Die Schriftstellerin Nijanna sucht nach neuer Inspiration. Dazu mietet sie sich in einem verlassenen Haus mitten im Wald ein. Doch wird sie dort finden, was sie braucht? Oder entdeckt sie etwas Anderes, das tief in ihr auf den richtigen Moment zur Entfaltung wartet?
2. Auflage, 17. Februar 2014
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Phil Humor
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25.11.2013
eBook (ePUB)
Nijanna
Nijanna - ungewöhnlicher Frauenname.
Ni - Dhyana heißt auf Sanskrit: "runter in Meditation".
Nidana - heißt auf Sanskrit: "Ursache; Erforschung der Ursachen".
Nijanna, eine Autorin, ist auf der Suche nach Inspiration; sie ist leer - ihre Vermieterin nennt es "sie habe sich ausgeschrieben". Ist Einsamkeit dann das Richtige? Konfrontiert - ohne Ablenkung - mit sich selbst, das verkraften manche nicht, bevorzugen deshalb das Tätig-Sein, die Ablenkung, wollen den Geist füttern mit Süßem, Kalorienreichem - den Geist nähren mit Fast Food, was bequem erreichbar ist. Plötzliche Einsamkeit, Entzug dieser Geistes-Nahrung - für Nijanna ist es ein Schock. Doch weshalb so rasch dieser Umschwung?
Leer sein, hoffend, dass sie das Wasser und das Brot des Lebens ergattern möge, in Einsamkeit es finden - ihr wird das gar nicht so bewusst sein. Ihr geht es vor allem - vordergründig - um Inspiration. Doch was ist Inspiration anderes, als den Spiritus, den Heiligen Geist in sich zu erkennen?
Das nachtaktive Element ist hier am Wirken: sie kann ihm nichts entgegensetzen; ist lediglich fasziniert, lässt sich hinüberziehen - von Lebenswillen nicht zurückgehalten - ins Schattenreich. Symboltier dort: die Eule. Nachtjäger. Doch auch als weise gilt die Eule.
Mag sein, Nijanna verwandelt sich dort im Haus der Eulen, findet die Beute, die sie gesucht hat: Material, worüber sie schreiben kann, Bedeutendes; doch vordem muss sie sich verwandeln? Die Indianer haben Totem - bestimmtes Tier als Helfer. Drängt es Nijanna zu den Eulen? Die Nacht und die Weisheit suchend.
Könnte man auch deuten, was ein verzweifelter Autor alles unternimmt, nur um eine Schreibblockade zu durchbrechen: Das mieten, was Eremiten nützt - Einsamkeit.
Ob die Eulen einem zünftigen Eremiten von ihrer sprichwörtlichen Weisheit reichlich ausgeteilt hätten, oder ob es ihm nach kurzer Zeit gereicht hätte?
Vielleicht haben Autoren Eremiten etwas voraus: Fantasie. :-) Geübt darin, die Absurdität zu bändigen mit geschickt platzierten Worten, könnte solch ein Eulen-Gespräch durchaus hochinteressant sein für die Menschheit.
Das Haus der Eulen - sehr gerne betreten. Es erwartet den Leser Intelligenz und Spannung.
LG
Phil Humor
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