Tag für Tag sitzt Ruben in seinem Sessel und starrt aus dem Fenster. Tag für Tag sieht er den Geldtransporter, der vor der Bank gegenüber hält. Eines Tages steht er auf, geht über die Straße, nimmt einen der unbewachten Geldkoffer und macht sich davon – auf in ein neues Leben. Auf seiner Flucht durch die Nacht gerät er in einen Unfall mitten in einem Tunnel. Während draußen der Schnee fällt und die Straßen gesperrt werden, sind im Tunnel fünf Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, jeder sein dunkles Geheimnis – ein tödliches Drama nimmt seinen Lauf.
In seinem Roman 'Schnee kommt' inszeniert Bernhard Aichner ein packendes Kammerspiel menschlicher Abgründe – virtuos komponiert, temporeich und bis zur letzten Seite fesselnd.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Katrin
aus Sterzing/Südtirol
5/5
19.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Genial!
Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen und es wurde ein gigantisches Leseerlebnis.
Es wird aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt, jeder mit seiner eigenen, verborgenen Geschichte. Nach und nach erfährt man teils abgründige, kuriose, auch schrullige Einzelheiten der einzelnen Persönlichkeiten.
Es liest sich sehr flüssig und spannend.
Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand geben möchte. Ein Hoch auf den Autor!
Genial!
Bewertung
aus Grieskirchen
5/5
13.06.2016
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wow! Wie immer ein toller, bemerkenswerter...
Wow! Wie immer ein toller, bemerkenswerter Roman. Sehr fesselnder Schreibstil, man kann das Buch fast nicht aus der Hand legen!
Lesebegeisterte
5/5
23.10.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Passender Lesestoff für die kalte Jahreszeit!
Endlich neuer Lesestoff von Bernhard Aichner. In einem Straßentunnel kommt es zu einem Unfall. Fünf Menschen sind darin verwickelt. Jeder von ihnen hat ein Geheimnis. Sehr spannend zu lesen, habe das Buch in einem Stück verschlungen. Aus verschiedenen Personen wird ein gemeinsames Drama. Hervorragend! Bernhard Aichner hat es echt drauf mich jedes Mal wieder zu schockieren und zu fesseln!!
Walter M.
aus Linz
5/5
04.09.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch mit magnetisierender Wirkung!
Hier führen verschiedene (für sich selbst stehende) Handlungsstränge mehr und mehr zu einem größeren Ganzen. Wie einzelne Figuren auf Nebenbühnen, die immer vehementer auf die Hauptbühne drängen, verdichtet sich der Roman zu einer atemberaubenden Komposition. Begeistert hat mich beim Lesen außerdem der ungewöhnliche Schreibstil des Autors. Eins fügt sich zum Anderen und die Geschichte mündet in ein Kammerspiel bester Güte. Virtuos erzählt!!
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
4/5
22.01.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ungeahnte Abgründe im Tunnel brechen auf ...
Es ist spät am Abend und es beginnt zu schneien, auf den Straßen ist nicht ganz so viel los und der Tunnel wird kaum befahren. Aber doch wollen einige Autos mit ihren Passagieren den Berg durchfahren, um genau zu sein drei Wagen, denn dann passiert ein Unfall. Ein Wagen überschlägt sich und zwei fahren auf. Wird es Überlebende geben? Kommt schnell Hilfe? Wohl eher nicht, denn nicht nur im Tunnel passiert ein Drama, sondern auch am Tunneleingang kommt ein Lkw ins Schleudern und rasiert nicht nur das Wärterhäuschen um, sondern blockiert die ganze Einfahrt. Nun stecken die Leute im Tunnel und davor fest, jeder von ihnen hat eine Geschichte, ein Geheimnis und je länger das Warten auf Hilfe dauert, umso mehr nimmt das Drama seinen Lauf. Was hat jeder Einzelne zu verbergen? Welche Fäden werden wo gezogen? Und gibt es ein Entkommen aus diesem Tunnel?
Ich bin ein absoluter Fan von diesem Autor und habe nicht nur seine Blum Reihe gelesen, sondern auch seinen Max. Nun brauchte ich Überbrückungsliteratur von Bernhard Aichner, da es noch ein bisschen dauert, bis was Neues kommt und da packen wir doch die Gelegenheit beim Schopfe und gönnen uns eins seiner vorherigen Werke. Tja, und da Winter ist, klingt doch Schnee ganz passend. Wie mir das Einschneien gefallen hat, erzähle ich euch nun.
In dieser Geschichte gibt es keine zentrale Erzählfigur, da alle Mitspielenden mehr oder minder zu Wort kommen. Da haben wir das Muttersöhnchen, der die Stellung als Tunnelwärter bezogen hat. Die blinde Künstlerin, die gar nicht blind ist. Ihr Partner, der auch ganz gern die Fäuste sprechen lässt. Der entstellte Arzt, der nicht mehr schön ist und seine erfolgreiche Frau, die damit leben muss. Ein zynischer Polizist, der seine Begleitung vor dem Tunnel rausgeschmissen hat. Diese Frau steigt zu einer Familie, die sich streitet und deren Kind unaufhörlich weint. Und wir haben noch Ruben, ein Mann der, den tot schon ins Auge gesehen hat und auf den Weg in ein neues Leben ist. Jeder hat seine Geschichte, alle kommen zu Wort und was zu erst verwirrend scheint, strickt sich Stück für Stück weiter und die Maschen ziehen sich immer mehr zusammen.
Um es auf den Punkt zu bringen, es ist auf jeden Fall anders, als Blum und Max, aber nicht weniger lesenswert. Für mich war es mehr wie ein Theaterstück, da alle Figuren irgendwie miteinander verflochten sind und der große Aha-Effekt in jeder Ecke lauerte. Dadurch hatte das Ganze eine zu unrealistische Seite bekommen, allerdings, wenn man die Geschichte als Kammerspiel sieht, ist es hervorragend konzipiert. Das ist halt eine Geschmackssache, mir war es im ersten Moment zu viel des Guten.
Aber der Herr Aichner kann einfach erzählen. Er nimmt sich nämlich jeder Figur an, lässt uns sie kennenlernen, die Begebenheiten abklopfen, und hört dann am geschicktesten Punkt auf und geht zur nächsten Person über. So erfährt man häppchenweise von jeden etwas, blickt voyeuristisch in deren Leben und hat immer mehr den Eindruck, da lauert im jeden ein Untier. Einige verstecken sich gut hinter ihrer Fassade, manche treiben ein verrücktes Spiel und doch sind sie alle auf der Suche nach ihren Glück und verheddern sich dann in diesem Tunnel. Die Wahrheit wird mit jeder Seite mehr aufgedeckt und was zuerst leise anfing, erhebt sich immer mehr zu einem Paukenschlag und lässt den Leser überrascht zurück.
Schnee kommt, ist ein überraschendes Buch, was langsam an Fahrt zulegt und am Ende ziemlich einschlägt. Ich mochte es recht gern, aber ich fand seine anderen Werke ein Ticken stärker, aber lohnen tut es sich auf jeden Fall.
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