Sprache als Instrument der Macht: Pierre Bourdieus Theorie der Ökonomie des sprachlichen Tausches
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
06.12.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
450 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656076407
Tausches" des Soziologen Pierre Bourdieu. In seinen Aufsätzen und Schriften zu diesem
Thema stellt der Wissenschaftler heraus, dass Sprache nicht bloß ein Mittel zu
Kommunikation sei, wenn sie es denn überhaupt sei, sondern vielmehr Instrument sozialen
Handelns, sowie Mittel zu Herrschaft. Er interessiert sich dabei besonders für die Frage,
woraus die Wirkung von Sprache resultiert und wie und warum es einzelnen Akteuren in der
nächsten Instanz somit möglich ist, die soziale Welt direkt zu beeinflussen und reale
Wirkungen hervorzubringen. Die Zauberei, die darin liegt, mit Sprache soziale Praxis direkt
zu gestalten, nennt Bourdieu in Anlehnung an den durch Austin geprägten Begriff;
performative Magie. Mit seiner Analyse performativer Magie wendet Bourdieus sich dabei
gegen jene Sprachanalytikern, welche die Wirkung von Sprache in einer innersprachlichen
Logik zu finden glauben. Bourdieu stellt in seinen Analysen dem hingegen heraus, dass die
Macht von Sprache in den sozialen Bedingungen ihrer Produktion und Reproduktion,
verborgen liege. In der klassenspezifischen Verteilung von Kenntnis und Anerkenntnis der
legitimen Sprache.
Im Zentrum der Theorie steht dabei Bourdieus so genanntes Habituskonzept. Für ein
Verständnis des bourdieuschen Performativitätskonzeptes ist es daher notwendig, die für
dieses Konzept relevanten Begrifflichkeiten einzuführen; sozialer Raum, Habitus, sowie die
verschiedenen Kapitalformen, die von den Akteuren zur Machtdurchsetzung genutzt werden.
Im zweiten Teil soll sodann die Ökonomie des Sprachlichen Tausches dargestellt werden,
beginnend mit der Kritik Bourdieus an der strukturalen Sprachwissenschaft, und endend mit
der Antwort Bourdieus, nach der Macht von Sprache. Sie sei letztlich nur im Glauben der
sozialen Akteure begründet; auf deren Anerkennung autorisierter Sprache und Diskurse sowie
der Kompetenz der Sprechenden als legitim. Die performative Kraft der Wörter sei nicht in
einer innersprachlichen Logik zu finden, sondern liege in der Anerkennung der Macht der
Institution und der solchermaßen Sprechenden, durch jene die sich dieser ausgeliefert
glauben. Im Schlusskapitel werden sodann die Erkenntnisse aus den vorherigen Kapiteln
zusammengeführt und der Frage auf den Grund gegangen, worin Bourdieus Beitrag zur
Kommunikationswissenschaft liegt.
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