mächte bedeutete, die eine extreme Armut für die Sámi zur Folge hatte. Die reichen natürlichen Ressourcen von Nordeuropa - ein ergiebiger Fischbestand in dem Meer und den Seen, weitreichendes Weideland und eine Tierwelt reich an Jagdwild lockten schon immer Opportunisten an. Das war sowohl ein Segen als auch ein Fluch für die Ureinwohner des europäischen Nordens. Die Neuerungen, die die neuen Siedler mit sich brachten, hatten nicht immer einen positiven Einfluss auf das indigene Volk. Der Alkohol zum Beispiel, der unter anderem das Ende für die Ureinwohner von Amerika als einzige Herrscher ihres Kontinentes bedeutete, übte seinen verderblichen Einfluss auch auf die sámische Gesellschaft aus. Auf der anderen Seite führten die Kolonisatoren viele Modernisierungen und Verbesserungen des Lebens in dem sámischen Alltag ein.
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