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Rommel Das Ende einer Legende

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16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2012

Abbildungen

44, mit 11 farbigen und 33 schwarz-weißen Abbildungen

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,8/12,1/2,5 cm

Gewicht

311 g

Farbe

Schwarz / Seidengrau

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-30218-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.09.2012

Abbildungen

44, mit 11 farbigen und 33 schwarz-weißen Abbildungen

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,8/12,1/2,5 cm

Gewicht

311 g

Farbe

Schwarz / Seidengrau

Auflage

9. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-30218-0

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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Denkmalsturz

Werner Jaroschek aus Duisburg am 15.11.2012

Bewertungsnummer: 794397

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Denkmalsturz Man fragt sich, was eine weitere Rommel-Biographie soll, wo doch über diesen Soldaten schon fast mehr als genug gesagt worden ist. Aber der Untertitel ‚Ende einer Legende’ signalisiert, hier geht es nicht um eine Biographie. Der Autor weist nach, kein Feldherr wurde so instrumentalisiert wie Rommel. Goebbels brauchte den tapferen Soldaten, der nichts von seinen Leuten verlangte, was er sich nicht auch selbstzumutete. Die NS-Propaganda verfälschte ihn sogar zum Arbeitersohn und SA-Führer, was selbst Rommel nicht verhindern oder einen Korrektur erzwingen konnte. Die Engländer verherrlichten seine Leistung, um ihre eigenen Schwächen und ihre im Krieg absinkende Bedeutung zu mindern. Denn letztlich hätten ihre noch größeren Helden diesen Soldaten besiegt. Die entstehende Bundeswehr brauchte den ritterlichen und sauberen Soldaten, um die im Krieg erheblich angekratzte Ehre der Wehrmacht zu reduzieren. Reuth schreibt keine Biographie, sondern untersucht Leben und Wirken Rommels nach vier Themenbereichen: Hitlers General-der Heerführer- die Propagandaschöpfung-das Opfer. In einem Schlusskapitel resümiert der Autor die Legende, indem er klar legt, wie Rommel eigentlich zu sehen ist, wenn man alle Instrumentalisierungen beiseite lässt. Übrig bleibt dann ein gewiss tapferer Soldat, Vorbild der ihm unterstellten Truppen. Aber eben auch ein Mensch von sehr großem Ehrgeiz und sehr viel Eitelkeit, wie es besonders in den Briefen an seine Familie erkennbar wird. Er fühlte sich durch die Nähe zu Hitler so geschmeichelt, dass er nicht erkennen wollte, einem Verbrecher zu dienen, obwohl er früh von den Massenmorden Kenntnis hatte. Er war so begrenzt ins Soldat-Sein, dass er nicht erkannte, ein Eid kann unmöglich bindend sein, den man einem Verbrecher gegenüber geleistet hat. Und letztlich gibt es eine Hierarchie der Werte. Wenn hohe Werte in Konkurrenz treten, muss man abwägen, welchem Wert man den Vorrang gibt. Da steht das Leben und Bestehen des eigenen Volkes sicherlich wesentlich höher als der Eid. Dass Rommel sich nur sehr halbherzig dem Widerstand gegenüber zur Verfügung stellte, seinen Führer bis zum Ende verehrte, der ihn zur Selbsttötung zwang, reduziert sein Ansehen. Diese Problematik um Treue und Eid macht das Buch lesenswert. Nachdenklich aber macht auch, wie Ehrgeiz und Eitelkeit die eigene Unabhängigkeit reduzieren und einen zum Opportunisten machen.

Denkmalsturz

Werner Jaroschek aus Duisburg am 15.11.2012
Bewertungsnummer: 794397
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Denkmalsturz Man fragt sich, was eine weitere Rommel-Biographie soll, wo doch über diesen Soldaten schon fast mehr als genug gesagt worden ist. Aber der Untertitel ‚Ende einer Legende’ signalisiert, hier geht es nicht um eine Biographie. Der Autor weist nach, kein Feldherr wurde so instrumentalisiert wie Rommel. Goebbels brauchte den tapferen Soldaten, der nichts von seinen Leuten verlangte, was er sich nicht auch selbstzumutete. Die NS-Propaganda verfälschte ihn sogar zum Arbeitersohn und SA-Führer, was selbst Rommel nicht verhindern oder einen Korrektur erzwingen konnte. Die Engländer verherrlichten seine Leistung, um ihre eigenen Schwächen und ihre im Krieg absinkende Bedeutung zu mindern. Denn letztlich hätten ihre noch größeren Helden diesen Soldaten besiegt. Die entstehende Bundeswehr brauchte den ritterlichen und sauberen Soldaten, um die im Krieg erheblich angekratzte Ehre der Wehrmacht zu reduzieren. Reuth schreibt keine Biographie, sondern untersucht Leben und Wirken Rommels nach vier Themenbereichen: Hitlers General-der Heerführer- die Propagandaschöpfung-das Opfer. In einem Schlusskapitel resümiert der Autor die Legende, indem er klar legt, wie Rommel eigentlich zu sehen ist, wenn man alle Instrumentalisierungen beiseite lässt. Übrig bleibt dann ein gewiss tapferer Soldat, Vorbild der ihm unterstellten Truppen. Aber eben auch ein Mensch von sehr großem Ehrgeiz und sehr viel Eitelkeit, wie es besonders in den Briefen an seine Familie erkennbar wird. Er fühlte sich durch die Nähe zu Hitler so geschmeichelt, dass er nicht erkennen wollte, einem Verbrecher zu dienen, obwohl er früh von den Massenmorden Kenntnis hatte. Er war so begrenzt ins Soldat-Sein, dass er nicht erkannte, ein Eid kann unmöglich bindend sein, den man einem Verbrecher gegenüber geleistet hat. Und letztlich gibt es eine Hierarchie der Werte. Wenn hohe Werte in Konkurrenz treten, muss man abwägen, welchem Wert man den Vorrang gibt. Da steht das Leben und Bestehen des eigenen Volkes sicherlich wesentlich höher als der Eid. Dass Rommel sich nur sehr halbherzig dem Widerstand gegenüber zur Verfügung stellte, seinen Führer bis zum Ende verehrte, der ihn zur Selbsttötung zwang, reduziert sein Ansehen. Diese Problematik um Treue und Eid macht das Buch lesenswert. Nachdenklich aber macht auch, wie Ehrgeiz und Eitelkeit die eigene Unabhängigkeit reduzieren und einen zum Opportunisten machen.

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Rommel

von Ralf Georg Reuth

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