Der Internationale Währungsfonds - Aktuelle Reformansätze mit Kritik
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.04.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
113 (Printausgabe)
Dateigröße
4016 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638188364
Weltwirtschaftskrise durch Bereitstellung von Hilfskrediten für Stabilität und
Sicherheit sorgen. Doch für was steht der IWF heute?
Der Fonds ist nun seit über zehn Jahren ins Fadenkreuz der öffentlichen Kritik
geraten. Er hat sich für viele zum Feindbild gewandelt. Er steht heute für einen
ungerechten und unmenschlichen Globalisierungsprozess, gegen den, wie zuletzt in
Genua, Hunderttausende auf die Straßen gehen. Die Aktionen des IWF stehen wie
noch nie im Fokus der Öffentlichkeit und werden von allen Seiten harsch kritisiert. Zu
den Dauergegnern des Fonds vom linken politischen Spektrum haben sich seit
einigen Jahren auch Kritiker aus dem konservativem Lager gesellt und es scheint,
als würden seine Aktionen bereits vorher zum Scheitern verurteilt. Für die einen ist er
der Verkünder des amerikanischen "Raubtier-Kapitalismus", für die anderen der
"Geldautomat" wirtschaftlich schlecht geführter Länder mit korrupten und
diktatorischen Regimen. Praktisch für jede Seite ist der IWF eine "böse" Institution.
Regierungen sehen sich durch seine Kreditprogramme in ihrer Souveränität verletzt.
Globalisierungsgegner kritisieren ihn für seine unsozialen Strukturanpassungs- und
Sparprogramme. Marktfundamentalisten sehen in ihm den Brandstifter der letzten
Wirtschaftskrisen, da er die Märkte am effizienten Funktionieren hindere. Politiker der
G7 Staaten sehen ihre Gelder ohne Wirkung verschwendet. Man könnte sagen, der
IWF ist der unbeliebteste "Feuerwehrmann" der Welt. So hat es der IWF im
vergangenen Jahrzehnt geschafft, fast alle negativen Schlagzeilen aus der
Weltwirtschaft mit seinem Namen zu verbinden. Dabei sind vor allem die
Wirtschaftskrisen der 1990er Jahre im Gedächtnis geblieben. Die Krisen in Mexiko, Russland , Südost-Asien, Brasilien und zuletzt, seit 2001 in Argentinien, führten zu
Massendemonstrationen gegen Fonds und Länderregierungen. Durch die sozialen
Folgen der IWF Programme kam es in Ländern wie Indonesien (1997) und
Argentinien (2001) zu politischen Unruhen und Politikwechseln.
Die Kritik am IWF ist einhellig, wenn es aber um dessen Reform geht, scheiden sich
die Geister. Von der Abschaffung des Fonds bis zur Ausweitung seiner Aufgaben
ziehen sich zahllose Vorschläge hin. Aber wo befindet sich der derzeitige Stand der
Diskussion und wo sollten Reformen ansetzen? Genau dazu soll diese Arbeit einen
Beitrag leisten.
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