Produktbild: Das Paulusverständnis im Liber Graduum
Band 64

Das Paulusverständnis im Liber Graduum

1

189,95 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

19.12.2008

Verlag

De Gruyter Mouton

Seitenzahl

274 (Printausgabe)

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783110211085

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

eBooks im PDF-Format haben eine festgelegte Seitengröße und eignen sich daher nur bedingt zum Lesen auf einem tolino eReader oder Smartphone. Für den vollen Lesegenuss empfehlen wir Ihnen bei PDF-eBooks die Verwendung eines Tablets oder Computers.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Nein

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Nein

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

19.12.2008

Verlag

De Gruyter Mouton

Seitenzahl

274 (Printausgabe)

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783110211085

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(0)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(1)

Das Lutherverständnis des Liber Graduum

Bewertung aus Wien am 07.08.2015

Bewertungsnummer: 886571

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das 2008 im Walter de Gruyter Verlag erschienene Buch ist die 2006 verfasste Habilitationsschrift von Matthias Westerhoff und wurde in der Reihe »Patristische Texte und Studien« veröffentlicht. Gegenstand der Habilitation ist das Liber Graduum, ein anonym verfasstes Werk der syrischen Kirche, vermutlich aus dem 4. Jh., das 2004 ins Englische übersetzt wurde. Im Vorwort formuliert Westerhoff, die Paulus-Rezeption des Werkes sei lohnend, »da sie auch den heutigen Theologen auf die Entdeckung der viva vox evangelii verweist« [S. VII]. Damit ist ein Grundakkord angeschlagen, der sich durch das ganze Werk zieht: das syrische Werk aus der Zeit der Antike wird an dem gemessen, was der Autor für eine orthodoxe lutherische Theologie hält. Damit bekommt das ganze Werk einen unerhört anachronistischen Grundzug: »Begegnung mit dem äußeren Wort«, »Christenmenschen«, »Vernünfteln des Menschen« »Ohnmacht des Wortes«, »nota ecclesiae«, »Ist die Obrigkeit von Gott eingesetzt?« »das 'extra nos' des Leidens Christi«, [S. 73, 88, 89, 133, 158, 174,198] zeigen seine Neigungen ganz deutlich. Ausdrücklich nennt Westerhoff als Zielgruppe »den heutigen (evangelischen) Leser« [S. 145.] So richtig austoben kann er sich mit dieser Grundlinie dann in den Fußnoten: die Theologie des Autors des Liber Graduum entspricht »der Unterscheidung Luthers zwischen dem verborgenen und dem gepredigten Gott« [S. 91, FN 5]. Er nimmt »in erstaunlichem Maße die von Luther in seiner Heidelberger Disputation geübte Unterscheidung des 'Theologus gloriae' und des 'Theologus crucis' vorweg [S. 197, FN 84]. »Die Nähe zum Beschluss der Freiheitsschrift Luthers ist erstaunlich« [S. 203, FN 106] »Der Autor zeigt eine erstaunliche Nähe zu den ersten der 95 Thesen Martin Luthers« [S. 207, FN 113]. Seine Frömmigkeit »begegnet noch heute im Evangelischen Gesangbuch« [S. 170, FN 8]. Man möchte beim Lesen meinen, der unbekannte Syrer müsse nicht nur seinen Luther gelesen haben, sondern recht eigentlich ein Protestant gewesen sein. Man kann diese Zugangsweise fast amüsant finden, wäre da nicht das eigentliche Problem dieser Habilitationsschrift: ihre völlig unreflektierte Abwertung des Alten Testamentes im Sinne von »Gesetz« versus »Evangelium«. Die »Antithese von atlichem Gesetz und ntlicher Liebe« [S. 116] ist ihm so selbstverständlich wie »das jüdische (sic!) Zeremonialgesetz des AT« [S. 139]. »Für den heutigen (evangelischen) Leser wirkt es befremdlich, das das Evangelium für den Autor zwar im Gegensatz zur mosaischen Gesetzgebung steht, gleichwohl aber im hermeneutischen Horizont des Gesetzesbegriffes verstanden wird« [S. 145]. Origenes wirft Westerhoff vor, er gehe »so weit zu behaupten, dass das Gebot der anderen Wange (Mt 5,39) schon im AT stehe« [S. 146] Was für eine Frechheit des Alexandriners! Ist er denn nicht unterrichtet über die »durch das Talionsrecht charakterisierte atliche Ethik der Vergeltung« [S. 174]?! Zwar hat sich Gott schon irgendwie vor Christus offenbart, aber doch nur »im Lichte der atlichen Offenbarung eines zornigen Entgegenkommens Gottes« [S. 181]. In der Abschlussbewertung des Liber Graduale hebt Westerhoff lobend hervor: »In der Schule des Apostels gelingt es dem Autor, ein nicht mythologisches Verständnis des Glaubens zu lehren [Der antike Syrer muss also auch Bultmann in seiner Bibliothek gehabt haben!], das auf der Antithetik der Begriffe des Alten und des Neuen (…) gegründet ist. [S. 212] Getadelt wird er allerdings, weil er durch seine asketisches Leistungsstreben »den Grund paulinischer Lehre, der Rechtfertigung allein aus Gnade« verlassen habe. [S. 212] Zum Abschluss noch eine Blick auf die Leistung des Verlags: der bekannt kostengünstige Walter de Gruyter Verlag wirft uns das 260 Seiten Buch um 92,50.- hinterher. Für diesen Schleuderpreis kann man natürlich nicht erwarten, dass Rechtschreibfehler korrigiert oder die Fussnoten-Nummerierungen durchgängig hochgestellt gedruckt wurden.

