Produktbild: Sturmhöhe (Wuthering Heights)

Sturmhöhe (Wuthering Heights) Vollständige deutsche Ausgabe

59

0,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.01.2012

Verlag

AuraBooks - eClassica

Seitenzahl

420 (Printausgabe)

Dateigröße

441 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783943797244

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

01.01.2012

Verlag

AuraBooks - eClassica

Seitenzahl

420 (Printausgabe)

Dateigröße

441 KB

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783943797244

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Ein grausames Melodrama

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 09.05.2025

Bewertungsnummer: 2486416

Bewertet: eBook (ePUB)

Emily Brontës Roman Sturmhöhe (Wuthering Heights), ein Klassiker aus dem viktorianischen England, ist die melodramatische, von Rachegelüsten durchtränkte Familiengeschichte zweier Generationen, die auf zwei Anwesen im nebligen Yorkshire Moor lebten: Wuthering Heights und Thrushcross Grange. Ein komplex aufgebauter Plot, der von verschiedenen Erzähler*innen in einer Art Tagebuch, Brief- oder Dialogform vorgetragen wird. Es beginnt 1801 mit dem Erzähler Lockwood, Pächter von Thrushcross Grange, der seinen ersten Besuch auf Wuthering Heights beschreibt und von den schlechten Manieren seines Gutsherrn enttäuscht heimkehrt. Seine Angestellte, Ellen Dean, tritt nun als Haupterzählerin auf. In vielen einsamen Abendstunden schildert sie die düstere Familiensaga, in der viel gelitten, gestorben und unglücklich geheiratet wird. Manchmal lässt sie Catherine Earnshaw, Catherine Linton oder Heathcliff sprechen (auch in Ich-Form) oder liest einen Brief vor. So bekommt man neben ihrer moralinsauren Ansicht auf die Dinge auch die überspannten, verletzten oder bösartigen Charaktere verschiedener Familienmitglieder mit. Ich musste beim Lesen konzentriert bleiben, um die Übersicht zu behalten. Dabei half mir auch eine bildliche Darstellung der Genealogie aus Wikipedia. Die Sprache ist naturgemäss altmodisch, da es 1847 erstmals veröffentlicht wurde – aber dennoch schön und wortreich. Das hat mir gut gefallen. Manche Kapitel sind in ihrer Wert- und Moralvorstellung so veraltet, dass sie schwer nachzuvollziehen waren. Das Ganze spielt sich ausserhalb einer gesellschaftlichen Rücksichtnahme ab, die Häuser liegen im Abseits, kein Fremder kommt je vorbei. Die Figuren lassen sich ganz von ihrem Temperament leiten und werden entweder als durch und durch bösartig, rachsüchtig, durchtrieben oder leidenschaftlich und bis in den Tod gesteigert krank skizziert. Ihr Handeln ist triebhaft, ausser das von Edgar Linton, der als Einziger als edelmütiger Mann auftritt. Die Charaktere entwickeln sich meist nicht zum Besten. Heathcliff z.B. wird vom Gedemütigten zum Besessenen. Und auch die Liebe, die er für Catherine zu empfinden scheint, zeigt sich krankhaft und besitzergreifend. Die ausführlichen Dialoge, die einzelnen Handlungen und die Charaktere sind detailliert beschrieben. Es gibt viele langatmige Stellen, und gewisse Episoden fand ich zu überfüllt oder zu melodramatisch - andere hingegen liebte ich und genoss die meisterliche Sprache. Sturmhöhe kann faszinieren, wenn man sich einlässt und bereit ist, über die unreif wirkende Episoden hinwegzusehen. Wenn man mehr über die Autorin erfährt, die selbst in Yorkshire gelebt und offenbar auch viel gelitten hatte, ist es umso interessanter. Im Kontext mit dem einfachen Leben der Brontë-Familie, in der die Fantasie und die Bücher den grössten Stellenwert inne hielten, gewinnt dieses von Schicksalsschlägen gefüllte Drama an Sinn. Ich staune, woher diese in sich gekehrte Autorin, mit kränklicher Konstitution, die kaum ihr Geburtshaus verlassen konnte, ohne depressiv oder krank zu werden, die Ideen für ihre grausamen Figuren nahm.

