Interview mit einem Vampir
Claudias Story | Wunderbar illustrierte Comic-Adaption des Topseller-Romans erzählt die weltberühmte Geschichte aus der Sicht des Vampirs Claudia
Eine neue Stimme bereichert die Welt der Vampire - fantastische Comic-Adaption!
Bereits als kleines Mädchen wird sie von dem Vampir Lestat verwandelt und lebt fortan mit ihren beiden Vampir-Vätern Louis de Pointe du Lac und Lestat de Lioncourt auf einem herrschaftlichen Anwesen. Viele Jahre des vollkommenen Glückes vergehe, bis sich allmählich Unzufriedenheit bei Claudia einstellt, weil sie von jedem wie ein kleines Kind behandelt wird, obwohl sie doch inzwischen schon reich an »Lebenserfahrung« ist! Mit der Unzufriedenheit steigt auch ihr Verlangen nach Blut... Claudia - Waise, Tochter, Opfer, Monster...
Kunstvoll adaptierte Graphic Novel für Fans düsterer Vampir-Geschichten!
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Düster und fesselnd
V. am 14.03.2025
Bewertungsnummer: 2438808
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Für mich definitiv einer der besten Vampirromane überhaupt und ich habe ihn geradezu verschlungen. Die Dynamik ist perfekt und man wird als Leser langsam immer tiefer in die Welt der Dunkelheit geführt, fast ohne es zu merken. Ich musste mich zwingen, beim Lesen Pausen zu machen, weil ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, sondern immer wissen wollte, wie es weitergeht. Eine rundum perfekte Geschichte, die ich nicht zum letzten Mal gelesen habe.
Prickelnd wie Champagner in alles umfassender Dunkelheit
NiWa am 02.11.2024
Bewertungsnummer: 2331904
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Vampir Louis gibt ein Interview über sein bisheriges (Un-) Leben und zeichnet damit ein Bild der modernen Vampire, sodass einen das Blut gefriert.
„Interview mit einem Vampir“ zählt für mich zu den Vampir-Klassikern, obwohl die Erstveröffentlichtung erst 1976 war. Das Gespräch zwischen dem Reporter und Vampir Louis findet in den 1970er-Jahren statt, hingegen ist der berühmte Film mit Brad Pitt und Tom Cruise in den 1990ern angesiedelt.
Für ihr Horror-Drama über den Werdegang eines Vampirs, hat sich Autorin Anne Rice eine interessante sowie fesselnde Rahmenhandlung ausgedacht: Vampir Louis berichtet einem Journalisten chronologisch von seinem Leben, dem Tod und was danach alles geschah.
Hierzu ist das Buch in vier Teile gegliedert, wovon jeder eine Etappe in Louis Entwicklung präsentiert.
Von sich allein aus handelt es sich hierbei um eine faszinierende Geschichte, die über eine Spanne von ungefähr 200 Jahren geht. Es begann im Jahr 1791 und endet in den 1970ern, als das letzte Wort des Interviews gesprochen ist.
Dabei beginnt Louis mit seinem Leben als Mensch, welche Schicksalsschläge ihn ereilten und wie es dazu kam, dass er von Lestats Blut getrunken hat. Während des gesamten Gesprächs werden Umstände und die emotionale Verfassung, seine Einschätzung Lestats und der allgemeinen Situation, derart farbenprächtig und schillernd beschrieben, dass ich meinte, selbst mit den Blick eines Vampirs ausgestattet zu sein.
Das dunkle Duo wird im nächsten Abschnitt um einen weiteren Vampir ergänzt. Es handelt sich um ein kleines Mädchen, welches aus dem Elend in die Fänge des Todes gerissen wird. Brillant, luxuriös und prickelnd wie Champagner sind diese gemeinsamen Jahre, obwohl stets tiefgreifende Fragen im Hintergrund stehen.
Daraus entwickelt sich eine Suche, welche im vierten Teil vordergründig ist. Es handelt davon, ihresgleichen zu finden, sich mit anderen Vampiren auszutauschen und vielleicht zu erfahren, wo einst der Anfang lag.
Am Ende findet Louis’ letzter Entwicklungsschritt statt und das Interview wird beendet, obwohl dem Reporter tausende Fragen auf der Seele brennen.
Anne Rice schafft eine packende Handlung anhand zweier Figuren. Louis, der schöne und junge Vampir, im Angesicht seines Schöpfers Lestat, welcher düster und charismatisch ist. Beide wirken authentisch, echt und sind in ihrem Wesen so verschieden, dass es auf jeder Seite zischt, weil Feuer auf Eis trifft.
Dabei greift die Autorin auf erschütternde Weise drängende Fragen des Vampirismus auf. Sie lässt Louis mit seinem Schicksal hadern, setzt ihn zehrende Schlachten mit seinem Gewissen aus, stellt seine Denkweise bloß und führt ihm die eigene Arroganz vor Augen, die ihm doch bei seinem Gefährten Lestat ein solcher Dorn im Auge ist.
„Interview mit einem Vampir“ ist für mich, neben Bram Stokers „Dracula“, das beste Vampirbuch, welches ich bisher gelesen habe. Die umgreifende Dunkelheit, der glänzende nächtliche Schein und die Tragödie des vermeintlich ewigen Lebens werden selten so glaubwürdig dargestellt. Wer Anne Rices atmosphärische Düsternis des Vampirismus erleben will, trifft hiermit sicherlich eine gute Wahl.
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