Die Verwendung des Klatschmotivs in Agatha Christies Detektivromanen um Miss Marple
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.03.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
627 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638018630
Agatha Christies Figur der alten, schrulligen Detektivin Miss Marple, stellt aufgrund ihrer spezifischen Ermittlungstechniken und Charaktereigenschaften für die ,Klatsch-Forschung' einen besonders interessanten Ansatzpunkt dar; sie bildet sozusagen eine Synthese zwischen unterhaltsamer Detektiv- und Klatschliteratur, gilt sie doch als Inbegriff einer verschrobenen Klatschbase. Hier tut sich eine hoch spannende Lektüre-Landschaft auf, die sich bestens zur literarischen Erforschung des bislang recht kontrovers und lückenhaft dargestellten Themas der Gerüchte- und Klatschfor-schung zu eignen scheint. Diese These wird im Folgenden zu belegen sein. Ziel der Arbeit ist es, anhand verschiedener Romane die Verwendung des Klatsch-Motivs zu beleuchten. Allein schon der Charakter der Protagonistin eröffnet diesbe-züglich sehr komplexes und viel versprechendes Analysematerial. Ist sie lediglich eine neugierige Tratschtante oder vielleicht doch vielmehr eine geniale, mythisch ü-berhöhte Rachegöttin auf den Spuren der berühmten Fama? Des Weiteren wird be-sonders die symptomatische, die Handlung vorantreibende Bedeutung des Klatsch-Moments für die Komposition der Detektivgeschichte untersucht werden. Denn Klatschtheorien warnen nicht selten vor der Gefahr des Klatschens - wird dieses E-lement bei Christie (als narratives Mittel) eingesetzt, und wenn ja, wie? Ebenso wird der Genuss-Aspekt, wird die Lust am Konsum von Intimitäten, welche Agatha Chris-tie in ihren Marple-Romanen auf äußerst geschickte Weise funktional einsetzt, zu analysieren sein. Und auch das Faktum, dass Klatsch profan als eine Tätigkeit be-schrieben wird, die vor allem vom weiblichen Geschlecht frenetisch ausgeübt, ja, ge-radezu zelebriert wird, darf nicht vergessen werden. Die Studie wird sich daher auch dem gender-Aspekt des Klatschens widmen.
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