NS-Idole: Hanns Johsts Schauspiel ´Schlageter´ und die Wiederbelebung des Heldenmythos
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
02.02.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
154 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638111201
Dem ,Neuen Menschen' als einer zentralen Denkfigur kam besonders im Nationalsozialismus eine besondere Bedeutung zu. Der heroische Mensch war die Hoffnungsvision, auf dem sich ein ,Drittes Reich' gründen sollte. So verkündete die nationalsozialistische Literatur einen ,Neuen Menschen' auf nationaler Basis.
Hanns Johst, ein aus dem literarischen Expressionismus stammender Autor, veröffentlichte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 sein Drama Schlageter, mit dem er sich offen zum Nationalsozialismus bekannte1. Schon fünf Jahre zuvor hatte Johst in seinem programmatischen Bekenntniswerk ,,Ich glaube!" den Zustand der Gesellschaft beschrieben, der ihm die Forderung nach einem ,Neuen Menschen' als dringend notwendig erscheinen ließ: ,,Der Mensch als treibende Idee hat abgewirtschaftet. Die Mechanik der menschlichen Weltbestimmung treibt die innere Triebkraft der Seelen nicht mehr zu Ekstasen und Erhebungen über Menschenmacht hinaus." (Johst 1928, S. 30).
In dieser Arbeit soll nun versucht werden, das Bild des ,Neuen Menschen', wie Hanns Johst es in Schlageter entwirft, darzustellen und somit die Ideologie der Nationalsozialisten, denen die Titelfigur des Stückes als ,,[...] der erste politische Soldat des neuen Reiches" galt, der ,,[...] mit seinem Opfergang das Signal für den Freiheitsmarsch in die Zukunft"2 gebe, zu umreißen.
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