Drei Essays zur Massen- und Breitenkultur in der SBZ/DDR
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.06.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
291 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638515221
Im ersten Essay wird die Massen- und Breitenkultur in der Umbruchsgesellschaft SBZ/DDR (1945 bis 1957) mit Hilfe eines Blickes auf die Jugendweihe thematisiert, die gewiss keine Neuerfindung der Führungsschicht gewesen, sondern bereits im 19. Jahrhundert in freireligiösen Gemeinden und später auch von Organisationen der politischen Arbeiterbewegung zelebriert worden war. Neu aber ist gewesen, dass sie in der DDR zum Politikum wurde, zu einem vom Staat initiierten, überwachten und durchgeführten atheistischen Initiationsritus, der neben der Verpflichtung der Jugendlichen auf eine aktive Teilnahme am Aufbau des Sozialismus insbesondere eine Schwächung des kirchlichen Einflusses intendierte. Diese beabsichtigte Schwächung lief mit der Jugendweihe auf drei Ebenen zusammen: der kirchenpolitischen, der ideologischen und der rituellen.
Das zweite Essay bezieht sich auf die Massen- und Breitenkultur in der "Kulturgesellschaft" DDR (1957/58 bis 1971) und wird anhand der "Bitterfelder Konferenz" zu verdeutlichen suchen, wie die sicherlich berechtigte Forderung nach einem allgemeinen Zugang zur Kultur als Lebensnotwendigkeit aller durch ihre rigide Politisierung letzlich scheitern musste. Gezeigt wird auch, das die SED mit dem "Bitteren Feldwege" den bis dahin ersten breiten und offiziellen Versuch unternommen hat, eine direkte Einflussnahme auf die Kunst und die Kultur in der DDR zu erlangen.
Das dritte Essay schließlich ist eigentlich auf die gesamte DDR-Geschichte bezogen, fußt aber v.a. in der Massen- und Breitenkultur der "Konsumgesellschaft" DDR (1971 -1989/90). Es soll untersucht werden, wie der politische Witz als wichtiger und fester Bestandteil der DDR-Alltagskultur funktionierte und welche Spezifika ihn vielleicht von den politischen Witzen anderer Gesellschaften unterschieden.
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