Für Daniel ist die Nachricht ein Schock: Seine Mutter, die seit Kurzem mit ihrem Mann in Schweden lebt, wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Tilde leide unter Wahnvorstellungen, behauptet Daniels Vater. Doch Tilde selbst, die aus Schweden zu ihrem Sohn nach London flieht, erzählt eine ganz andere Geschichte. Eine von vertuschten Verbrechen in einer eingeschworenen kleinen Gemeinschaft und vom Verschwinden einer jungen Frau. Doch niemand will ihr glauben. Nun ist Daniel ihre letzte Hoffnung.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
5/5
10.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Welch ein grandioser Spannungsroman....
Welch ein grandioser Spannungsroman. Smith schafft es nach "Kind 44" nochmals, mit einem innovativen Plot, einer bedrückenden Atmosphäre und jeder Menge Spannung zu über zeugen.
Bewertung
aus Berlin
5/5
10.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Die Geschichte geht echt an die...
Die Geschichte geht echt an die Nerven. Man fiebert sehnsüchtig dem Ende entgegen. Manchmal kaum auszuhalten.
kvel
5/5
28.05.2015
Buch (Taschenbuch)
"Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."
"Ich brauche keinen Arzt. Ich brauche die Polizei."
(Zitat von der Umschlaginnenseite)
Inhalt:
Daniels Mutter kommt völlig überstürzt zu ihm, um ihm zu überzeugen, dass sie einem Verbrechen auf der Spur ist und ihr Mann (Daniels Vater) versuche sie zum Schweigen zu bringen.
Daniels Vater erklärt ihm, dass seine Mutter Hilfe braucht und am besten in die Psychiatrie eingeliefert werden sollte.
Daniel fühlt sich zwischen seinen Eltern hin- und hergerissen.
Wem soll er glauben? Wem gilt seine Loyalität?
Und er stellt sich die Frage, ob er seine Eltern wirklich kennt.
Hint: Die "einzige" Handlung des Romans sind quasi die Schilderungen der Mutter, was sie erlebt und welche Befürchtungen sie hat.
Meine Meinung:
Der Roman ist sehr, sehr spannend geschrieben.
Natürlich habe ich beim Lesen mitgerätselt:
Worauf läuft es hinaus? Was ist wahr? Was kann wahr sein?
Der Autor hat ein wunderbares Talent nachvollziehbar zu beschreiben, was jemanden antreiben kann, wenn es um Lebenslügen geht, um den Schönen Schein zu wahren - auch innerhalb der Familie.
"Ich hatte Gewohnheit für Verstehen gehalten und geglaubt, die gemeinsam verbrachten Stunden wären ein Maßstab dafür, wie gut ich sie kannte." (S 150)
Und meiner Meinung nach, hat der Autor eine wunderbare Beobachtungsgabe und Talent Situationen zu beschreiben.
Beispielsweise über einen Besuch im Seniorenheim:
"Das Zimmer selbst war unpersönlich. In zwei Stunden hätte man es für jemand anderen herrichten können. Das war kein Heim. Es war ein Ort für die Durchreise - ein Wartezimmer zwischen Leben und Tod." (S. 178)
Das Ende hat mich sehr berührt und zum Weinen gebracht.
Fazit:
Großes Kompliment an den Autor für diesen sehr gut aufgebauten Roman.
Lesebegeisterte
5/5
06.12.2014
Buch (Taschenbuch)
Sehr spannend!
