Franz Kafkas 'Heimkehr'. Versuch einer Interpretation
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
24.06.2014
Verlag
GRINSeitenzahl
42 (Printausgabe)
Dateigröße
591 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656677598
herrschende personale Erzähler tritt aber hinter die Figur des sich nicht einzu-treten trauenden Protagonisten zurück und sieht die Wechselbeziehung zwischen dem nicht agierenden Ich und der darum ausbleibenden Reaktion der hinter der Tür der Küche vermuteten Familie nur mit den Augen des einsamen Ich-Erzählers. Die "Heim-kehr" ist keine Lehrparabel alten Stils, auch keine offene Parabel, da sie nach Zymner keine Transfersignale aufweist, sondern, wie schon Friedrich Beißner festgestellt hat, eine kurze Erzählung, in der Kafka die Figur eines Scheiternden konfiguriert hat. Der in eine aporetische Lage geratene und daher scheiternde Ich-Erzähler lässt sich aus meiner Sicht daher hermeneutisch deuten als eine von Kafka geschaffene erzählte Figur, in der sich die vom Autor gewollte Exklusion aus der Gemeinschaft verkörpert. Bei der inhaltlich-formalen Analyse habe ich mich der Terminologie Jochen Vogts ("Aspekte erzählender Prosa", 1998) und Jürgen H. Petersens ("Erzählerische Texte", 1989) bedient, mit der ich in meinem Oberstufenunterricht gute Erfahrungen gemacht habe. Bei der Gattungsbestimmung des Textes, ob er eine parabolische Form aufweise bzw. eine Parabel oder eine Erzählung sei, bin ich den Ausführungen R. Zymners in "Uneigentlichkeit. Studien zur Semantik und Geschichte der Parabel" (1991)gefolgt.
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