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Orkus Reise zu den Toten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.05.2012

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

668

Maße (L/B/H)

19/12,5/3,6 cm

Gewicht

649 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18303-6

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nicht erforderlich.

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Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.05.2012

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

668

Maße (L/B/H)

19/12,5/3,6 cm

Gewicht

649 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18303-6

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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Menschliche Abgründe

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 29.04.2011

Bewertungsnummer: 717524

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Neben fiktiven Romanfiguren wie dem Untersuchungsrichter Sonnenberg und dem Journalisten Viktor Gartner treten „reale“ Menschen auf, als gehörten beide zum selben Mikrokosmos. Roth erzählt von seinen Begegnungen mit Bruno Kreisky und Simon Wiesenthal, er rekonstruiert die Biografien von NS-Verbrechern, macht seine ambivalente Einschätzung von Thomas Bernhard plausibel, erzählt von einer – freilich fiktiven – Begegnung mit Franz Fuchs. Und immer wieder ist die Rede von Kunstschaffenden, insbesondere auch von solchen, deren Werk im Grenzbereich von Ratio und Irratio beheimatet ist: Franz Kafka, Robert Walser, Franz Xaver Messerschmidt. Auf den ersten Blick scheint es, als habe Roth nur eine Fülle von Fragmenten aneinandergereiht, aber bald schon erkennt der Leser, dass hier nicht der Zufall am Werk war. Die Dominanz der Motive Wahn, Trieb, Verbrechen, Gewalt, Tod stellt eine sublime Verbindung zwischen den zahlreichen Elementen her. Der Leser reist an die Orte des Unbewussten, in die Unterwelt der Seele. Auch die realen Orte, an denen Roth das jeweilige Geschehen positioniert, stehen mit den Hauptmotiven in enger Verknüpfung: die Grazer Nervenheilanstalt „Am Feldhof“, Gugging, das KZ Mauthausen, ein Kriminalmuseum, eine Justizanstalt, ein Archiv (als Institution gegen das Vergessen). Obwohl Gerhard Roth seinen eindrucksvollen epischen Stil konsequent durchzieht, entsteht eine Fülle von Textsorten: vom sachlichen Bericht bis zur Schreckensvision.

Menschliche Abgründe

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 29.04.2011
Bewertungsnummer: 717524
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Neben fiktiven Romanfiguren wie dem Untersuchungsrichter Sonnenberg und dem Journalisten Viktor Gartner treten „reale“ Menschen auf, als gehörten beide zum selben Mikrokosmos. Roth erzählt von seinen Begegnungen mit Bruno Kreisky und Simon Wiesenthal, er rekonstruiert die Biografien von NS-Verbrechern, macht seine ambivalente Einschätzung von Thomas Bernhard plausibel, erzählt von einer – freilich fiktiven – Begegnung mit Franz Fuchs. Und immer wieder ist die Rede von Kunstschaffenden, insbesondere auch von solchen, deren Werk im Grenzbereich von Ratio und Irratio beheimatet ist: Franz Kafka, Robert Walser, Franz Xaver Messerschmidt. Auf den ersten Blick scheint es, als habe Roth nur eine Fülle von Fragmenten aneinandergereiht, aber bald schon erkennt der Leser, dass hier nicht der Zufall am Werk war. Die Dominanz der Motive Wahn, Trieb, Verbrechen, Gewalt, Tod stellt eine sublime Verbindung zwischen den zahlreichen Elementen her. Der Leser reist an die Orte des Unbewussten, in die Unterwelt der Seele. Auch die realen Orte, an denen Roth das jeweilige Geschehen positioniert, stehen mit den Hauptmotiven in enger Verknüpfung: die Grazer Nervenheilanstalt „Am Feldhof“, Gugging, das KZ Mauthausen, ein Kriminalmuseum, eine Justizanstalt, ein Archiv (als Institution gegen das Vergessen). Obwohl Gerhard Roth seinen eindrucksvollen epischen Stil konsequent durchzieht, entsteht eine Fülle von Textsorten: vom sachlichen Bericht bis zur Schreckensvision.

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von Gerhard Roth

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