Produktbild: Der Klavierstimmer

Der Klavierstimmer Roman

7

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

27296

Erscheinungsdatum

11.03.2009

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

736 (Printausgabe)

Dateigröße

2789 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641025519

Beschreibung

Zitat

"Sprachkraft, psychologische Glaubwürdigkeit und inhaltliche Ernsthaftigkeit sind, Ingredienzen eines Buches, welches ich nicht nur Künstlern als äusserst lesenswert empfehlen möchte."

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Verkaufsrang

27296

Erscheinungsdatum

11.03.2009

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

736 (Printausgabe)

Dateigröße

2789 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641025519

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Pascal Mercier, ein gnadenloser Fragender

Bewertung aus Norderstedt am 06.04.2020

Bewertungsnummer: 1312471

Bewertet: eBook (ePUB)

„ Die Fähigkeit, Erzählungen zu verstehen, statt sie nur zu konsumieren, ist die Fähigkeit, sich durch eine Erzählung verwandeln zu lassen: nach der Lektüre nicht mehr ganz der gleiche zu sein wie vorher, weil ich an anderen und mir selbst etwas Neues verstanden habe. Wenn ich diese Erfahrung mit einer Erzählung mache, erlebe ich sie als fesselnd.“ Diese Zeilen stammen aus der Feder der Philosophen Peter Bieri. Bekannt ist dieser Philosoph auch unter dem Namen Pascal Mercier. Ich selbst habe bis jetzt nur drei seiner Romane („Das Gewicht der Worte“, „Perlmanns Schweigen“ und „Der Klavierstimmer“) gelesen. Dafür innerhalb kurzer Zeit und in Begleitung seiner anderen Bücher („Wie wollen wir leben“; „Das Handwerk der Freiheit“), die er als Philosoph Peter Bieri schrieb. Das Motiv seiner Romane ist immer gleich. Weg vom Falschen Gesicht und somit Leben hin zum Richtigen Gesicht und somit Leben. Die Melodie aber ist immer eine andere. Und das macht seine Romane so unwiderstehlich. Und lehrreich. Denn immer wieder stellt Pascal Mercier dem Leser sie selben Fragen. Immer und immer wieder fragt er: Bist Du Dir sicher, dass Du Dein Leben lebst? Bist Du Dir sicher, dass Deine Worte be-und gelebt und dadurch tatsächlich Deine sind, oder sind sie nur leere, nachgeplapperte Hülsen? Bist Du Dir wirklich sicher, dass Du Dich und Deine tatsächlichen Beweggründe für Dein Wollen und Tun kennst? Bist Du Dir sicher, dass Du nicht an Deinem Leben vorbeilebst? Bist Du Dir sicher, dass Du Dich kennst? Selten habe ich einen so hartnäckigen Autor, der sich selbst und dadurch seine Leser nicht entkommen lässt, erlebt. Seine Romane sind vom ersten bis zum letzten Atemzug durchkomponiert. Jede einzelne Note wurde bewusst gesetzt. Jede. In seinem Roman „Der Klavierstimmer“ beschreibt uns der Autor einen Menschen, der in einem Heim aufwuchs und ein Großteil seines Lebens hofft, endlich den großen Durchbruch als Opernkomponist zu schaffen. Dafür sitzt er Tag für Tag, Jahr für Jahr in seinem Arbeitszimmer und komponiert eine Oper nach der anderen. Alle ohne Erfolg. Wie bekannt dürfte doch vielen diese Tragödie aus dem eigenen Leben vorkommen? Wie oft opfert man Lebenszeit um endlich den sättigenden Erfolg zu erzwingen? Doch er kommt nicht. Und wenn er kommt, dann ist er alles, nur nicht sättigend. Und plötzlich ist das Leben zu Ende. Aber war es auch das eigene Leben? Der Klavierstimmer erkennt seine Selbsttäuschung. Erkennt, dass das Komponieren eigentlich nie sein Weg war, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Er erkennt, dass er nur ein einfacher, wenn auch sehr bekannter, Klavierstimmer ist. Aber was ist mit all den Jahren vor seinem Erkennen? Wo sind sie? Gab es sie überhaupt? Es ist atemberaubend, wie Pascal Mercier es schafft, die Schwere dieser Tragik zu vermitteln. Nein, es sind nicht seine Worte. Es ist das Wie. Wie er es schafft, die Leben, die uns seitenlang begleiten und sich entfalten, Schritt für Schritt in einem rasanten Tempo komplett zu entleeren, bis zum Schluss fast nichts mehr von ihren Leben übrig bleibt. Am Ende des Buches fragt man sich verblüfft: Und nun? Was sollte das Ganze? Eigentlich? Und genau mit dieser entstandenen Leere, die sich jetzt im Leser gnadenlos ausbreitet, stellt uns Pascal Mercier vor einer unser größten Fragen: Was ist der Sinn Deines Lebens? Überleg! Das Buch war fesselnd.

