Mariane - Opfer gesellschaftlicher Einflüsse oder ihrer eigenen Triebhaftigkeit? Eine Szeneninterpretation zu Lenz' Werk "Die Soldaten"
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Erscheinungsdatum
01.10.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783640446247
gesellschaftskritische Stücke: Weder Läuffer noch Mariane sind ausschließlich als
Person verantwortlich für das Unglück, das sie trifft, sondern sie sind vor allem Opfer
allgemeiner gesellschaftlicher Mißstände.
In Lenz¿ Werken dominiert die Bedrängtheit der Figuren, d.h. sie stehen in einer
Gesellschaft, die durch Zwänge und hohe Ansprüche auf sie einwirkt. Dadurch werden sie
in Bahnen gedrängt, die sie nicht mehr realistisch einschätzen oder gar durchschauen
können. Im Gegensatz dazu stehen die Triebhaftigkeit und der Drang nach sozialer
Anerkennung, durch welche die Helden beherrscht werden. Seine Figuren stehen in
einem ständigen Konflikt zwischen der Gesellschaft und sich selbst. Mariane, die
Protagonistin in Lenz¿ Komödie Die Soldaten, erlebt, gekennzeichnet von eigener
kindlicher Naivität sowie äußerlichem Druck, einen gesellschaftlichen Abstieg, der auch
durch den Rettungsversuch der Gräfin de La Roche nicht aufgehalten werden kann. Das
zentrale Thema, welches in Lenz' Werk thematisiert wird, ist, ob eine Hure immer eine
Hure sei oder ob sie erst dazu gemacht würde. Diese allgemeine Fragestellung möchte
ich in dieser Arbeit konkretisieren und an Hand von für diese Analyse wichtigen Szenen,
klären, ob Mariane ihren sozialen Abstieg selbst verschuldet hat oder ob sie Opfer von
gesellschaftlichen Normen und Regeln geworden ist.
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