Produktbild: Schwimmen mit Elefanten

Schwimmen mit Elefanten Roman

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2013

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/3 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1

Originaltitel

Neko wo Daite Zô to Oyogu

Übersetzt von

Sabine Mangold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-013-8

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2013

Verlag

Liebeskind

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,5/12,8/3 cm

Gewicht

414 g

Auflage

1

Originaltitel

Neko wo Daite Zô to Oyogu

Übersetzt von

Sabine Mangold

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95438-013-8

Herstelleradresse

Liebeskind
Tal 15
80331 München
DE
post@liebeskind.de

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  • Bewertung

    aus Friedberg

    5/5

    11.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbar!

    Wieder eine typische Ogawa. Eine wunderliche Geschichte über einen Jungen, der das Schachspielen lernt und so seine Bestimmung und dadurch die Freundschaft seines Lebens findet. Natürlich gibt es wieder den typischen Schuss Surrealismus, der über der Geschichte schwebt. Wunderbar erzählt und ein Ende, das einem gar Tränen in die Augen zaubert. Und ganz nebenbei bekommt man unglaublich Lust Schach zu spielen!

  • Igelmanu66

    aus Mülheim

    4/5

    11.01.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf dem Ozean des Schachs

    »Der dicke Mann besaß weder einen Meistertitel, der ihm von der Schachvereinigung verliehen worden war, noch nahm er an internationalen Turnieren teil. Er spielte einfach nur gerne Schach. Aber er hatte intuitiv die Bedeutung des Spiels erfasst. Für ihn ging es nie darum, den König des Gegners in die Enge zu treiben, sondern die Schönheit des Spiels zu genießen. Denn die Gabe, in einzelnen Schachzügen die Klangfarbe einer Violine zu erkennen oder das Spektrum des Regenbogens oder eine Philosophie, die kein noch so genialer Kopf mit Worten beschreiben kann, ist etwas anderes, als bloß eine Partie zu gewinnen.« Diese sehr poetische Geschichte schildert das Leben eines zu Beginn der Handlung 7 Jahre alten Jungen, der in armen Verhältnissen bei den Großeltern aufwächst. Der Junge ist ein einsames Kind, ein Außenseiter, der sich - hochsensibel und mit einer großen Phantasie ausgestattet - regelmäßig in eine Traumwelt zurückzieht, zu der auch eine imaginäre Freundin (»Niemand konnte so gut erklären wie sie.«) und ein zeitlebens gefangener Elefant gehören. In einem alten Eisenbahnwaggon lehrt ihn ein "dicker Mann" das Schachspielen und damit verbunden eine ganz besondere Lebensphilosophie - beides wird von nun an im Zentrum seines Lebens stehen und ihm den Namen "Der kleine Aljechin" (nach dem Schachweltmeister) einbringen. Puh, was für ein trauriges Buch! Leise und unaufgeregt erzählt die Autorin eine Geschichte, die mir manches Mal die Kehle zuschnürte. Was ich bewundert habe, war die wunderbare Sprache und die Art, das Leben als großes Schachspiel darzustellen und alle möglichen Geschehnisse wie Schachzüge zu beschreiben. Wie ein Schachspiel zur Lebensphilosophie werden kann, konnte ich mir zuvor nicht vorstellen, sollte man am besten selber lesen. Ich glaube aber, dass es für das Leseverständnis gut ist, wenn man zumindest die Grundbegriffe des Spiels kennt - es könnte doch an der ein oder anderen Stelle sonst vielleicht ein wenig zu abstrakt werden. Ohnehin ist es nicht einfach (jedenfalls empfand ich es so), sich in das geduldige Ertragen seines Schicksals, wie es der Junge lebt, einzufühlen. Ich hätte ihn gerne manches Mal geschüttelt und gerufen: "Steh auf! Du bist so ein intelligentes Kerlchen! Versuch doch, aus deinem Leben etwas zu machen!" Aber seine Psyche ist eine recht komplizierte. In den Grenzen, die ihm das Leben gesetzt hat, fühlt er sich gefangen. Andererseits gibt ihm dieses Gefangensein ein Gefühl der Sicherheit, da ihm in Ermangelung von Alternativen nichts anderes übrig bleibt, als sich in das hineinzufinden, was das Schicksal scheinbar für ihn vorgesehen hat. Und so traurig mir die Geschichte auch vorkommt, der Junge selbst (ja, er bleibt bis zum Ende namenlos) ist zufrieden, wenn er in den Ozean des Schachs eintauchen kann und bleibt sich und seinen Werten treu. Am Ende behält man ihn als guten Menschen in Erinnerung, während bei diversen Personen, die seinen Weg im Laufe seines Lebens kreuzten, ganz deutlich wird, wie sie seine Duldsamkeit ausnutzen und sich durch ihn bereichern. Fazit: Ganz klar ein besonderes Buch. Interessante Thematik, sehr poetisch aber auch tieftraurig. »Aber der Mann führte den Jungen auf den Ozean des Schachs hinaus, wo er ihn lehrte, nur sich selbst zu vertrauen und eigene Spuren zu hinterlassen, ohne dabei vor Abgründen und gefährlichen Strömungen zurückzuweichen.«