Daniels Mutter soll verrückt sein und an Wahnvorstellungen leiden, sagt der Vater. Doch so recht glaubt Daniel nicht daran . Tilde selbst erzählt eine unglaubliche Geschichte. Ein Psychothriller der in Schweden spielt. Sehr spannend zu lesen! Auch zu empfehlen: Kind 44, Agent 6.
tassieteufel
4/5
02.01.2018
Buch (Taschenbuch)
Daniels Eltern haben nach…
Daniels Eltern haben nach einem langen Arbeitsleben Haus und Gärtnerei verkauft und sind auf einen abgelegenen Bauernhof in Schweden gezogen, wo sie ihren Ruhestand genießen wollen. Daher fällt Daniel aus allen Wolken als er einen Anruf von seinem Vater erhält, dass Mutter Tilde in die Psychiatrie eingeliefert werden mußte, da sie Verfolgungsängste und Wahnvorstellungen hat. Doch plötzlich steht Tilde bei Daniel in London vor der Tür und erzählt eine völlig anderen Geschichte, vom Verschwinden einer jungen Frau, von Missbrauch und vertuschten Verbrechen. Niemand will ihr glauben und da auch scheinbar Daniels Vater involviert ist, ist Daniel ihre letzte Hoffnung. Daniel ist hin und her gerissen zwischen seinen Eltern und ihren gegensätzlichen Aussagen. Er versucht sich selbst ein Bild zu machen und stößt auf Geheimnisse und Lügen in seiner Familie. Als Leser lernt man zunächst kurz Daniel kennen, der sich in London mehr oder weniger treiben läßt, er wähnt seine Eltern gut abgesichert in Schweden ihren Ruhestand genießen, doch auch das entpuppt sich als Illusion, als seine Mutter ihm später von finanziellen Schwierigkeiten berichtet. Er selbst hat es immer noch nicht geschafft, seinen Eltern von seiner Homosexualität zu berichten und als dann unerwartet seine Mutter vor der Tür steht, muß er Lebenspartner Mark als Mitbewohner vorstellen. Das Buch als Thriller zu bezeichnen ist vielleicht ein wenig irreführend, wer rasante Action und verwickelte Verschwörungen erwartet, der wird mit Sicherheit enttäuscht sein. Denn die Geschichte entwickelt sich nur langsam und das das Geschehen wird hauptsächlich in Dialogen zwischen Mutter und Sohn erzählt. Tilde berichtet rückwirkend anhand zahlreicher Beweise die sie gesammelt und einem Tagebuch das sie geführt hat, ihrem Sohn, was sich seit ihrem Umzug nach Schweden zugetragen hat. Die Spannung zieht sich hier mehr aus der Frage, wem von seinen Eltern Daniel glauben soll. Das Bild das Daniel von seinen Eltern hat, bricht vollkommen zusammen. Auch dass er seinen Eltern seine sexuelle Orientierung und seine berufliche Erfolglosigkeit verschwiegen hat, hat dazu geführt, dass sich zwischen Eltern und Sohn eine Entfremdung eingestellt hat, die Daniel nun doppelt trifft. Er beschließt, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, borgt sich von Mark Geld und fährt nach Schweden um dort auf Spurensuche zu gehen und was er herausfindet, ist völlig anders, als man eigentlich erwartet hat. Statt Thrill und Action stehen hier eindeutig die Protagonisten im Vordergrund, ihre Gefühle und Empfindungen und die hat der Autor sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert. Einziger Wermutstropfen war für mich das doch recht abrupte Ende, das im Gegensatz zum Rest der Story recht abrupt daher kam. Die Auflösung war für mich zwar unerwartet, aber dafür glaubwürdig und in sich stimmig. Interessant ist auf jeden Fall auch das Nachwort, in dem Autor schildert, wie es zu dem Buch gekommen ist. Fazit: ein tiefgründiger Thriller, bei dem aber der "Thrill" eindeutig nicht im Vordergrund steht. Trotz der eher leisen Töne zieht die Geschichte den Leser in den Bann, weil lange Zeit völlig unklar ist, wer von Daniels Eltern Recht hat und vor allem was hinter allem steckt. Was ist Wahrheit, was Lüge? Wem kann man glauben?, das sind hier die zentralen Fragen die den Leser lange Zeit im Ungewissen lassen und so hintergründige Spannung erzeugen. Das abrupte Ende hinterläßt aber doch einen etwas zwiespältigen Eindruck, da die bisher sehr ausführliche Geschichte plötzlich endet und für Tilde einen Ausgang suggeriert, der so einfach kaum sein kann.
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