Produktbild: Die letzte Jüdin von Würzburg

Die letzte Jüdin von Würzburg

7

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.05.2014

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

4253 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644512719

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.05.2014

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

512 (Printausgabe)

Dateigröße

4253 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644512719

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  • David Möckel

    5/5

    16.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Mittelalter in all seinen Facetten

    Mittelalter in all seinen Facetten

  • Ingeborg Geib

    aus Kaiserslautern

    5/5

    25.05.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Mittelalterlicher Krimi vom Feinsten

    Als im Jahre 1349 in Strassburg die Judenverfolgung ihren Höhepunkt erreicht muss Jaelle mit ihrem Vater fliehen .Doch es gelingt nur Jaelle durch einen glücklichen Umstand zu überleben .Sie macht sich auf nach Würzburg wo laut ihrem Vater Verwandte von ihr leben.Auf der Flucht verkleidet sie sich als Mann und bekommt so in Würzburg die Chance als Schreiber bei dem Berater des Bischofs,Michael de Leone zu arbeiten. Dieser und Rabbi Moshe verpflichten unabhängig von einander Jaelle zum Spionieren.jeder will wissen was die Gegenseite so vor hat.Dabei kommt Jaelle einem gefährlichen Geheimnis Michael Leones auf die Spur. Das Buch ist sehr gut recherchiert und die Aufmachung mit den Seiten sowie es zu der Zeit damals üblich war macht das Buch zu einem echten Hingucker.Der Stil des Autors nimmt einen mit in die mittelalterliche Welt von Würzburg und beschreibt anschaulich die damalige Situation der Juden und der Judenverfolgung. Ein gut geschriebenes Buch ,das einen mitnimmt in die Welt des mittelalterlichen Würzburg.

  • Kirsi

    5/5

    27.04.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Ein großartiger historischer Roman

    Jaelle, eine junge Jüdin, überlebt nur knapp einen Pest-Progrom in Straßburg und flieht als Mann verkleidet nach Würzburg. Sie hofft dort, ihre Verwandten zu finden, die sie nicht kennt und deren Namen sie auch nicht mehr weiß. Als Schreiber "Johan" tritt sie in die Dienste des mächtigen Michael de Leone, den Berater des Bischofs. Durch ihre Arbeitsstelle wird sie auch für die jüdische Gemeinde interessant und sie wird gebeten, als Spionin Augen und Ohren offen zu halten. Gleichzeitig spitzt sich auch die Lage in Würzburg für die Juden immer mehr zu und eine gewaltige Verschwörung gegen sie ist im Gange. Roman Rausch hat mit "Die letzte Jüdin von Würzburg" ein großartiges Buch über einen der schwierigsten Zeitabschnitte in der deutschen Geschichte geschrieben. Die gute Recherche spürt der Leser auf jeder Seite. Die Geschichte ist äußerst spannend erzählt und der Leser fiebert von der ersten Seite an mit Jaelle mit. Besonders interessant ist es auch, dass historische Erklärungen nicht erst am Ende des Buches in einem Nachwort auftauchen, sondern bereits schon mitten im Buch. Diese Einschübe sind durch graue Seiten deutlich gekennzeichnet, sodass der Leser sich entscheiden kann, ob er mit der Geschichte sofort fortfahren möchte oder ob er sich lieber erst noch über die historischen Hintergründe informieren möchte. Die Charaktere sind sehr anschaulich geschildert. Der Leser kann sich leicht in Jaelle hineinversetzen, aber auch in andere Charaktere wie beispielsweise in Michael de Leone. Einzig unverständlich bleibt die Reaktion der Juden auf die drohende Gefahr - erst im Nachwort wird ihre Haltung schlüssig erklärt, hier wäre eine frühere Erklärung gut gewesen. Roman Rausch gelingt es, die Spannung Stück für Stück aufzubauen und zwar in den beiden Plots des Romans: einmal in der Geschichte um Jaelles Angehörige und dann auch in der Zuspitzung der Situation der Juden. Beide Geschichten steigern ihre Spannung im Verlauf des Buches, sodass man den Roman nicht mehr aus der Hand legen kann. "Die letzte Jüdin von Würzburg" ist ein gut recherchierter Roman, der mit seinen Charakteren und seiner spannenden Geschichte überzeugen kann. Für mich ist es einer der besten historischen Romane und ich werde ihn garantiert wieder lesen.

