Erich Honeckers Politik war im Politbüro der SED nicht unumstritten. Gegen seine Entscheidung, die politische Herrschaft kurzfristig durch soziale Leistungen auf Kosten mittel- und langfristiger Perspektiven zu stabilisieren, erhoben sich im engeren Führungskreis viele kritische Stimmen. Andere Fragen wie die Gestaltung der deutsch-deutschen Beziehungen waren sogar Gegenstand regelrechter Richtungskämpfe. Andreas Malycha, Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte und profunder Kenner der Materie, zeichnet diese bislang kaum erforschten internen Konflikte und Debatten nach und entwirft dabei ein ebenso lebendiges wie komplexes Bild der SED-Diktatur. Mit seinem glänzend recherchierten Buch greift er in aktuelle Forschungskontroversen ein, die um die Reichweite totalitärer Machtansprüche und die "Grenzen der Diktatur" geführt werden.
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Bewertung
aus Frankfurt
5/5
04.04.2021
eBook (PDF)
Bewertung zum Buch "die SED in der Ära Honecker"
Das Buch ist eine vorzügliche Analyse der Honecker-Ära. Glückwunsch an den Autor, sehr umfangreich und präzise analysiert.
Wenn man sich dann noch mit dem Stalinfaschismus insbesondere nach 1945 auseinandersetzt, kann man die Perversität dieses Systems wieder "hautnah" spüren.
Vielen Dank.
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