Produktbild: Schwarzer Frost

Schwarzer Frost Roman

Aus der Reihe Edition Periplaneta
2

13,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2012

Verlag

Periplaneta

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

20,6/13,5/1,7 cm

Gewicht

307 g

Auflage

3. Auflage, März 2019

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-940767-97-4

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2012

Verlag

Periplaneta

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

20,6/13,5/1,7 cm

Gewicht

307 g

Auflage

3. Auflage, März 2019

Sprache

Deutsch

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978-3-940767-97-4

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    26.06.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Ein faszinierender Roman.

    Mit »Schwarzer Frost« ist dem Autor David Wonschewski ein bitterböser, kompromissloser Debütroman gelungen, 2012 beim Periplaneta Verlag erschienen. In einem gnadenlosen Monolog analysiert der namenlose Ich-Erzähler, seines Zeichens Radiomoderator, sein bisheriges Leben und sein unmittelbares Privat- und Arbeitsumfeld. Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Er lädt seinen verhassten Kollegen Lohwald zu sich ein. Der Roman gliedert sich in drei Teile: vor, während und nach des Besuches von Lohwald. Dazwischen erfährt man etwas über die gescheiterte Beziehung des Ich-Erzählers zu Marie und zu seinem besten Freund Moritz, der in China Suizid beging. Der Protagonist bestärkte Moritz in seinem Vorhaben. Das alles lässt ihn allerdings unbeteiligt, da er immer den »Schwarzen Frost« spürt, er leidet an Depressionen. Dann fasst er den Entschluss, Lohwald zu ermorden ... Als Leser braucht man ein Verständnis für schwarzen Humor, wenn man sich auf diesen radikalen Roman einlassen möchte, der einige schockierende Ansichten aufweist und nebenbei noch mit der Medienbranche abrechnet. In klarer Sprache seziert Wonschewski einen Menschen, der ein Mörder sein könnte und doch fasziniert.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    04.12.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Düsterer Gedankendschungel

    Um es vorweg zu sagen: „Schwarzer Frost“ vom Berliner Romandebütanten David Wonschewski ist nichts für Unbedarfte. Der Leser wird mit einem Ich-Erzähler konfrontiert, der sich um Kopf und Kragen psychologisiert; seine Gedanken springen, zirkulieren, wiederholen sich. Das ist manchmal jenseits von Gut und Böse: Da ist jemand, der nicht aus sich heraus kann und der Leser steht nun 238 Seiten lang in einem sehr unheimlichen Gedankendschungel. Soll er einen depressiven Menschen nüchtern beim Untergehen beobachten? Oder soll er sich ärgern über diesen Protagonisten, der seine Freundin schlägt und sich in Übertreibungen flüchtet, die die Banalität seines Lebens umso deutlicher hervorstechen lassen? Dabei erinnern die Erzählstrategie (und auch das Thema) an die Kurzgeschichte „Die depressive Person“ von David Foster Wallace. Insbesondere die enervierende Selbstbespiegelung, die latente, aber stets relativierte Aggressivität des offenbarten Selbstmitleids treffen sowohl auf Wallaces wie auch auf Wonschewskis Erzählerfigur zu. Verstörend einfach gelingt es „Schwarzer Frost“, den Gedankenkosmos einer gestörten Persönlichkeit für den Leser plausibel zu erschließen. Und wie bei Wallace auch werden keine Kompromisse an Lesegewohnheiten gemacht. Das ist teils anstrengend, teils herausfordernd, aber wer dran bleibt und sich darauf einlässt, der erfährt etwas über die Brüchigkeit und Pathologie eines Menschen, „der ein Mörder sein könnte“. Wer an Wallace und ähnlich Gestrickten Gefallen findet, sollte sich „Schwarzer Frost“ nicht entgehen lassen.

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