Produktbild: Bordsteinkönig. Meine wilde Jugend auf St. Pauli

Bordsteinkönig. Meine wilde Jugend auf St. Pauli

6

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.01.2013

Herausgeber

Ulf Meyer zu Kueingdorf

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,6 cm

Gewicht

287 g

Farbe

Messing

Auflage

10. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-78550-8

Beschreibung

Rezension

"Es gibt unendlich viele Enthüllungsbücher. Menschen, die eine gewalttätige Szene oder eine brutale Welt hinter sich gelassen haben, haben viel mitzuteilen. Die Bücher verkaufen sich gut. Auf dem Cover bildet man die Aus- und Aufsteiger in ihrer früheren Umgebung ab. In Rockerpose. Dann werden sie in die Talkshows eingeladen, um von einer Welt zu erzählen, die fasziniert und abstößt. Ruges 'Bordsteinkönig' bricht mit dieser Tradition. Seine Autobiografie ist mehr ein Roman als ein Erfahrungsbericht. Und St. Pauli erscheint nicht als etwas, das man hinter sich lässt, sondern als etwas, das man in sich trägt. Ruge hat liebevolle kleine Poträts geschaffen von der gegend und den Menschen, die seine Jugend geprägt haben. (...) Der 'Bordsteinkönig' fühlt sich stellenweise an wie eine Prügelei. Zu nah zerrt einen der Autor manchmal an sich ran. Zu deutlich kann man ihn dann spüren. Immer wieder löst er im Leser Fluchtreflexe aus. Und immer wieder kriegt man auch eine verpasst. meistens sind das die besten Stellen. Dann kann man all die Verzweiflung und die Sehnsucht spüren, die eine Kindheit ausmachen. Nicht nur die auf St. Pauli." ("Die Welt")
"Entwaffnend offen geht Ruge selbst mit den wenig schmeichelhaftzen Details seiner Biographie um. gerdae mal zwölf Jahre ist er alt, als er hier in der Nähe bei einer Hure sein 'allererstes Mal' erlebt. Später dann die blutigen Gewaltexzesse mit den Jungs aus seiner Gang und die großen Gefühle zu seiner Jugendliebe Claudia, die anschaffen geht und sich mit sechzehn den 'goldenen Schuss' setzt. Michel Ruge zeigt Innenansichten eines Milieus, das sich Hamburg-Besuchern nur allzu gern verklärend als Lokalkolorit präsentiert und lässt den Leser nahe an sich eran - etwa, wenn er sich zu seiner kindlichen Verehrung der Zuhälter von St. Pauli bekennt. (...) Michel Ruges Protokoll seiner jugendlichen Selbstsuche ist gleichzeitig ein lesenswertes St. Pauli-Portrait der 1970er und 1980er Jahre. Damals war Hamburgs berühmtester Stadtteil ein Schmelztiegel aus Sex und Gewalt, und Ruge, der Bordsteinkönig, war ein Teil davon." ("Deutschlandfunk Kultur")
"Eine schonungslose, ehrliche (Über-)Lebensgeschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzen Seitze packt und tiefe Einblicke in das wahre Leben der St. Paulianer gewährt. Absolut gelungen und hundertprozentig echt!" ("Papillon-Texte (Blog), Feb. 2013")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.01.2013

Herausgeber

Ulf Meyer zu Kueingdorf

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,6 cm

Gewicht

287 g

Farbe

Messing

Auflage

10. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-78550-8

Herstelleradresse


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  • Bewertung

    5/5

    26.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Hat mir gut gefallen

    Mal in eine ganz ander Welt eintauchen. War witzig, aber auch sehr tragisch. Wahnsinn, was Michel Ruge später aus seinem Leben gemacht hat. Kann ich auf jedenfall weiter empfehlen.

  • Bewertung

    aus Stuhr

    5/5

    16.06.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Einfach toll

    Fängt man an zu lesen, mag man diesen Roman gar nicht mehr aus der Hand legen. Leider ist er dementsprechend auch schnell durchgelesen, da so gut geschrieben.