Ein grausames Melodrama

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 09.05.2025
Bewertungsnummer: 2486416
Bewertet: eBook (ePUB)

Emily Brontës Roman Sturmhöhe (Wuthering Heights), ein Klassiker aus dem viktorianischen England, ist die melodramatische, von Rachegelüsten durchtränkte Familiengeschichte zweier Generationen, die auf zwei Anwesen im nebligen Yorkshire Moor lebten: Wuthering Heights und Thrushcross Grange. Ein komplex aufgebauter Plot, der von verschiedenen Erzähler*innen in einer Art Tagebuch, Brief- oder Dialogform vorgetragen wird. Es beginnt 1801 mit dem Erzähler Lockwood, Pächter von Thrushcross Grange, der seinen ersten Besuch auf Wuthering Heights beschreibt und von den schlechten Manieren seines Gutsherrn enttäuscht heimkehrt. Seine Angestellte, Ellen Dean, tritt nun als Haupterzählerin auf. In vielen einsamen Abendstunden schildert sie die düstere Familiensaga, in der viel gelitten, gestorben und unglücklich geheiratet wird. Manchmal lässt sie Catherine Earnshaw, Catherine Linton oder Heathcliff sprechen (auch in Ich-Form) oder liest einen Brief vor. So bekommt man neben ihrer moralinsauren Ansicht auf die Dinge auch die überspannten, verletzten oder bösartigen Charaktere verschiedener Familienmitglieder mit. Ich musste beim Lesen konzentriert bleiben, um die Übersicht zu behalten. Dabei half mir auch eine bildliche Darstellung der Genealogie aus Wikipedia. Die Sprache ist naturgemäss altmodisch, da es 1847 erstmals veröffentlicht wurde – aber dennoch schön und wortreich. Das hat mir gut gefallen. Manche Kapitel sind in ihrer Wert- und Moralvorstellung so veraltet, dass sie schwer nachzuvollziehen waren. Das Ganze spielt sich ausserhalb einer gesellschaftlichen Rücksichtnahme ab, die Häuser liegen im Abseits, kein Fremder kommt je vorbei. Die Figuren lassen sich ganz von ihrem Temperament leiten und werden entweder als durch und durch bösartig, rachsüchtig, durchtrieben oder leidenschaftlich und bis in den Tod gesteigert krank skizziert. Ihr Handeln ist triebhaft, ausser das von Edgar Linton, der als Einziger als edelmütiger Mann auftritt. Die Charaktere entwickeln sich meist nicht zum Besten. Heathcliff z.B. wird vom Gedemütigten zum Besessenen. Und auch die Liebe, die er für Catherine zu empfinden scheint, zeigt sich krankhaft und besitzergreifend. Die ausführlichen Dialoge, die einzelnen Handlungen und die Charaktere sind detailliert beschrieben. Es gibt viele langatmige Stellen, und gewisse Episoden fand ich zu überfüllt oder zu melodramatisch - andere hingegen liebte ich und genoss die meisterliche Sprache. Sturmhöhe kann faszinieren, wenn man sich einlässt und bereit ist, über die unreif wirkende Episoden hinwegzusehen. Wenn man mehr über die Autorin erfährt, die selbst in Yorkshire gelebt und offenbar auch viel gelitten hatte, ist es umso interessanter. Im Kontext mit dem einfachen Leben der Brontë-Familie, in der die Fantasie und die Bücher den grössten Stellenwert inne hielten, gewinnt dieses von Schicksalsschlägen gefüllte Drama an Sinn. Ich staune, woher diese in sich gekehrte Autorin, mit kränklicher Konstitution, die kaum ihr Geburtshaus verlassen konnte, ohne depressiv oder krank zu werden, die Ideen für ihre grausamen Figuren nahm.

