Wie es im Jahr 2084 auf der Erde aussieht, wenn wir so weitermachen wie bisher – das erlebt die 16-jährige Nora in ihren Träumen. Sie träumt von ihrer Urenkelin Nova, die ihr in einem Brief ihre Welt schildert: Der Meeresspiegel ist gestiegen, Klimaflüchtlinge ziehen umher, im Norden grasen Kamele, zahlreiche Arten sind ausgestorben. Im wirklichen Leben weiß Nora Bescheid über Ökologie, Klimawandel und Artensterben. Gemeinsam mit ihrem Freund gründet sie eine Initiative, um die Erdatmosphäre zu schützen. 20 Jahre nach „Sofies Welt“ stellt Jostein Gaarder in diesem spannenden Jugendbuch eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Können wir unsere Umwelt und das Klima retten?
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Vielgood
aus Hamburg
5/5
25.11.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein tolles Geschenk für Jugendliche ab 14
Das neue Buch von Jostein Gaarder hat die Ressourcenknappheit der Erde als Thema. Mädchen mit 14 Jahren und älteren Alters werden sich über diese Lektüre als Geschenk bestimmt sehr freuen. Der seit Jahren sehr erfolgreiche Autor nimmt seine Leserinnen und Leser sehr ernst, das ist für junge Erwachsene ein echtes Geschenk !
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
06.12.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hoffentlich wird das Ziel erreicht
Vor ca. zwanzig Jahren hat Jostein Gaarder eine Riesenerfolg mit "Sofies Welt". Ein Werk, welches vom Best- zum Longseller mutierte. Dieses Schicksal ist dem neuen Buch des Autors auch zu wünschen. So wie seinerzeit mit der Religion ein gewichtiges Thema gefunden wurde, ist es nunmehr die Umwelt. Konkret geht es um die Entwicklung der Erde bis 2084, welche Nora in ihren Träumen wahr nimmt. Ganz, ganz, ganz wichtig!
Kaulquappe
aus Darmstadt
3/5
20.10.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein gutes Buch, was aber besser hätte sein können
Da sowohl das Thema des Buches mich interessiert hat und ich auch andere Bücher von Jostein Gaarder sehr gut fand, habe ich mir das Buch gleich gekauft, als ich es im Laden stehen sah.
Leider war es aber nicht ganz so gut wie erwartet, viele Fakten werden wiederholt und teilweise werden Stellen des Buches fast wörtlich wiederholt.
Man erfährt zwar einiges Neues und auch viel Interessantes, aber die Handlung ist etwas abstrus. Auch dass Nora ihren Psychater dauernd anruft und er fast sowas wie ein Freund wird ist seltsam, und obwohl er ihr anbot, dass Nora ihn immer anrufen kann, hat er fast nie Zeit für sie.
Eine Lösung für das Problem Klima ist auch nicht da und das Buch endet mit der Gründung einer Initiative zur Rettung der Umwelt, ob damit etwas erreicht wird ist unklar.
Was ich allerdings gut fand, sind die Zukunftsvisionen, die düster aber realistisch ausfallen, viele Tiere und Pflanzen sind ausgestorben und dass Eis schmilzt...
Leider nicht so gut wie erwartet, aber trotzdem spannend und informativ.
Bewertung
aus Stuttgart
1/5
03.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hat mit einem Roman nicht viel gemeinsam
Jostein Gaarder verpackt die ihm wichtigen Themen (im Vordergrund ist das die Zerstörung der Umwelt durch den Menschen, aber auch die Rücksichtslosigkeit und Dummheit des wohlhabenden Europas, die Eingeschränktheit der älteren Generation, die die Erde angeblich eigenverantwortlich so zugerichtet hat, die moralische Überlegenheit der jüngeren Generation, die die Erde retten muss und auch will, das innerliche Loslösen der Kinder und Jugendlichen von den Anschauungen ihrer Eltern...) in einer für den/die Leser*in wenig ansprechenden Verpackung, die der Bezeichnung "Roman" nicht gerecht wird. Die Aneinanderreihung von wissenschaftlichen Fakten - meist in reduzierter Form, oft philosophisch angehaucht, seltener auch erklärt, statt bloß aufgelistet - macht keinen Spaß zu lesen.