  • Bewertung

    aus Cottbus

    5/5

    29.12.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Geil

    Toilettenlektüre Nr.1. Das Buch ist unglaublich interessant und es macht Spaß mehr und mehr vom Leben des Autors in den Straßen von St.Pauli zu erfahren. Sehr gutes Buch!

  • Brigitte Bouman-Mengering

    aus Lingen (Ems)

    5/5

    13.02.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Vorsicht,enthält Testosteron!!!!!

    Wow,jetzt muss ich erst einmal wieder zu Atem kommen.Michel Ruge nimmt den Leser mit auf einen Parforce-Ritt durch St.Pauli und da kommt man schon aus der Puste.Er beschreibt seine Kindheit zwischen käuflicher Liebe,Zuhältern und Kriminalität.Da wären viele schon untergegangen,aber Michel Ruge schafft es,den Kopf oben zu halten und Alternativen zu sehen.Und seinem Lebenslauf zufolge hat er es geschafft.Also,liebe Leser und Leserinnen,tief durchatmen und loslesen.

  • Katzenpersonal Kleeblatt

    aus Berlin

    4/5

    18.03.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Jugend auf St. Pauli

    Auf die Frage, was Michel, in Hamburg auf Sankt Pauli geboren, mal werden möchte, würde er immer mit Zuhälter antworten. Er kennt es nicht anders. Sein Vater ist Zuhälter und verdient sich sein Geld damit. Viel Geld. Michels Meinung über Frauen - sie sind da, um benutzt zu werden. Michels Kindheit besteht im Umgang mit Huren, wo er sich Süßigkeiten holt und die ihn niedlich finden. Als er das Alter hat, in eine Gang einzutreten, kommt ihm mehr der Zufall zu Hilfe, denn er wird förmlich von Ümet, einem Gangboss, eingeladen. Seinen ersten Sex hat er mit 12, von nun an ist er ein Mann. Michel Ruge erzählt in seiner Biographie nicht nur über seine Kinder- und Jugendzeit auf St. Pauli, sondern er zeigt die Verhältnisse auf, die seinerzeit dort vorzufinden waren, in denen er aufwuchs. Die Gewaltbereitschaft, die heute vorherrscht, war zu seiner Zeit noch nicht so stark ausgeprägt wie heute, dass man sich Sorgen um seine Kinder machen musste, wenn man sie sich selbst überließ. Michel war so ein Kind, dass sich eher auf der Straße aufhielt, als zu Hause oder gar in der Schule. Wer kann über den Kiez mehr berichten, als der, der dort lebte. Michel berichtet schonungslos über seine Kindheit, über seine Mitgliedschaft in einer Straßengang und über seine Erfahrungen mit Frauen. Es war keine Zeit des Friedens und der Harmonie. Er war schon von klein auf gezwungen, sich zu behaupten, dazuzugehören und sich verteidigen zu können, denn es herrschte eine harte und gewaltbereite Sprache auf der Straße. Diese Welt, die der Autor hier zeigt, ist mir völlig fremd, ich habe keinerlei Bezug dazu. Umso interessanter ist es, mit Michel in seine Vergangenheit einzutauchen und alles mit seinen Augen zu sehen. Das Denken und Fühlen eines Jungen, der keine Eltern hat, die zu den besser gestellten zählen, sondern eher ein Junge, der das Gegenteil ist. Er zählt zu den "Problemkindern", den sozial niederen Schichten. Michel Ruge ist durch eine harte Schule gegangen, die Schule des Lebens auf St. Pauli. Er zeigt dem Leser nicht nur die gewaltbereite Seite auf St. Pauli, er zeigt auch die der Drogen, die die Menschen vernichten und letztendlich töten. Er berichtet von Frauen, die für ihn auf den Strich gehen wollen, also genau das tun wollen, was sein eigentliches Lebensziel war, er als Zuhälter. Warum genau das nicht passieren wird, will ich hier nicht verraten, das solltet ihr selbst lesen. Es ist ein lesenswertes Buch aus einer Welt, die anders war als heute, aus einer Welt, die nicht jedem zugänglich war und ist. Das Coverbild finde ich sehr gelungen, zeigt es einen kleinen Jungen, Zigarette im Mund, Arme in die Seite gestützt, als würde er sagen wollen: Hier bin ich, was kostet die Welt.

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