Cologne, 1260. The great cathedral, the most ambitious building in all Christendom, is rising above the city. In its shadow seethes a society in ferment: traumatised Crusaders returning from the Holy Land, religious tensions poised to explode into violence, a burgeoning merchant class that despises the old aristocracy and is determined to seize power.
Against this backdrop Jacob the Fox, a flame-haired petty thief, witnesses a murder - the cathedral's architect, pushed to his death from the scaffold by a black-clad assassin. Soon Jacob is on the run, convinced the Angel of Death is on his trail, as the killer pursues him through medieval Cologne's seedy underworld. To survive he must uncover a vengeful conspiracy that threatens to tear the city apart and stain the sacred project with blood.
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Fuchsjagd im mittelalterlichen Köln
Mario Pf. aus Oberösterreich am 26.01.2021
Bewertungsnummer: 585374
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Jacop der Fuchs schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben und so ist er wieder einmal auf der Flucht, nachdem er auf dem Kölner Markt Äpfel stehlen wollte, um wenigstens etwas zu Essen zu haben. Mit Hilfe der Färberin Richimodis gelingt es dem Fuchs sich vor seinen Verfolgern zu verstecken und der Herumtreiber flirtet heftig mit ihr, die schon bald Gefallen an ihm findet. Dennoch braucht Jacop immer noch etwas zu essen und denkt dabei an die besten Äpfel Kölns, welche im Garten Erzbischof Konrads zu finden sind.
Zur falschen Zeit, am falschen Ort beobachtet der Herumtreiber wie Dombaumeister Gerhard Morart bei einem Inspektionsgang vom Gerüst gestoßen wird. Anstatt zu flüchten, läuft der Fuchs zum sterbenden Dombaumeister und kann noch die letzten des Meisters vernehmen. Jedoch wird er genau dabei von Morarts Mörder beobachtet. Der unliebsame Zeuge muss verschwinden und mit ihm jeder, dem er begegnet ist, eine Hetzjagd nimmt ihren Anfang...
1995, also lange vor seinem rekordverdächtigen Bestseller "The Swarm" begann Frank Schätzings Schriftsteller-Karriere nach einigen Kurzgeschichten mit seinem Debütroman "Death and Devil", nachdem er für sein eigentlich erstes Werk "Mordshunger" keinen Verlag finden konnte. Soweit so gut, heute ist Frank Schätzing längst kein Unbekannter mehr und somit sind auch seine frühen Werke neu aufgelegt worden.
Mit "Death and Devil" ist Frank Schätzing ein durchaus eindrucksvoller Erstling gelungen, der sich durch einen gut durchdachten Plot und eine eindrucksvolle Kulissen präsentiert. Auch der Held der Geschichte ist mit einem Herumtreiber ungewöhnlich gewählt, sind es in Schätzings Romanen doch sonst eher Lebemänner, die sich nicht ums Geld sorgen müssen, die im Zentrum der Handlung stehen. Rückwirkend lässt sich feststellen, dass Frank Schätzing dem Stil von "Death and Devil" lange Zeit treu geblieben ist und doch ist das Werk trotz guter Machart kein Meisterwerk, sondern eben nur ein bemerkenswertes Debüt, das aber nicht aus der Masse hervorsticht, auch wenn sein Autor nach "The Swarm" gerne mit dem (amerikanischen) "Meister des Techno-Thrillers" Michael Crichton verglichen wird. Die Ähnlichkeiten zwischen Crichton und Schätzing sind jedoch gegeben, beide haben einen Faible für Protagonisten, die wenig an Konventionen gebunden sind und bei beiden übersieht man gerne dass sie außer den großen Bestsellern (Jurassic Park, the Swarm) auch viele Werke veröffentlicht haben, die eigentlich wieder sang- und klanglos vom Markt verschwunden sind bzw. vielleicht wiederveröffentlicht wurden (Nippon Connection, Mordshunger), aber kaum für Furore sorgten.
Was unterm Strich bleibt ist ein handwerklich sehr gut gestalteter historischer Roman, im Köln des Jahres 1260, der von einer dichten Atmosphäre und einer als rastlosen Hetzjagd konzipierten Handlung profitiert. Doch diese wird durch typische Anfängerfehler, wie flache Charaktere, längere Spannungseinbrüche und unbefriedigende, da zu vorhersehbare Handlungswendungen kompromittiert.
Fazit:
Als Debüt eine sehr gute Leistung, bei der man davon ausgehen würde, dass der Autor sich ja noch entwickeln und seine Schwächen ausbessern wird, rückwirkend jedoch eine herbe Enttäuschung, die zwar eine schöne Fassade vorzuweisen hat, der es aber an starken Charakteren und durchgehend spannender Handlung fehlt. Alles in allem leider doch nur ein mittelmäßiges Debüt.
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