Die Dialoge sind wirklich schwach gestaltet und absolut unauthentisch. Der erwachsene Psychiater scheint auf die Lebensweisheiten der 15-jährigen Nora angewiesen zu sein, als seine Tochter in Somalia entführt wird ("Denke positiv und gehe mal joggen, das hilft") und befreundet sich nach einem einzigen Anamnesegespräch so gut mit ihr, dass sie miteinander SMS schreiben und private Telefonate führen, schließlich akzeptiert der Psychiater sogar den expliziten Vorschlag Noras, dass sie beide keine berufliche Beziehung, sondern eine gute Freundschaft pflegen sollten - die Erwachsenen-Kind-Beziehung, die hier dargestellt wird, ist mehr als fragwürdig!
Noras Eltern spielen keine Rolle, werden an mancher Stelle lediglich als unwissend dargestellt (Nora muss ihre Mutter in Sachen Umweltschutz erziehen).
Obwohl Gaarder einige Ursachen für die Zerstörung des Planeten nennt und erschöpfend ausführt, obwohl er nicht selten auch sinnvoll argumentiert, wird ein sehr wichtiger Punkt nur vage erwähnt: Dass es in der Hauptsache nicht die Durchschnittsbürger sind, die mit ihrem laufenden Automotor an der Tankstelle die Umwelt kaputt machen, sondern große Konzerne, die unaufhörlich abholzen, bohren, pumpen und eine korrupte Politik, die Wirtschaftswachstum und Wohlstand zum obersten Ziel erklärt hat und Umweltschutz als lästiges Pflichtthema ansieht, dank dem man vielleicht noch den ein oder anderen Steuerbeitrag erheben kann. Schlicht von einer "egoistischen Generation" zu sprechen, die dumm und faul alles zerstört, ist sehr problematisch.
Weil Gaarder offensichtlich nicht in erster Linie ein Buch für Jugendliche schreiben wollte, sondern seinen politischen Standpunkt veröffentlichen wollte, gibt es von mir nur einen Stern. Mit Literatur hat das wenig zu tun, das wird auch der/die jugendliche Leser*in schnell bemerken.
Raumzeitreisender
aus Ahaus
3/5
21.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Jostein Gaarder schreibt…
Jostein Gaarder schreibt nicht nur Geschichten, sondern er verarbeitet Sachthemen in seinen Romanen. Er schreibt über Philosophie (Sofies Welt), Evolution (Maya oder Das Wunder des Lebens), Naturwissenschaft und Glaube (Die Frau mit dem roten Tuch), über existenzielle Fragen (Genau richtig), über Liebe und Trauer (Das Orangenmädchen) und über den Literaturbetrieb (Der Geschichtenverkäufer). In „2084“ setzt er sich mit den Folgen der Klimakrise auseinander. Er wagt einen Ausflug in das Jahr 2084, um deutlich zu machen, wohin die derzeitige Entwicklung führt. Protagonistin Nora träumt sich in die Zukunft und sie erlebt nicht nur die Zerstörung der Erde, sondern wird auch konfrontiert mit Vorwürfen künftiger Generationen, warum sie und ihre Generation wohl wissend nicht gegengesteuert haben. Afrika unbewohnbar, Kamele in Norwegen, Völkerwanderung Richtung Norden, Tiere nur noch als Hologramme, die Zukunft sieht düster aus. Während ich mich mit Nora und ihrem Freund Jonas kaum anfreunden konnte, fand ich die Prognosen über die Zukunft aussagekräftig. Sie sollen Nora und die Leser der Geschichte dazu bewegen, eine Wende herbeizuführen, denn die heutige Generation trägt Verantwortung.. Zumindest eine Idee, wie man Einfluss auf die Entwicklung nehmen kann, wird thematisiert, wenngleich Spenden, auch wenn sie zielgerichtet zum Schutz spezieller Arten erfolgen, nur ein Tropfen auf den heißen Stein bedeuten. Die Probleme sind komplexer und ohne massive Einschränkungen im Konsumverhalten nicht lösbar. Da hilft auch kein magischer Ring, weder im Roman, noch in der Realität.
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