Pascal Mercier, ein gnadenloser Fragender

Bewertung aus Norderstedt am 06.04.2020
Bewertungsnummer: 1312471
Bewertet: eBook (ePUB)

„ Die Fähigkeit, Erzählungen zu verstehen, statt sie nur zu konsumieren, ist die Fähigkeit, sich durch eine Erzählung verwandeln zu lassen: nach der Lektüre nicht mehr ganz der gleiche zu sein wie vorher, weil ich an anderen und mir selbst etwas Neues verstanden habe. Wenn ich diese Erfahrung mit einer Erzählung mache, erlebe ich sie als fesselnd.“ Diese Zeilen stammen aus der Feder der Philosophen Peter Bieri. Bekannt ist dieser Philosoph auch unter dem Namen Pascal Mercier. Ich selbst habe bis jetzt nur drei seiner Romane („Das Gewicht der Worte“, „Perlmanns Schweigen“ und „Der Klavierstimmer“) gelesen. Dafür innerhalb kurzer Zeit und in Begleitung seiner anderen Bücher („Wie wollen wir leben“; „Das Handwerk der Freiheit“), die er als Philosoph Peter Bieri schrieb. Das Motiv seiner Romane ist immer gleich. Weg vom Falschen Gesicht und somit Leben hin zum Richtigen Gesicht und somit Leben. Die Melodie aber ist immer eine andere. Und das macht seine Romane so unwiderstehlich. Und lehrreich. Denn immer wieder stellt Pascal Mercier dem Leser sie selben Fragen. Immer und immer wieder fragt er: Bist Du Dir sicher, dass Du Dein Leben lebst? Bist Du Dir sicher, dass Deine Worte be-und gelebt und dadurch tatsächlich Deine sind, oder sind sie nur leere, nachgeplapperte Hülsen? Bist Du Dir wirklich sicher, dass Du Dich und Deine tatsächlichen Beweggründe für Dein Wollen und Tun kennst? Bist Du Dir sicher, dass Du nicht an Deinem Leben vorbeilebst? Bist Du Dir sicher, dass Du Dich kennst? Selten habe ich einen so hartnäckigen Autor, der sich selbst und dadurch seine Leser nicht entkommen lässt, erlebt. Seine Romane sind vom ersten bis zum letzten Atemzug durchkomponiert. Jede einzelne Note wurde bewusst gesetzt. Jede. In seinem Roman „Der Klavierstimmer“ beschreibt uns der Autor einen Menschen, der in einem Heim aufwuchs und ein Großteil seines Lebens hofft, endlich den großen Durchbruch als Opernkomponist zu schaffen. Dafür sitzt er Tag für Tag, Jahr für Jahr in seinem Arbeitszimmer und komponiert eine Oper nach der anderen. Alle ohne Erfolg. Wie bekannt dürfte doch vielen diese Tragödie aus dem eigenen Leben vorkommen? Wie oft opfert man Lebenszeit um endlich den sättigenden Erfolg zu erzwingen? Doch er kommt nicht. Und wenn er kommt, dann ist er alles, nur nicht sättigend. Und plötzlich ist das Leben zu Ende. Aber war es auch das eigene Leben? Der Klavierstimmer erkennt seine Selbsttäuschung. Erkennt, dass das Komponieren eigentlich nie sein Weg war, sondern nur ein Mittel zum Zweck. Er erkennt, dass er nur ein einfacher, wenn auch sehr bekannter, Klavierstimmer ist. Aber was ist mit all den Jahren vor seinem Erkennen? Wo sind sie? Gab es sie überhaupt? Es ist atemberaubend, wie Pascal Mercier es schafft, die Schwere dieser Tragik zu vermitteln. Nein, es sind nicht seine Worte. Es ist das Wie. Wie er es schafft, die Leben, die uns seitenlang begleiten und sich entfalten, Schritt für Schritt in einem rasanten Tempo komplett zu entleeren, bis zum Schluss fast nichts mehr von ihren Leben übrig bleibt. Am Ende des Buches fragt man sich verblüfft: Und nun? Was sollte das Ganze? Eigentlich? Und genau mit dieser entstandenen Leere, die sich jetzt im Leser gnadenlos ausbreitet, stellt uns Pascal Mercier vor einer unser größten Fragen: Was ist der Sinn Deines Lebens? Überleg! Das Buch war fesselnd.

