Olga Grjasnowas Roman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" und die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.04.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
264 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656403104
Ich habe Olga Grjasnowa Erstlingswerk gewählt, da es mich während und nach der Lektüre sehr bewegt hat und mir die Idee lieferte für diese Analyse.
Die fragmentarischen Zeitstrukturen in Grjasnowas Roman reißen den Leser in eine Art "Zeitstrudel", in dem die Orientierung entlang einer chronologischen Zeitachse verloren geht. Die Zeiten wie Vergangenheit und Gegenwart, sowie die damit verknüpften Orte unterliegen keiner durchgehenden chronologischen Ordnung. Die vermeintliche Gegenwart vermischt sich bis zur Unkenntnis mit den Erinnerungen an bestimmte Momente, Erlebnisse oder Lebenssituationen der Protagonistin Mascha.
Die Antwort auf die Frage nach Transnationalität oder einer Neuen Weltliteratur, die aufkommt beim Hinzuziehen von Sturm-Trigonakis' Konzept, wird nicht Hauptanliegen meiner Arbeit sein. Es wird keine kategorische Abhandlung der Bedingungen, die an Transnationalität oder/und eine Neue Weltliteratur geknüpft sind. Stattdessen werde ich eine Bedingung, die Kategorie der Zeitstruktur, aus Sturm-Trigonakis¿ Konzept einer NWL hervorgehoben betrachten und im theoretischen Zusammenhang, besonders Bachtins, an besagtem Roman analysieren. In Bachtins Chronotopos spielt auch der Raum eine unweigerliche Rolle, doch diese werde ich, seinem Beispiel folgend, nicht gesondert von der Zeitstruktur des Romans behandeln, sondern nur, wenn ein direkte Verbindung aufgezeigt werden kann.
Der Aufbau meiner Arbeit wird mit der kurzen Darlegung der grundlegenden Theorien von Bachtin und Sturm-Trigonakis in ihren, für mich relevanten, Wesenszügen beginnen, um dann im Folgenden zur Anwendung dieser theoretischen Konzepte in der Romananalyse kommen zu können. Ein abschließendes Fazit soll meine Arbeit insbesondere in Bezug auf meine Zielsetzung auswerten:
Ich möchte anhand dieses Romans und mithilfe besagter Theorien unser als selbstverständlich empfundenes Zeitkonzept hinterfragen. Unsere feste Überzeugung vom chronologisch erfolgenden Fortschritt, der Ordnung der Weltgeschichte.
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