  • Bewertung

    4/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Märchenhafte, sehr besondere Geschichte. Sehr...

    Märchenhafte, sehr besondere Geschichte. Sehr poetisch.

  • leserattebremen

    aus Berlin

    5/5

    27.07.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Junge der nicht wachsen…

    Ein Junge der nicht wachsen will - das klingt fast nach Pippi Langstrumpf und ihren Krummelus-Pillen. Doch der kleine Junge in diesem Buch hat nichts gegen das erwachsen werden, er will nur nicht groß werden. Seit er weiß, dass die arme Elefantendame Indira einsam auf einem Kaufhausdach sterben musste, weil sie zwar als kleiner Elefant nach oben kam, jedoch zu groß wurde um wieder im Aufzug nach unten zu kommen, hat er Angst, groß zu werden. Er lebt mit seinen Freunden, der Elefantendame Indira und dem kleinen Mädchen Mira, das in einer Spalte eingeklemmt in seinem Kleiderschrank sitzt - alles in seiner Vorstellung. Doch zufällig trifft er eines Tages einen Mann, der in einem umgebauten Bus lebt . Er bringt ihm das Schachspielen bei und verändert so das Leben des Jungen. Die Geschichte in „Schwimmen mit Elefanten“ ist so stimmungsvoll und still erzählt, dass man beim Lesen Angst bekommt, den Ablauf zu stören, der den Jungen durch sein Leben leitet. Trotz tragischer und dramatischer Ereignisse wird die Erzählung nie hektisch, Yoko Ogawa schafft es, einen von der ersten bis zur letzten Zeile mit den Figuren in Verbindung zu bringen und so fühlt man mit dem Jungen, wenn er unter dem Schachbrett sitzend nach neuen Zügen sinnt, während man gleichzeitig in Be- und Verwunderung erstarrt. Der Protagonist ist eigenartig und einzigartig zugleich, man möchte ihn beschützen und gleichzeitig ins Leben schubsen, damit er voran kommt. Und obwohl es in der ganzen Geschichte eigentlich nur um das Schachspiel geht, schafft der Autor es, auch Nicht-Kenner des Schachspiels zu verzaubern und mit in diese Welt zu nehmen, die den Jungen so fasziniert, mit einem wahren Ozean an Möglichkeiten, in dem jeder Spielzug zum Abbild des Charakters wird. Es ist ein ganz besonderes Buch mit ganz besonderen Figuren, das Yoko Ogawa geschaffen hat und wenn man es am Ende zuklappt, braucht man ein wenig, um die Welt des Jungen zu verlassen und wieder im hier und jetzt anzukommen. Diese Reise in die Welt des kleinen Jungen kann ich jedem nur ans Herz legen, es lohnt sich.