Zwischen Sehnsucht und Zerstörung

Bücherdrache am 18.03.2026

Bewertungsnummer: 3081200

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sturmhöhe von Emily Brontë hat mich nicht behutsam empfangen, sondern unvermittelt in seine Welt geworfen. Dieses Buch ist dunkel, unbequem und von einer spürbaren Kälte durchzogen. Und doch entfaltet es eine emotionale Intensität, der ich mich kaum entziehen konnte. Besonders eindrücklich ist die Art des Erzählens. Die Geschichte erreicht uns nicht unmittelbar, sondern durch mehrere Stimmen gebrochen, vor allem durch Nelly Dean. Dadurch entsteht eine eigentümliche Distanz, die zugleich Nähe schafft, weil immer das Gefühl bleibt, dass sich unter der Oberfläche etwas entzieht. Man liest nicht passiv, man bewegt sich suchend durch den Text, zweifelt an dem, was erzählt wird, und versucht, sich einer Wahrheit anzunähern, die nie ganz greifbar ist. Die Figuren sind schwer auszuhalten. Kaum jemand ist sympathisch, viele handeln rücksichtslos, verletzend oder grausam. Gerade darin entfaltet der Roman seine eigentliche Kraft. Heathcliff und Catherine stehen im Zentrum dieser Wucht. Sie sind keine Figuren, die man bewundert, sondern solche, die man aushalten muss. Ihre Verbindung wirkt weniger wie Liebe als wie ein unauflösbares Band, das sie zugleich trägt und zerstört. Ich habe sie oft verurteilt und mich ihnen dennoch seltsam nah gefühlt. Diese Spannung macht das Lesen so eindringlich. Der Stil ist dicht und von einer fast greifbaren Atmosphäre getragen. Die karge Landschaft Yorkshires durchzieht den Roman wie ein leiser Widerhall und spiegelt die innere Zerrissenheit der Figuren. Brontës Sprache ist dabei klar und direkt, zugleich von einer Schonungslosigkeit, die ihre emotionale Wirkung erst voll entfaltet. Dieses Buch war und ist kontrovers. Es widersetzt sich einfachen Einordnungen und verweigert jede Form von Trost. Stattdessen zeigt es, wie tief Verletzungen reichen und wie sehr Menschen einander prägen können. Es ist keine schöne Geschichte, aber eine von seltener Eindringlichkeit. Für mich war es eine fordernde, stellenweise anstrengende, aber letztlich sehr intensive Leseerfahrung, die lange nachwirkt.

Zwischen Sehnsucht und Zerstörung

Bücherdrache am 18.03.2026
Bewertungsnummer: 3081200
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Sturmhöhe von Emily Brontë hat mich nicht behutsam empfangen, sondern unvermittelt in seine Welt geworfen. Dieses Buch ist dunkel, unbequem und von einer spürbaren Kälte durchzogen. Und doch entfaltet es eine emotionale Intensität, der ich mich kaum entziehen konnte. Besonders eindrücklich ist die Art des Erzählens. Die Geschichte erreicht uns nicht unmittelbar, sondern durch mehrere Stimmen gebrochen, vor allem durch Nelly Dean. Dadurch entsteht eine eigentümliche Distanz, die zugleich Nähe schafft, weil immer das Gefühl bleibt, dass sich unter der Oberfläche etwas entzieht. Man liest nicht passiv, man bewegt sich suchend durch den Text, zweifelt an dem, was erzählt wird, und versucht, sich einer Wahrheit anzunähern, die nie ganz greifbar ist. Die Figuren sind schwer auszuhalten. Kaum jemand ist sympathisch, viele handeln rücksichtslos, verletzend oder grausam. Gerade darin entfaltet der Roman seine eigentliche Kraft. Heathcliff und Catherine stehen im Zentrum dieser Wucht. Sie sind keine Figuren, die man bewundert, sondern solche, die man aushalten muss. Ihre Verbindung wirkt weniger wie Liebe als wie ein unauflösbares Band, das sie zugleich trägt und zerstört. Ich habe sie oft verurteilt und mich ihnen dennoch seltsam nah gefühlt. Diese Spannung macht das Lesen so eindringlich. Der Stil ist dicht und von einer fast greifbaren Atmosphäre getragen. Die karge Landschaft Yorkshires durchzieht den Roman wie ein leiser Widerhall und spiegelt die innere Zerrissenheit der Figuren. Brontës Sprache ist dabei klar und direkt, zugleich von einer Schonungslosigkeit, die ihre emotionale Wirkung erst voll entfaltet. Dieses Buch war und ist kontrovers. Es widersetzt sich einfachen Einordnungen und verweigert jede Form von Trost. Stattdessen zeigt es, wie tief Verletzungen reichen und wie sehr Menschen einander prägen können. Es ist keine schöne Geschichte, aber eine von seltener Eindringlichkeit. Für mich war es eine fordernde, stellenweise anstrengende, aber letztlich sehr intensive Leseerfahrung, die lange nachwirkt.

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Sturmhöhe (Wuthering Heights)

von Emily Bronte

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