"Genaues wissen wir nicht..." Krisenberichterstattung am Beispiel der Liveübertragungen in den ersten Stunden des 11. September im deutschen Fernsehen
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.09.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
156 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638418317
Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Anschlag und der Tag an dem er geschah, solch gravierende Folgen für die Weltpolitik hatte. Zum Einem natürlich der Angriff auf die USA auf eigenem Territorium. Nie zuvor ist dieses Land so tief in seinem Selbstverständnis und in seinem Gefühl der Unangreifbarkeit verletzt worden, zudem von einer nichtstaatlichen, terroristischen Organisation. Zum Anderen natürlich das Ausmaß, welches dieser Anschlag erreichte.
Nicht zuletzt allerdings muss man auch den Eindruck dieses Ereignisses und dieses Tages erwähnen, den er weltweit hinterlassen hat. Es war ein mediales Großereignis. Die ganze Welt konnte die Ereignisse in (vor allem) New York live am Fernsehen verfolgen. Das Unfassbare per Direktübertragung. Der zweite Einschlag in den Südturm war bereits live auf CNN zu sehen. Eine Repräsentativstudie der TU Ilmenau hat ergeben, dass fast 70% der deutschen Bevölkerung innerhalb von einer Stunde über das Geschehen in den USA informiert war. Der Einsturz der brennenden Bürotürme wurde von mehr Zuschauern am Bildschirm verfolgt, als irgendeine andere Katastrophe zuvor. Ulrich Wickert meint dazu: "Am Tag der Terroranschläge waren es die Fernsehbilder [...], die die Zuschauer vor den Fernseher bannten."
Es darf vermutet werden, dass die Terroristen vom 11. September 2001 auch diese Wirkung im Auge hatten. Neben der Tatsache, dass ihnen das Unglaubliche gelungen war, die USA zu demütigen, wollten sie mit Sicherheit auch genau diesen Effekt erzielen. Die Verbreitung des Schreckens von New York aus über die ganze Welt. Anderes wäre dieser Anschlag auch nicht zu erklären. Die Heftigkeit, mit der man hier vorging und die Brutalität sollten so real wie möglich auch die Leute erreichen, welche nicht vor Ort waren. Auf diese Art haben sie es erreicht, Angst und Schrecken auch dorthin zu transportieren, wo sie selbst nicht zugegen waren. Um die Berichterstattung am 11. September soll es in dieser Arbeit gehen. Dazu soll zunächst die Krisen- und Kriegsberichterstattung allgemein vorgestellt, später auf das Verhältnis von Terrorismus und (Massen-) Medien eingegangen und im Hauptteil auf die Berichterstattung am 11. September speziell im deutschen Fernsehen eingegangen werden.
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