Produktbild: Berthold Beitz

Berthold Beitz Die Biographie

2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

25 - 100 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.08.2013

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/4,6 cm

Gewicht

520 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-30346-0

Beschreibung

Rezension

»Dem Journalisten Joachim Käppner ist eine hochgelobte Biografie gelungen, die zugleich ein Panorama des 20. Jahrhunderts in Deutschland entwirft.« ("Spiegel Geschichte")
»Glänzende Biografie.« ("Wiener Zeitung")
»Man saugt regelrecht in sich hinein, was der Joachim Käppner da berichtet. (...) Der Autor setzt einen neuen Standard in Gestaltung und Abfassung von Lebensbeschreibungen Großindustrieller.« ("Preußischer Landbote")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

25 - 100 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.08.2013

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/4,6 cm

Gewicht

520 g

Farbe

Schwarz / Messing

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-30346-0

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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Der letzte Ruhrbaron

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.02.2026

Bewertungsnummer: 3047892

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Historiker Joachim Käppner beschreibt das Lebenswerk von Berthold Beitz (1913 – 2013) und das ist beeindruckend. Beitz ist in einfachen Verhältnissen in einem Dorf in Pommern aufgewachsen. Der Krieg führte ihn nach Boryslaw, in den damaligen Grenzen von Polen gelegen (heute Ukraine), wo er als Direktor der Karpaten-Öl AG tätig war und unter Einsatz seines Lebens der dortigen jüdischen Bevölkerung geholfen hat. Dafür wurde er 1990 mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die Israel an Ausländer vergeben kann. In der Nachkriegszeit machte er zunächst in Hamburg bei einer ersicherung Karriere. Auf persönliche Intervention von Alfried Krupp wurde er 1953 Generalbevollmächtigter des Krupp-Konzerns. Er wechselte von Hamburg nach Essen. Nach dem Tod von Alfried Krupp wurde er Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die er im Geist und Andenken an den Stifter Alfried Krupp über 40 Jahre geleitet hat. Der Autor beschreibt zahlreiche Facetten aus dem Leben von Berthold Beitz. Hierzu gehören seine humanitären Leistungen, seine Unternehmenspolitik, sein Verhältnis zu Alfried Krupp, sein ostpolitisches Engagement und sein Einsatz für die Olympischen Spiele. Seine menschlichen Qualitäten haben dazu beigetragen, dass er sich zu einer der großen Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte entwickelt und Zeitgeschichte geschrieben hat. Beitz war ein freiheitsliebender charismatischer Mensch mit dem intuitiven Gefühl für das Mögliche und dem Mut zum entschlossenen Handeln. Das Buch ist nicht primär chronologisch, sondern themenbezogen aufgebaut. Das führt zu manchen Wiederholungen. Es ist verständlich geschrieben, macht neugierig und fesselt die Leser. Zudem enthält es zahlreiche Fotos und ein umfangreiches Quellenverzeichnis. Ich hätte mir mehr Stellungnahmen von anderen Menschen (außerhalb von Boryslaw) zu Berthold Beitz gewünscht. Wie haben ihn Mitarbeiter, Angehörige aus der Unternehmerfamilie Krupp von Bohlen und Halbach, Gewerkschafter, Politiker, Manager und seine Gegner gesehen? Berthold Beitz stand für verantwortliches Handeln unabhängig vom Mainstream, für die Versöhnung mit den Völkern Osteuropas, für soziales Engagement und für einen menschlichen Kapitalismus. Helmut Schmidt bringt es auf den Punkt: "Ich verbeuge mich vor seiner Lebensleistung und freue mich sehr, dass Joachim Käppner dieses mit der vorliegenden Biografie eines großen Mannes für die breite Öffentlichkeit ebenso tut." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Der letzte Ruhrbaron

