Produktbild: Im Namen des Volkes

Im Namen des Volkes Ermittlungs- und Gerichtsverfahren in der DDR gegen Nazi- und Kriegsverbrecher

Aus der Reihe edition ost
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29,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.07.2016

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/4,5 cm

Gewicht

613 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-01850-2

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.07.2016

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,1/13,4/4,5 cm

Gewicht

613 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-01850-2

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    01.08.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    IM NAMEN DES VOLKES - Akribische Auflistung der ostdeutschen Ermittlungs- und Gerichtsverfahren gegen Nazi- und Kriegsverbrecher

    26 Jahre nach dem Ende des zweiten deutschen Staates wird in einem bewussten medialen Konsens mehr und mehr verdrängt, dass die DDR in Sachen Verfolgung faschistischer Verbrechen und der daran Beteiligten deutlich konsequenter war als ihr westliches Pedant. "Die Deutsche Demokratische Republik war ein antifaschistischer Staat. Er wurde von aktiven Nazigegnern aufgebaut und gestaltet. Die juristische Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechern gehörte ebenso zum Staatscredo wie die Überwindung jeglichen rassistischen, antisemitischen, chauvinistischen und militaristischen Denkens. ... Nicht erst mit dem Ende der DDR, aber seither in besonderem Maße, wird deren antifaschistischer Charakter von ideologischen Gegnern und Kritikern infrage gestellt und als 'Gründungsmythos' denunziert. Vor allem soll damit die Legitimation dieses Staates bestritten und die BRD weißgewaschen werden." (S. 7) Um derartiger Legendenbildung entgegenzuwirken, haben die Autoren Dieter Skiba (*1938) und Reiner Stenzel (*1942) akribisch die zwischen 1945 und 1989 in der sowjetisch besetzten Zone sowie nachfolgend in der DDR erfolgten Ermittlungs- und Gerichtsverfahren dokumentiert. Beide waren im Ministerium für Staatssicherheit im Bereich der Aufklärung von Nazi- und Kriegsverbrechen tätig und sind daher auch mit einem Teil der Fälle schon aus jener Zeit vertraut. Insgesamt 12881 Nazi- und Kriegsverbrecher sind zwischen 1945 und 1989 in Ostdeutschland ermittelt und verurteilt worden. Dabei wurde 127 Mal das Todesurteil vollstreckt. In der Einführung erläutern die Autoren neben Grundlagen der Verurteilungen die Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit bei der Suche und Verfolgung von Nazi-Verbrechern. Nachfolgend werden einige ausgewählte Verfahren zu bestimmten Verbrechenskomplexen und Tätergruppen dargestellt. Die zwischen dem 21. April und 29. Juni 1950 im Zuchthaus von Waldheim durchgeführten Prozesse werden an 91 herausragenden Fällen gezeigt. Im Hauptteil des Buches (ab Seite 146) sind in einer Gesamtübersicht jene 839 Vorgänge aufgelistet, die zwischen 1945 und Mai 1990 vor Gericht verhandelt wurden, wobei wegen der Erfordernisse des bundesdeutschen Datenschutzes die Namen der meisten Angeklagten nur verkürzt wiedergegeben werden können. Neben der Anklage in Kurzform werden Urteil und Datum des Gerichtsentscheids sowie eventuelle Revisionen nach 1990 benannt. Der Auflistung liegen die Dokumentationen des holländischen Experten Prof. Christiaan F. Rüter zu Grunde, aus denen die ostdeutschen Fälle herausgelöst wurden. Das in der edition ost im Verlag Das Neue Berlin veröffentlichte Buch hat als Standardwerk zur Dokumentation des antifaschistischen Erbes der DDR in Zukunft ähnliche Bedeutung wie das 1965 erstmals veröffentlichte "Braunbuch".

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