Produktbild: Im Universum der Zeit
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Im Universum der Zeit Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis des Kosmos

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.05.2014

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

3298 KB

Originaltitel

Time Reborn: From the Crisis in Physics to the Future of the Universe

Übersetzt von

Jürgen Schröder

Sprache

Deutsch

EAN

9783641104924

Beschreibung

Rezension

»Smolins mitreißend geschriebenes Buch beschränkt sich nicht auf Physik und Kosmologie, sondern zielt auch weit in die Philosophie und Literatur.«

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

12.05.2014

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

3298 KB

Originaltitel

Time Reborn: From the Crisis in Physics to the Future of the Universe

Übersetzt von

Jürgen Schröder

Sprache

Deutsch

EAN

9783641104924

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  • Bewertung

    5/5

    11.11.2021

    Buch (Paperback)

    Im Universum der Zeit

    Das Universum ... unendliche Weiten! Spätestens seit Einstein wissen wir, dass „Zeit“ in dieser Form tatsächlich nicht existiert, sondern zusammen mit dem Raum ein Kontinuum bildet. Aber auch schon die alten Philosophen waren überzeugt, dass „Zeit“ ein mundanes Konzept darstellt, lediglich eine Abstraktion höherer, göttlicher und allgegenwärtiger Prinzipien. Auch Wissenschaftler heute kommen darüber gern ins Schwärmen, und die Mathematik(er) sowieso. Trotz der Quantenmechanik scheint das Universum doch letztlich klar deterministisch zu sein, die Naturgesetze in Stein (oder Quantenschaum) gegossen. Die Widersprüche, die sich ergeben, wenn man Relativitätstheorie und Quantenmechanik verbinden will, lassen sich sicher mit der nächsten Revision der Theorien wegerklären. Alles ... FALSCH! So zumindest die steile These von Lee Smolin. Vorneweg zum Autor: Nein, keine Sorge, hier bekommen Sie keine Esoterik aufgetischt, auch keine Weltanschauung. Es geht lediglich um klare, kalte Wissenschaft. Ein bisschen Vorwissen bezüglich allgemeiner Relativitätstheorie, Quantenmechanik und mathematischen Begrifflichkeiten sollten Sie mitbringen, denn Smolin steigt gleich voll ein. Aber von Formelwüsten bleiben sie verschont, sodass auch Laien (wie ich) das Buch mit Gewinn lesen könne. Worum genau geht es also? Lee Smolin geißelt gleich am Anfang das, was er den modernen Mystizismus in der Wissenschaft nennt: Da die Theorien nicht so ganz zusammenpassen und es letztlich keine Erklärung gibt, warum die Naturgesetze so sind, wie sie sind, wird einfach ein Erklärungsgebäude drum herum geschustert, das zwar Sinn gibt, aber nicht falsifizierbar ist, wie die Multiversumstheorie. Das grundlegende Problem: Die geistigen Werkzeuge, die hervorragend dabei funktionieren, ein geschlossenes System (von der Schuhschachtel bis zum Supercluster) zu beschreiben, sind inhärent ungeeignet dafür, die Kosmologie als Ganzes zu beschreiben, da diese per strenger Definition eigentlich kein „Draußen“ zulässt. Also wird einfach gemogelt und ein „Draußen“ definiert, für das es weder Beweise gibt noch Beweise geben kann (da jedes andere Universum kausal komplett von unserem entkoppelt sein muss). Auch dass Naturgesetze immer da und unveränderlich sind, ist ja einerseits schon sachlich falsch (direkt nach dem Urknall MÜSSEN sie anders beschaffen gewesen sein), und tatsächlich ebenfalls nicht falsifizierbar (jedenfalls momentan). Letztlich gibt es keinen Grund anzunehmen, dass c und seine Freunde überall regieren. Smolin stellt als Alternative eine Evolutionstheorie des Universums auf, nach dem sich die Gesetze organisch entwickeln, hin zu lokalen Optima, die schwarze Löcher begünstigen, die wiederum neue Universen hervorbringen. Puh, alles sehr harter Stoff. Wenn Ihnen das jetzt vorkommt wie teilweise wahnwitziges Gewäsch, das auch von einem Irren auf einer Parkbank stammen könnte: Mir geht es genauso. Das Problem: Jede andere große Theorie oder Hypothese der Kosmologie (Superstrings, Brane, M-Bran, Multiversum nach der Kopenhagener Interpretation, Quantenschleifengravitation usw. usf.) ist MINDESTENS genauso wahnwitzig. Smolin kann sich durchaus auf prominente Unterstützung und Titanen der Physik wie Feynman und Dirac berufen, aber ob er letztlich Recht hat kann momentan noch niemand beurteilen. Auf jeden Fall ist die Kosmologie ein höchst spannendes Feld, und vielleicht (nur vielleicht) wird man ja noch zu unseren Lebzeiten darauf kommen, ob Smolin die großen Rätsel ansatzweise geknackt hat oder nicht. Ich wünsche es mir jedenfalls, denn sein Modell spricht mich deutlich mehr an als das deterministische, bei dem man sich vorkommt wie eine Fliege, gefangen in Bernstein. Ein Buchtipp von Konstantin Klaiber im Juli 2016

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