  • KimVi

    aus Niedersachsen

    4/5

    20.04.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Die junge Jüdin Jaelle…

    Die junge Jüdin Jaelle entkommt einem Pest-Pogrom. Kurz vor seinem gewaltsamen Tod, schärft Jaelles Vater ihr ein, sich auf den Weg nach Würzburg zu machen. In der dortigen jüdischen Gemeinde lebt ein Verwandter, der sie sicher aufnehmen wird. In Männerkleidung, und als Christ getarnt, macht sie sich als "Johan" auf den beschwerlichen Weg. Dabei lernt sie Michael de Leone, einen wichtigen Berater des Würzburger Bischofs, kennen. Dieser nimmt Johan als Schreiber in seine Dienste auf. In der jüdischen Gemeinde wendet sich Jaelle an Rabbi Moshe. Da Jaelle die wichtigen Schriftrollen, die Auskunft über ihre Herkunft geben, auf der Flucht verloren hat, empfiehlt der Rabbi ihr, auf das Angebot von Michael de Leone einzugehen und die Tarnung als christlicher Mann zunächst aufrechtzuerhalten. Denn dadurch bekommt der Rabbi Einblicke in die Vorgänge am Bischofshof und hofft, drohendes Unheil frühzeitig zu erkennen. Nur widerwillig lässt sich Jaelle auf das gefährliche Spiel ein..... Die Zusammenfassung des Inhalts lässt vermuten, dass es sich hier um einen "Frauen-in-Hosen-Roman" handelt, bei dem der historische Hintergrund lediglich dazu dient, einer romantischen Liebesgeschichte den passenden Rahmen zu geben. Doch das ist weit gefehlt, denn "Die letzte Jüdin von Würzburg" hat weitaus mehr zu bieten. Es handelt sich um einen sehr gut recherchierten historischen Roman, in dem das Schicksal der Würzburger Juden erzählt wird. Die Geschichte der Jüdin Jaelle ist fiktiv, allerdings beruht sie auf den damaligen Ereignissen. Gemeinsam mit Jaelle taucht man in die vergangene Zeit ein, und erlebt das Geschehen in der Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven. Denn Jaelle hat durch ihre doppelte Identität die Möglichkeit, die Stimmung im christlichen und auch im jüdischen Teil der Stadt zu erkunden und sich dort zu bewegen. Roman Rausch gelingt es dabei sehr gut, das Leben in der Stadt zu beschreiben. Man kann sich beim Lesen alles mühelos vorstellen und in die Handlung eintauchen. Jaelle ist sehr sympathisch. Sie passt in ihre Zeit und wirkt nicht unglaubwürdig. Dadurch fällt es leicht mit ihr mitzufiebern. Denn schon bald nimmt man zwischen den Zeilen die drohende Gefahr für die jüdische Bevölkerung wahr. Doch niemand scheint die Anzeichen dafür allzu ernst zu nehmen. Fassungslos beobachtet man, wie Lügen verbreitet werden, die von der Bevölkerung gierig aufgesogen werden. Denn es ist doch ziemlich praktisch, für die Pest und drohende Missernten einen Sündenbock parat zu haben, den man ganz nebenbei auch noch um sein Vermögen erleichtern kann. Eine romantische und vorhersehbare Liebesgeschichte braucht man hier nicht zu befürchten. Obwohl auch hier Gefühle eine Rolle spielen, drängen sie sich nicht zu sehr in den Vordergrund der Erzählung. Roman Rausch gelingt es in diesem Roman Fiktion und traurige Realität gut aufeinander abzustimmen. Ganz nebenbei bekommt man hier geschichtliche Fakten vermittelt, die lange nachwirken und zum Nachdenken anregen. Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen, da er sich wohltuend aus der breiten Masse abhebt und sich dabei nicht zu einem kitschigen Liebesroman wandelt. Ein dunkles und nicht gerade ruhmreiches Kapitel der Geschichte wird hier interessant und lebendig vermittelt. Ich vergebe deshalb begeisterte vier Sterne und eine klare Leseempfehlung. Das eine Sternchen ziehe ich ab, da mir die politische Situation stellenweise zu viel Raum einnahm. Obwohl ich zugeben muss, dass dieses Hintergrundwissen sicher nötig ist, um die Lage richtig einzuschätzen.