Raumzeitreisender aus Ahaus am 16.02.2026
Bewertungsnummer: 3047892
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Historiker Joachim Käppner beschreibt das Lebenswerk von Berthold Beitz (1913 – 2013) und das ist beeindruckend. Beitz ist in einfachen Verhältnissen in einem Dorf in Pommern aufgewachsen. Der Krieg führte ihn nach Boryslaw, in den damaligen Grenzen von Polen gelegen (heute Ukraine), wo er als Direktor der Karpaten-Öl AG tätig war und unter Einsatz seines Lebens der dortigen jüdischen Bevölkerung geholfen hat. Dafür wurde er 1990 mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die Israel an Ausländer vergeben kann. In der Nachkriegszeit machte er zunächst in Hamburg bei einer ersicherung Karriere. Auf persönliche Intervention von Alfried Krupp wurde er 1953 Generalbevollmächtigter des Krupp-Konzerns. Er wechselte von Hamburg nach Essen. Nach dem Tod von Alfried Krupp wurde er Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die er im Geist und Andenken an den Stifter Alfried Krupp über 40 Jahre geleitet hat. Der Autor beschreibt zahlreiche Facetten aus dem Leben von Berthold Beitz. Hierzu gehören seine humanitären Leistungen, seine Unternehmenspolitik, sein Verhältnis zu Alfried Krupp, sein ostpolitisches Engagement und sein Einsatz für die Olympischen Spiele. Seine menschlichen Qualitäten haben dazu beigetragen, dass er sich zu einer der großen Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte entwickelt und Zeitgeschichte geschrieben hat. Beitz war ein freiheitsliebender charismatischer Mensch mit dem intuitiven Gefühl für das Mögliche und dem Mut zum entschlossenen Handeln. Das Buch ist nicht primär chronologisch, sondern themenbezogen aufgebaut. Das führt zu manchen Wiederholungen. Es ist verständlich geschrieben, macht neugierig und fesselt die Leser. Zudem enthält es zahlreiche Fotos und ein umfangreiches Quellenverzeichnis. Ich hätte mir mehr Stellungnahmen von anderen Menschen (außerhalb von Boryslaw) zu Berthold Beitz gewünscht. Wie haben ihn Mitarbeiter, Angehörige aus der Unternehmerfamilie Krupp von Bohlen und Halbach, Gewerkschafter, Politiker, Manager und seine Gegner gesehen? Berthold Beitz stand für verantwortliches Handeln unabhängig vom Mainstream, für die Versöhnung mit den Völkern Osteuropas, für soziales Engagement und für einen menschlichen Kapitalismus. Helmut Schmidt bringt es auf den Punkt: "Ich verbeuge mich vor seiner Lebensleistung und freue mich sehr, dass Joachim Käppner dieses mit der vorliegenden Biografie eines großen Mannes für die breite Öffentlichkeit ebenso tut." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wissenswert

Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 05.09.2013

Bewertungsnummer: 478530

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vor kurzem starb, fast hundert Jahre alt geworden, Berthold Beitz. Sein Name wird meist mit seiner Funktion als Vorsitzender des Krupp-Konzerns in Verbindung gebracht. Ein Big Player der Wirtschaft. Dass dieser Mann, auch ein Gerechter unter den Völkern war, welcher hunderte Juden vor den Nazischergen gerettet hat, ist weitgehend unbekannt. Dank des Autors bleibt dies nicht so. Spannende Zeitgeschichte.

Wissenswert

Marie-Therese Reisenauer aus Wien am 05.09.2013
Bewertungsnummer: 478530
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vor kurzem starb, fast hundert Jahre alt geworden, Berthold Beitz. Sein Name wird meist mit seiner Funktion als Vorsitzender des Krupp-Konzerns in Verbindung gebracht. Ein Big Player der Wirtschaft. Dass dieser Mann, auch ein Gerechter unter den Völkern war, welcher hunderte Juden vor den Nazischergen gerettet hat, ist weitgehend unbekannt. Dank des Autors bleibt dies nicht so. Spannende Zeitgeschichte.