Das Lutherverständnis des Liber Graduum

Bewertung aus Wien am 07.08.2015
Bewertungsnummer: 886571
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das 2008 im Walter de Gruyter Verlag erschienene Buch ist die 2006 verfasste Habilitationsschrift von Matthias Westerhoff und wurde in der Reihe »Patristische Texte und Studien« veröffentlicht. Gegenstand der Habilitation ist das Liber Graduum, ein anonym verfasstes Werk der syrischen Kirche, vermutlich aus dem 4. Jh., das 2004 ins Englische übersetzt wurde. Im Vorwort formuliert Westerhoff, die Paulus-Rezeption des Werkes sei lohnend, »da sie auch den heutigen Theologen auf die Entdeckung der viva vox evangelii verweist« [S. VII]. Damit ist ein Grundakkord angeschlagen, der sich durch das ganze Werk zieht: das syrische Werk aus der Zeit der Antike wird an dem gemessen, was der Autor für eine orthodoxe lutherische Theologie hält. Damit bekommt das ganze Werk einen unerhört anachronistischen Grundzug: »Begegnung mit dem äußeren Wort«, »Christenmenschen«, »Vernünfteln des Menschen« »Ohnmacht des Wortes«, »nota ecclesiae«, »Ist die Obrigkeit von Gott eingesetzt?« »das 'extra nos' des Leidens Christi«, [S. 73, 88, 89, 133, 158, 174,198] zeigen seine Neigungen ganz deutlich. Ausdrücklich nennt Westerhoff als Zielgruppe »den heutigen (evangelischen) Leser« [S. 145.] So richtig austoben kann er sich mit dieser Grundlinie dann in den Fußnoten: die Theologie des Autors des Liber Graduum entspricht »der Unterscheidung Luthers zwischen dem verborgenen und dem gepredigten Gott« [S. 91, FN 5]. Er nimmt »in erstaunlichem Maße die von Luther in seiner Heidelberger Disputation geübte Unterscheidung des 'Theologus gloriae' und des 'Theologus crucis' vorweg [S. 197, FN 84]. »Die Nähe zum Beschluss der Freiheitsschrift Luthers ist erstaunlich« [S. 203, FN 106] »Der Autor zeigt eine erstaunliche Nähe zu den ersten der 95 Thesen Martin Luthers« [S. 207, FN 113]. Seine Frömmigkeit »begegnet noch heute im Evangelischen Gesangbuch« [S. 170, FN 8]. Man möchte beim Lesen meinen, der unbekannte Syrer müsse nicht nur seinen Luther gelesen haben, sondern recht eigentlich ein Protestant gewesen sein. Man kann diese Zugangsweise fast amüsant finden, wäre da nicht das eigentliche Problem dieser Habilitationsschrift: ihre völlig unreflektierte Abwertung des Alten Testamentes im Sinne von »Gesetz« versus »Evangelium«. Die »Antithese von atlichem Gesetz und ntlicher Liebe« [S. 116] ist ihm so selbstverständlich wie »das jüdische (sic!) Zeremonialgesetz des AT« [S. 139]. »Für den heutigen (evangelischen) Leser wirkt es befremdlich, das das Evangelium für den Autor zwar im Gegensatz zur mosaischen Gesetzgebung steht, gleichwohl aber im hermeneutischen Horizont des Gesetzesbegriffes verstanden wird« [S. 145]. Origenes wirft Westerhoff vor, er gehe »so weit zu behaupten, dass das Gebot der anderen Wange (Mt 5,39) schon im AT stehe« [S. 146] Was für eine Frechheit des Alexandriners! Ist er denn nicht unterrichtet über die »durch das Talionsrecht charakterisierte atliche Ethik der Vergeltung« [S. 174]?! Zwar hat sich Gott schon irgendwie vor Christus offenbart, aber doch nur »im Lichte der atlichen Offenbarung eines zornigen Entgegenkommens Gottes« [S. 181]. In der Abschlussbewertung des Liber Graduale hebt Westerhoff lobend hervor: »In der Schule des Apostels gelingt es dem Autor, ein nicht mythologisches Verständnis des Glaubens zu lehren [Der antike Syrer muss also auch Bultmann in seiner Bibliothek gehabt haben!], das auf der Antithetik der Begriffe des Alten und des Neuen (…) gegründet ist. [S. 212] Getadelt wird er allerdings, weil er durch seine asketisches Leistungsstreben »den Grund paulinischer Lehre, der Rechtfertigung allein aus Gnade« verlassen habe. [S. 212] Zum Abschluss noch eine Blick auf die Leistung des Verlags: der bekannt kostengünstige Walter de Gruyter Verlag wirft uns das 260 Seiten Buch um 92,50.- hinterher. Für diesen Schleuderpreis kann man natürlich nicht erwarten, dass Rechtschreibfehler korrigiert oder die Fussnoten-Nummerierungen durchgängig hochgestellt gedruckt wurden.

Kundinnen und Kunden meinen

Das Paulusverständnis im Liber Graduum

von Matthias Westerhoff

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Das Paulusverständnis im Liber Graduum