  • Katzenpersonal Kleeblatt

    aus Berlin

    4/5

    05.05.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Jaelle geht ihren Weg

    Die 17-jährige Jüdin Jaelle entkommt im Jahr 1349 nur knapp einem Pest-Progrom. Ihr Vater konnte ihr noch kurz vor seinem Tod ans Herz legen, nach Würzburg zu fliehen, dort würde es jemanden geben, der ihr helfen würde. Nur leider war Jaelle nie so emsig, sich die Namen zu merken. So flieht sie nun, als Mann verkleidet und sich Johan nennend, nach Würzburg und hofft auf ihr Glück. Unterwegs begegnet sie Michael de Leone, der ihr anbietet, nachdem er gehört hat, dass sie Lesen und Schreiben kann, bei ihm als Schreiber zu arbeiten, was sie ablehnt. Michael de Leone ist Berater des Bischofs und hat Macht. Jaelle sucht im Judenviertel von Würzburg ihre Verwandten und trifft dort auf Rabbi Moshe und seiner Frau. Die beiden nehmen sich Jaelle an und raten ihr, als Spion für die Juden die Stelle bei Michael de Leone anzutreten. Dieser wiederum möchte sie als Spion im Judenlager nutzen, um zu erfahren, wie die Stimmung ist. Die Juden werden in Würzburg durch den Bischof geschützt, aber bald kippt die Stimmung im Land um ... Die Juden sind im 14. Jh. vielen Anfeindungen ausgesetzt. Ihnen wird Brunnenvergiftung angedichtet, die Verbreitung der Pest, Frosteinbrüche im Weinbau und vieles mehr, für was einfach irgendjemand zur Rechenschaft gezogen werden muss. Die Verleumdungen nehmen zu, zumal viele Bürger durch Geldanleihen bei den Juden bei diesen hoch verschuldet sind und nicht nur vereinzelte Bürger, sondern es reicht weit bis ins Bischofstum, ja selbst bis zum Kaiser und Papst hoch. Schon aus diesem Grund sind Juden nicht gern gesehen und werden angefeindet. Der Kaiser sieht die Juden als sein Eigentum, was er großzügig "verleiht". So gibt es beispielsweise in Würzburg ein Judenviertel, das vom Bischof geschützt wird. In vielen Städten wie Straßburg und Erfurt wird brutal gegen die Juden vorgegangen, für einen offiziellen Anlass musste nicht lange gesucht werden, denn die Pest war schon allgegenwärtig. In genau diese Zeit fällt der historische Roman des Autors Roman Rausch. Geschichtlich sehr gut recherchiert, bringt er dem Leser die furchtbare und grausame Zeit der Judenverfolgung im 14. Jh. nahe. Die historisch belegten Personen Michael de Leone und Albrecht II. als Bischof machen die Geschichte glaubwürdig. Auch wenn Jaelle eine fiktive Person ist und andere Nebendarsteller ebenso, bringt es dem Leser doch eine glaubhafte Darstellung der jüdischen Geschichte im Würzburger Raum des 14. Jh. nahe. Es ist eine rührende Geschichte um die Jüdin Jaelle. Als einzige Überlebende aus dem Progrom von Straßburg flüchtet sie nach Würzburg, in der Hoffnung, dort vor Übergriffen auf die Juden sicher zu sein. Sie geht mutig ihren Weg, ist allseits beliebt, auch unter dem Deckmantel als Johan. Eine Protagonistin, die man ins Herz schließen muss, die nie aufgibt. Dieser Roman bietet einen Blick in ein Kapitel unrühmlicher deutscher Geschichte, die sich Jahrhunderte später wiederholen sollte. Trotz des ernsten Themas ein Roman, der sich gut lesen lässt und den ich geschichtsinteressierten Lesern gern weiterempfehle.

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