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Berthold Beitz

von Joachim Käppner

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  • Inhalt
    Vorwort von Helmut SchmidtBundeskanzler a. D.
    Zur Einführung: In Jerusalem (1990)
    Kindheit und JugendZemmin:
    Ein kleines Dorf in Pommern - Sonnige Jahre: Schulzeit - Das respektierte Kind: Prägung - Der Aufstieg
    »Er hat alles versucht«: Berthold und Else Beitz' Rettungsaktionen in Boryslaw
    Ein Klavier aus Deutschland - »Eine Zeit großer Traurigkeit«: Das Grauen in der Panskastraße - Der Manager und die Mörder - Die erste Aktion: August 1942 - Denunzianten: Bei der Gestapo - »Hätte ich noch mehr tun können?« Schwindende Spielräume 80 - Todesspiel:Beitz und der SS-Mann - Unter Wölfen: Die Einsamkeit des Retters - »Lauft in die Wälder«: Das Ende 1944 - Die Überlebenden
    Der Aufstieg eines Unbescholtenen: Kriegsende und Neubeginn
    Ostfront 1945: Flucht aus Tirschtiegel - »Ich erschieße nicht einfach so Leute«: Die Militärjustiz - Mai 1945: Rückkehr nach Hamburg - »Mensch Berthold!« Ein folgenreiches Wiedersehen - Die Könige von Hamburg
    Alfried Krupp: Der stille Stahlkönig
    Ein Mädchen am Meer - Ein Mann mit Vergangenheit - Ein nächtlicher Handschlag
    Beitz in Essen: »Was Krupp nicht sagt, sage ich«
    »Und jetzt den Deckel drauf!« - Ein Empfang, so kalt wie Eis - Polen: Die schwierige Erinnerung - »Man muss die Macht zu gebrauchen wissen«: Der neue Besen - Gold aus Alexandria, Abrechnung in Essen - Fremde oder Freunde? Die Familie von Bohlen - »Ihr Zerberusse, wahrt nur euer Reich«: Kampf um Krupp - 150 Jahre Krupp: Jubelfeiern in Essen
    Der Pionier: Beitz und das neue Gesicht des Konzerns
    »Kinder statt Kanonen«: Abschied von der Waffenproduktion- Gegen alle Widerstände: Berthold Beitz und die Entschädigung für jüdische KZ-Häftlinge (1959)
    Wegbereiter der Ostpolitik (1956-1969)
    Ein Brief aus Polen - Zu Gast bei Freunden: Charmeoffensive nach Osten - »National unzuverlässig«: Konflikt mit Kanzler Adenauer - »Ich bin ein Vorkämpfer«: Motive - Die polnische Mission (1958-1962) - Krupps Mann im Kreml: Der Besuch bei Chruschtschow - »Ich bitte Sie ...«: Humanitäre Aktionen
    Ein Kruppianer in Kampen:Berthold Beitz privat
    »Was soll nur einmal aus Krupp werden?«: Das Jahr der Entscheidung (1966)
    Der traurige Prinz: Arndt von Bohlen - »Doch Sie sind da, um mir zu helfen«: Vater zwei - »Gründen Sie doch eine Stiftung«: Die Zukunft des Konzerns - Nacht der Entscheidung - »Das ist unverantwortlich!«: Kampf um die Stiftung - Der letzte Ritter
    Ein Kampf um Krupp:Die große Krise (1966-1972)
    Schulden und Sühne: Konzern in Not (1966/ 67) - »Wir sind bescheiden «: Die Krupp-Krise 1967 - Totenwache auf dem Hügel: Alfried Krupps Tod - Der Bund: Berthold Beitz und Alfried Krupp - Der Verbannte vom Hügel - Der Freund von der anderen Seite: Otto Brenner - »Wir wählen Sie jetzt ab«: Der Aufstand gegen Abs - Späte Abbitte in Essen: Abs' letztes Geschenk
    Der Retter und der Henker: Die Hildebrand-Prozesse
    Ein Mann ohne Vergangenheit - »Halten Sie sich fest«: Der Entlastungszeuge (1952/53) - »Mensch Hilde!«: Wiedersehen in Saal 131 (1966) - »Ich bin unschuldig«: Das Urteil - Gerüchte und Gerechte: Epilog in Jerusalem
    »Einmal sehen ist besser als hundertmal hören«: Von Essen um die Welt
    Brandts Kniefall in Warschau: Berthold Beitz und die Entspannungspolitik - Yes-Man und No-Man: Machtkämpfe bei Krupp - In einem unbekannten Land: Die Chinareise 1973
    Einsame Entscheidungen:Der Konzernlenker (1973-1983)
    »Majestät, haben Sie das Spiel gesehen?«: Beitz' Coup im Iran (1974/1976) - Das Haupt des Ungeheuers: Immer neue Vorstände - »Zu müde diesem Gegenstand gegenüber«: Golo Mann und Berthold Beitz
    Der Herr der Ringe: Berthold Beitz und die Olympischen Spiele
    Spiel der großen Entwürfe: Olympia 1972 - »Diese Idioten«: Zwischen Sport und Politik (1980-1988)
    Eine Art Heimkehr: Berthold Beitz und die DDR
    Tausend Feuer, Ofen aus: Rheinhausen
    Der Drache und die Funken: Erinnerungen im »Reichsadler« - Der Weg in den Konflikt: Cromme und die Stahlkrise - »Auge um Auge!«: Aufstand der Stahlarbeiter (1987) - 1989: Ein Abschied, der keiner ist
    »Das bauen wir alleine«: Förderer und Geehrter
    Der Patriarch
    Der Pakt der alten Herren - Das Duell der Stahlriesen - Die »schützende Hand« - Im Hause des Patriarchen: Die »Essener Erklärung « - Gerhard Cromme: Der gestürzte Kronprinz - DasVermächtnis - Das Geheimnis der Freiheit: Anstelle eines Nachworts
    Anhang
    Dank
    Anmerkungen
    Literatur und Quellen
    Bildnachweis
    Personenregister