Tiefsinnig, meisterhaft

Barbara aus Forch am 05.07.2023

Bewertungsnummer: 1974656

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die ersten Kapitel empfand ich sehr langfädig, doch dann...! Der Aufbau des Romans ist hinreissend. Es geht um Zwillinge, eine Tochter, ein Sohn, die sich zu nahe stehen, zudem wird der Sohn von der Mutter grenzenlos vereinnahmt... Die entstandenen gegenseitigen Abhängigkeiten innerhalb der Familie wird so gross, dass Sohn und Tochter ausziehen, jeglichen Kontakt zu den Eltern und zueinander abbrechen. Um diese Trennung zu überstehen, schreiben sie sich Briefe, die sie nie abschicken. Diese Briefe enthüllen Schritt für Schritt die psychologische Not der Familie. Der Sohn beschreibt die tragische Lebensgeschichten der Mutter und ihrem Elternhaus, die Tochter die des Vaters und seiner Sippe. Als der Vater Jahre später einen Mord begeht, kommen die Zwillinge zurück nach Berlin und treffen sich wieder im Elternhaus. Da breitet sich das ganze Familiendrama aus, es kommt zur klärenden Auflösung. PM führt differenziert und spannend, die Entwicklung bis zur unglaublichen Tat, die man dem Vater kaum zugetraut hat. Die Fragen, was das Leben wertvoll und sinngebend macht, stellt sich dabei immer wieder und ist feinfühlig, psychologisch klar in den Verlauf des Romans eingewoben. Die Antworten dazu überlässt er den Lesern. Es ist schriftstellerisch, sprachlich ein Meisterwerk. Ein eher frühes Werk von PM, ein toller Roman.

Tiefsinnig, meisterhaft

Barbara aus Forch am 05.07.2023
Bewertungsnummer: 1974656
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die ersten Kapitel empfand ich sehr langfädig, doch dann...! Der Aufbau des Romans ist hinreissend. Es geht um Zwillinge, eine Tochter, ein Sohn, die sich zu nahe stehen, zudem wird der Sohn von der Mutter grenzenlos vereinnahmt... Die entstandenen gegenseitigen Abhängigkeiten innerhalb der Familie wird so gross, dass Sohn und Tochter ausziehen, jeglichen Kontakt zu den Eltern und zueinander abbrechen. Um diese Trennung zu überstehen, schreiben sie sich Briefe, die sie nie abschicken. Diese Briefe enthüllen Schritt für Schritt die psychologische Not der Familie. Der Sohn beschreibt die tragische Lebensgeschichten der Mutter und ihrem Elternhaus, die Tochter die des Vaters und seiner Sippe. Als der Vater Jahre später einen Mord begeht, kommen die Zwillinge zurück nach Berlin und treffen sich wieder im Elternhaus. Da breitet sich das ganze Familiendrama aus, es kommt zur klärenden Auflösung. PM führt differenziert und spannend, die Entwicklung bis zur unglaublichen Tat, die man dem Vater kaum zugetraut hat. Die Fragen, was das Leben wertvoll und sinngebend macht, stellt sich dabei immer wieder und ist feinfühlig, psychologisch klar in den Verlauf des Romans eingewoben. Die Antworten dazu überlässt er den Lesern. Es ist schriftstellerisch, sprachlich ein Meisterwerk. Ein eher frühes Werk von PM, ein toller Roman.

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Der Klavierstimmer

von Pascal Mercier

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