„Für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre … menschliche Abgründe als ganz große Literatur.“ ("ARD Morgenmagazin")
»Ein Höllentrip und eines der aufwühlendsten Bücher der Saison.« ("Jobst-Ulrich Brand, FOCUS")
„Ein böses Sittengemälde aus den USA der 50er, voll sexuellem Missbrauch, Korruption, Voyeurismus, Wahnsinn und Gewalt.“ ("STERN")
»Ein Wunder von unerhörter literarischer und menschlicher Tiefe.« ("Annabelle")
„Für mich eines der besten Bücher der letzten Jahre … menschliche Abgründe als ganz große Literatur.“ ("ARD Morgenmagazin")
»Ein Höllentrip und eines der aufwühlendsten Bücher der Saison.« ("Jobst-Ulrich Brand, FOCUS")
„Ein böses Sittengemälde aus den USA der 50er, voll sexuellem Missbrauch, Korruption, Voyeurismus, Wahnsinn und Gewalt.“ ("STERN")
»Ein Wunder von unerhörter literarischer und menschlicher Tiefe.« ("Annabelle")
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Vom amerikanischen Alptraum
NiWa am 19.04.2021
Bewertungsnummer: 1484225
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In den 1950er-Jahren wächst Arvin im Mittleren Westen der USA auf. Umgeben von Verbrechen, Korruption und religiösem Wahnsinn findet er einen Ausweg aus der Hölle, die sein Leben bisher gewesen ist.
Mit "Das Handwerk des Teufels" hat Donald Ray Pollock ein gesellschaftskritisches Drama, einen Roman Noir mit Southern-Gothic-Einschlag, von der düstersten Sorte geschrieben, das den Leser um Gnade bitten lässt.
Es ist bemerkenswert schwierig zu "Das Handwerk des Teufels" eine vernünftige Rezension zu schreiben, ohne zu viel zu verraten und gleichermaßen dem Buch gerecht zu werden.
Es beginnt gar nicht mit dem Protagonisten Arvin, sondern setzt einige Jahre früher an. Willard, sein Dad, kommt aus dem Zweiten Weltkrieg heim und verliebt sich in eine charmante Kellnerin. Kurze Zeit später, wird aus dem ersten Funkenflug, eine Ehe und aus der Arvin entsteht.
Während die Geschichte ihren Anfang nimmt, ahnte ich beim Lesen nicht, was da auf mich zukommen wird. Es fängt interessant und fesselnd an. Pollock vermittelt ein Gefühl für den Mittleren Westen, skizziert die Heimkehrer aus dem Krieg, die Atmosphäre vergangener Gräueltaten und das triumphale, gleichermaßen niedergeschlagene Gefühl, dass man zurückgekehrt ist und damit die Chance auf ein gutes Leben erhalten hat.
Nur wenige Szenen später schwappt die Düsternis, der heiße Moloch des Westens, über die Seiten. Spritzt dem Leser übelsten Dreck ins Gesicht, der sich wie Teer in die Poren brennt und den man bis zum Ende des Romans nicht mehr runterkriegt.
Die Geschichte ist von Verzweiflung, Fanatismus, abscheulicher Gewalt, schmerzhafter Hoffnung und den Blick in die Traurigkeit beseelt.
Es geht um einen Mann, der das Liebste verliert, einen Jungen, der sich rächt, ein Paar, das aus Freude tötet, Gottesfürchtige, die keine Angst haben, und auch einen Anwalt, der sich selbst eine Grube gräbt.
Pollock schildert ruhig und unaufgeregt. Er ersinnt zahlreiche Figuren, lässt in ihre Seelen schauen, zeigt ihr Innerstes her, um sie letztendlich geschickt zu einem Gesamtbild zu vereinen - unabhängig davon, wie lange sie auf der Bühne seiner Erzählung stehen. Dabei beweist der Autor Stil. Er führt seine Charaktere elegant über das Parkett, sie fügen sich perfekt in die Geschichte ein und legen eine höllische Choreographie des Geschehens hin.
Ich habe in diesem Buch Szenen gelesen, die mir niemals in den Sinn gekommen wären. Manchmal ist es böse, manchmal ist es trist, meistens ist es traurig, brutal, erschreckend und in gleicher Weise unsagbar packend, dass man während der Lektüre den Atem anhält.
Es ist ein düsterer, drückender Roman, der in das Leben hoffnungslos-verzweifelter Menschen führt und vor brutalen Taten, fanatischen Handlungen und psychopathischen Charakteren kein Halten kennt.
Donald Ray Pollock hat ein gesellschaftskritisches Meisterwerk geschaffen, das schmerzt und die Kehrseite des amerikanischen Traums vor Augen führt.
Ich bin tief beeindruckt, bewegt und empfehle dieses Buch an Leser, die sich trauen, in den Abgrund zu schauen.
gut gemacht und unteraltend
Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 01.01.2025
Bewertungsnummer: 2375992
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das ist ein ziemlich brutaler Krimi, dessen Stärke darin besteht, dass die direkte und krude Sprache bestens zum Thema des Buches passt (verlassene Western-Regionen, dunkle Gestalten, alkoholisiert, ohne Bildung und mit brutalem Sex im Kopf). Am Schluss bleibt der Eindruck, dass man eine gute Geschichte gelesen hat, die viel Spannung enthält und viel Unterhaltung bietet. In einer Bewertung wird treffend auf einen „Tarantino-Film“ hingewiesen. Also: gut gemacht, unterhaltend, aber nicht mehr.
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