Produktbild: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung

Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung Ein Lustspiel in drei Aufzügen

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1,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.03.2012

Verlag

Henricus-Edition eBook

Seitenzahl

58 (Printausgabe)

Dateigröße

496 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783847815808

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

01.03.2012

Verlag

Henricus-Edition eBook

Seitenzahl

58 (Printausgabe)

Dateigröße

496 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783847815808

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  • Richard Josef Schindler

    5/5

    03.04.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Christian Dietrich Grabbe ein Genie des Sprachspiels

    Christian Dietrich Grabbe fand nach einer Sinnkrise den Weg wie man mit den Unsinn der Welt umzugehen hat nur eine positive Lebenseinstellung hilft. Jetzt kann man Definitionen aus der Literaturgeschichte heranziehen und sich als Selbstdarsteller ausweisen wie viel man weiß. Aber das Bestätigt nur Ludwig Wittgenstein Standpunkt. Christian Dietrich Grabbe hat die griechische Komödie oder gleichwertig den Carneval verstanden und dies in seiner Komödie dargestellt. Deshalb werden ja auch die Begriffe Scherz Satire und Ironie nicht nach ihrer tieferen Bedeutung verwendet sondern legen offen das Welt- und Menschenbildes des Verwenders.

  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    14.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    ein Schenkelklopfer

    durchgehend witzig und dabei niemals flach, stichelt gegen die Weimarer Klassik und sonstige deutsche Literatur, ist aber ebenso selbstironisch

  • Bewertung

    5/5

    22.12.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Für Lacherer besonders geeignet

    Im zarten Alter von 20 Jahren schrieb Christian Dietrich Grabbe (1801-1836) bereits sein zweites großes Stück. Sein Erstling, "Herzog Theodor von Gothland", war ein fast unaufführbarer Monolith nach Art von Shakespeares "Titus Andronicus" oder "Hamlet" gewesen, in dem am laufenden Band gemordet wurde. Blut, Haß und Hölle waren sowas wie die Leitmotive. Die Reaktion darauf - es ist die Zeit des Biedermeier und der Romantik! - war vorprogrammiert: Obwohl man Grabbes Talent anerkannte, zeigte man sich verstört und riet von einer Veröffentlichung ab. Gekränkt nahm sich Grabbe vor, mit einem Lustspiel einen schnellen Publikumserfolg zu erringen. Zu diesem Zweck schickte er seinen Erstling samt Blut, Haß und Hölle auf's Clown-College, und schwuppdiwupp war "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" geboren. Darin, so könnte man den Inhalt zusammenfassen, schickt er den Teufel aus, um in der Provinz unter allen Ständen und Umständen Unheil zu stiften. Aber wie es sich für eine anständige Posse gehört, ist die Handlungsführung schablonenhaft und vernachlässigt. Hauptsache ist, dass die Pointen sitzen. Und für Spaß ist denn auch tatsächlich reichlich gesorgt! Ich beschränke mich auf zwei Beispiele: Da ist zum einen der Freiherr von Mordax. Der verliebt sich 'unsterblich' in Liddy: "Die Liddy ist ein prächtiges Tier und behagt mir superbe! [...] Ich will sie heiraten oder totstechen!" Der Teufel nun verspricht, diesem die Angebetete zuzuspielen, wenn er, um sich ihrer als 'würdig' zu erweisen, zwölf Schneidergesellen um die Ecke bringt. - Liebe vermag alles, denkt sich Mordax und legt los! An anderer Stelle werden zeitgenössische Autoren seichter Unterhaltungsliteratur genüßlich durchgehechelt. Grabbe nimmt sich dafür so viel Zeit, dass man fast meinen möchte, er glaube, sich schriftstellerisch ausgerechnet ihnen gegenüber behaupten zu müssen. Später aber heißt es plötzlich: "Das ist der vermaledeite Grabbe, oder wie man ihn eigentlich nennen sollte, die zwergige Krabbe, der Verfasser dieses Stücks! Er ist so dumm wie'n Kuhfuß, schimpft auf alle Schriftsteller und taugt selber nichts, hat verrenkte Beine, schielende Augen und ein fades Affengesicht!" So geht es hier zu. Selten musste ich beim Lesen eines Lustspiels so oft wirklich auflachen wie hier! Dass so mancher Witz allzu platt ist, sieht man Grabbe da gerne nach. Den erhofften Durchbruch konnte Grabbe übrigens auch mit dieser Komödie nicht feiern und wurde in der Folge mehr und mehr zum Säufer. Lediglich Heinrich Heine war von Grabbe derart angetan, dass er sein Talent Shakespeare nahe rückte. Aber selbstverständlich hinkt der Vergleich: - - - So turbulent komisch war Shakespeare nie!

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