"Es war das Jahr des Herrn 1989. Die Menschen hörten von Kriegen und von Aufständen, doch sie ängstigten sich nicht, denn das alles musste sich ereignen." So beginnt der Roman "Die Flügel" des Autors Cartarescu aus Rumänien, das Finale der "Orbitor"-Trilogie. Hintergrund bildet die Wandlung der Gesellschaft während der Revolution in Bukarest. Auf den Straßen spielen sich tumultartige Szenen ab, in der Wohnung des Ich-Erzählers läuft tagein, tagaus der Fernseher, und er taucht ein in die Geschichten seiner Vorfahren. So entsteht ein Kaleidoskop von Bewusstseinssplittern – und eines der großartigsten, exzessivsten Werke der Weltliteratur.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
22.10.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Exzessiv
"Es war das Jahr des Herrn 1989. Die Menschen hörten von Kriegen und von Aufständen, doch sie ängstigten sich nicht, denn das alles musste sich ereignen.", so ist der Beginn des letzten Bandes der Orbitor-Trilogie. In der Wohnung des Protagonisten läuft Tag und Nacht das Fernsehgerät, dass über die Umwälzungen der rumänischen Gesellschaft gegen Ende der Ceaucescu-Herrschaft informiert. Was es zu bewundern gilt, ist die Wortgewalt des Autors, sie fordert den Leser, der, so er es geschafft hat, weiß, dass er Weltliteratur zu sich genommen hat.
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