Aus Doron Rabinovicis Werken - Auf der Suche nach einer Identität
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.12.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
249 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638872485
Der Grund für die Wahl des Autoren liegt in zweierlei Besonderheiten. Als Sohn Überlebender des Holocausts arbeitet Doron Rabinovici die historisch einmalige Katastrophe auf eine der "2. Generation" typische literarische Weise auf, was die Diskurse zu dieser Thematik angeht. Allerdings - und das ist der weitaus bedeutendere Aspekt für die Wahl seiner Werke - wählt er eine, vor allem in der "Suche nach M.", äußerst groteske Form der Darstellungsmöglichkeit, die sein Werk stark von denen anderer Autoren, wie z. B. Eva Menasse, Robert Menasse oder auch Robert Schindel, unterscheidet. Das Thema erscheint alles beherrschend und bildet sowohl die Ausgangslage als auch die Motivation seiner Charaktere.
Das zweite von Rabinovici vorzustellende Werk "Ohnehin" verfährt auf eine auffällig andere Weise und stellt politisch kritische Diskurse innerhalb der österreichischen Gesellschaft weit stärker in den Vordergrund. Trotz der Differenzen durchziehen die Topoi Identitätssuche und Aufarbeitung der Vergangenheit beide Werke. Aber nicht nur diese. Beide Motive scheinen grundlegend für die "2. Generation" zu sein.1 Aus diesem Grund wird die Arbeit die Literatur der "2. Generation" in ihren Grundzügen versuchen aufzuschlüsseln und eine Unterscheidung zu der Literatur der "ersten Generation" anstreben, um anschließend die verschiedenen Themenbereiche beider Werke herauszuarbeiten. Hierfür werden die "Suche nach M." und "Ohnehin" gegenübergestellt und ihre Präsentation wird auf die ihnen eigenen Spezifika hin überprüft und miteinander verglichen werden. Dafür soll eine Unterscheidung der Ebenen individueller ("Suche nach M.") und kultureller ("Ohnehin") Identität eingeführt werden, die es im Anschluss auf ihre Inhalte und Motive zu analysieren gilt.
Dies alles folgt aufgrund der in der vorliegenden Arbeit nachzuweisenden These, Rabinovicis Werke nähmen eine Sonderstellung in der Intensität der Behandlung von Identitätsproblemen als Folge des Holocausts innerhalb des Shoah-Diskurses der Gegenwartsliteratur ein, indem sie durch eine groteske Überzeichnung pathologisch gestörter Individuen in besonderem Umfang die Identitätslosigkeit der "1. und 2. Generation" zu unterstreichen verstünden.
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