  • Igelmanu

    aus Mülheim

    4/5

    24.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    »Der dicke Mann besaß weder…

    »Der dicke Mann besaß weder einen Meistertitel, der ihm von der Schachvereinigung verliehen worden war, noch nahm er an internationalen Turnieren teil. Er spielte einfach nur gerne Schach. Aber er hatte intuitiv die Bedeutung des Spiels erfasst. Für ihn ging es nie darum, den König des Gegners in die Enge zu treiben, sondern die Schönheit des Spiels zu genießen. Denn die Gabe, in einzelnen Schachzügen die Klangfarbe einer Violine zu erkennen oder das Spektrum des Regenbogens oder eine Philosophie, die kein noch so genialer Kopf mit Worten beschreiben kann, ist etwas anderes, als bloß eine Partie zu gewinnen.« Diese sehr poetische Geschichte schildert das Leben eines zu Beginn der Handlung 7 Jahre alten Jungen, der in armen Verhältnissen bei den Großeltern aufwächst. Der Junge ist ein einsames Kind, ein Außenseiter, der sich - hochsensibel und mit einer großen Phantasie ausgestattet - regelmäßig in eine Traumwelt zurückzieht, zu der auch eine imaginäre Freundin (»Niemand konnte so gut erklären wie sie.«) und ein zeitlebens gefangener Elefant gehören. In einem alten Eisenbahnwaggon lehrt ihn ein "dicker Mann" das Schachspielen und damit verbunden eine ganz besondere Lebensphilosophie - beides wird von nun an im Zentrum seines Lebens stehen und ihm den Namen "Der kleine Aljechin" (nach dem Schachweltmeister) einbringen. Puh, was für ein trauriges Buch! Leise und unaufgeregt erzählt die Autorin eine Geschichte, die mir manches Mal die Kehle zuschnürte. Was ich bewundert habe, war die wunderbare Sprache und die Art, das Leben als großes Schachspiel darzustellen und alle möglichen Geschehnisse wie Schachzüge zu beschreiben. Wie ein Schachspiel zur Lebensphilosophie werden kann, konnte ich mir zuvor nicht vorstellen, sollte man am besten selber lesen. Ich glaube aber, dass es für das Leseverständnis gut ist, wenn man zumindest die Grundbegriffe des Spiels kennt - es könnte doch an der ein oder anderen Stelle sonst vielleicht ein wenig zu abstrakt werden. Ohnehin ist es nicht einfach (jedenfalls empfand ich es so), sich in das geduldige Ertragen seines Schicksals, wie es der Junge lebt, einzufühlen. Ich hätte ihn gerne manches Mal geschüttelt und gerufen: "Steh auf! Du bist so ein intelligentes Kerlchen! Versuch doch, aus deinem Leben etwas zu machen!" Aber seine Psyche ist eine recht komplizierte. In den Grenzen, die ihm das Leben gesetzt hat, fühlt er sich gefangen. Andererseits gibt ihm dieses Gefangensein ein Gefühl der Sicherheit, da ihm in Ermangelung von Alternativen nichts anderes übrig bleibt, als sich in das hineinzufinden, was das Schicksal scheinbar für ihn vorgesehen hat. Und so traurig mir die Geschichte auch vorkommt, der Junge selbst (ja, er bleibt bis zum Ende namenlos) ist zufrieden, wenn er in den Ozean des Schachs eintauchen kann und bleibt sich und seinen Werten treu. Am Ende behält man ihn als guten Menschen in Erinnerung, während bei diversen Personen, die seinen Weg im Laufe seines Lebens kreuzten, ganz deutlich wird, wie sie seine Duldsamkeit ausnutzen und sich durch ihn bereichern. Fazit: Ganz klar ein besonderes Buch. Interessante Thematik, sehr poetisch aber auch tieftraurig. »Aber der Mann führte den Jungen auf den Ozean des Schachs hinaus, wo er ihn lehrte, nur sich selbst zu vertrauen und eigene Spuren zu hinterlassen, ohne dabei vor Abgründen und gefährlichen Strömungen zurückzuweichen.«

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