Produktbild: Mythen des Alltags

Mythen des Alltags Vollständige Ausgabe

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

43482

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.04.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

325

Maße (L/B/H)

17,7/11/2 cm

Gewicht

201 g

Farbe

Lichtgrau / Tabak

Auflage

8

Originaltitel

Mythologies

Übersetzt von

Horst Brühmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46338-3

Beschreibung

Rezension

»Auch dort, wo ... Kritik mittlerweile zum Konsens gehört, ist die Lektüre des Buches ein Gewinn. Denn nicht weniger entscheidend als die konkreten Antworten, die Barthes gibt, ist die Art seines Vorgehens selbst. Das Buch erprobt eine Befragung des Alltäglichen, deren Prinzipien auf die Gegenwart übertragbar sind.« ("Literaturen")
»Diese quasi magischen Zirkelschlüsse, die selbst auf sprachliche Differenzierung verzichtenden Tautologien, all das wirkt nach Barthes' Beobachtung wie ein Hundehalter, der plötzlich an der Leine zerrt: Das Denken darf nicht zu viel Auslauf bekommen. Höchste Zeit also, mit dem Parcours durch die Mythen des Alltags zu beginnen. Dieses Buch ist ein Tummelplatz für Kreuz- und Querleser.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Die Mythen [sind] ... eine Gebrauchsanleitung der Kulturkritik. Die überschäumende, ihre Themen wortwörtlich erschöpfende Ekstase, mit der hier die heiligen Kühe des Kleinbürgertums per Semiotik abgeschlachtet werden, macht die epochale, auch bei heutiger Lektüre unmittelbar elektrisierende Wirkung der Essaysammlung aus.« ("WOZ Die Wochenzeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

43482

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.04.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

325

Maße (L/B/H)

17,7/11/2 cm

Gewicht

201 g

Farbe

Lichtgrau / Tabak

Auflage

8

Originaltitel

Mythologies

Übersetzt von

Horst Brühmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46338-3

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: [email protected]

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Nicht das schlechteste Motiv,…

BPLaufs aus Saarbrücken am 23.07.2015

Bewertungsnummer: 2719759

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nicht das schlechteste Motiv, dieses Buch von Roland Barthes zu kaufen, wäre die Verführung durch das Cover, welches mehrfach den legendären Citroën DS zeigt; schließlich geht es auch um Dinge des Alltags. Das Stück »Der neue Citroën« ist eines der berühmtesten des ca. 300 Seiten starken Taschenbuchs. Allerdings geht es nicht um dieses Gefährt an sich, von dem die Ü50 heute noch schwärmen, sondern um die »Déesse«, die Göttin, als materielles Zeichen. Barthes versteht sich als Semiotiker, also Zeichenleser, und er betrachtet seine Welt Mitte der 50er Jahre als les- und interpretierbares Universum von Zeichen, um die damit verknüpften kollektiven Vorstellungen als Mythen zu entziffern. Barthes, von Michel Foucault gefördert, erblickt solche alltäglichen Mythen nicht nur im Automobil, sondern im Kinofilm, in der Fotografie, in Reiseführern, in der Waschmittelreklame, im Spektakel des Catchens und im Striptease; und natürlich in der Sprache des Kleinbürgers. 
Man muss das Buch nicht von vorn bis hinten durcharbeiten, dazu wären die zwischen 1954-56 entstandenen Texte zu schade. Besser man nimmt sich die Pralinen einzeln vor, wozu sie auch ursprünglich gedacht und gemacht sind und verschlingt nicht die ganze Schachtel. Eine viertelstündige Bahnfahrt oder eine kurze Pause im Café reichen aus, um garantiert klüger, gewitzter und kritischer dem sogenannten gesunden Menschenverstand, dem »Wachhund« des Kleinbürgers, zu begegnen und die konservative Rede von der »Natur der menschlichen Verhältnisse« besser zu durchschauen als nach gewissen TV-Talkshows. Auch wenn nicht alle Essays des Buches zumal für deutsche Leser noch unmittelbar zugänglich sind: einige sind dafür hochaktuell. Etwa der über den Streik und die betroffenen Bürger; auch sollte niemand die Dauerausstellung »The Family of Man« im Schloss Clervaux in Luxemburg besuchen, ohne Barthes' provokante Kritik an dieser von der UNESCO geadelten Feier der conditio humana gelesen zu haben. 
Barthes, der breit gebildet und produktiv war, sich auch für das Theater, Musik, Literatur und Malerei interessierte, starb 1980 mit 65 Jahren an den Folgen eines Unfalls. Laut Verlag sind in dieser Ausgabe erstmals alle Texte auf deutsch gesammelt. Und auch wenn Barthes selbst im Vorwort von 1970 seine Mythologies als zu grobkörnig kritisierte, bleibt ihre Lektüre doch bis heute eine vergnügliche intellektuelle Herausforderung. Die sehr gut lesbare Übersetzung von H. Brühmann wird mit einigen nützlichen Fußnoten für den deutschen Leser ergänzt.

Nicht das schlechteste Motiv,…

BPLaufs aus Saarbrücken am 23.07.2015
Bewertungsnummer: 2719759
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nicht das schlechteste Motiv, dieses Buch von Roland Barthes zu kaufen, wäre die Verführung durch das Cover, welches mehrfach den legendären Citroën DS zeigt; schließlich geht es auch um Dinge des Alltags. Das Stück »Der neue Citroën« ist eines der berühmtesten des ca. 300 Seiten starken Taschenbuchs. Allerdings geht es nicht um dieses Gefährt an sich, von dem die Ü50 heute noch schwärmen, sondern um die »Déesse«, die Göttin, als materielles Zeichen. Barthes versteht sich als Semiotiker, also Zeichenleser, und er betrachtet seine Welt Mitte der 50er Jahre als les- und interpretierbares Universum von Zeichen, um die damit verknüpften kollektiven Vorstellungen als Mythen zu entziffern. Barthes, von Michel Foucault gefördert, erblickt solche alltäglichen Mythen nicht nur im Automobil, sondern im Kinofilm, in der Fotografie, in Reiseführern, in der Waschmittelreklame, im Spektakel des Catchens und im Striptease; und natürlich in der Sprache des Kleinbürgers. 
Man muss das Buch nicht von vorn bis hinten durcharbeiten, dazu wären die zwischen 1954-56 entstandenen Texte zu schade. Besser man nimmt sich die Pralinen einzeln vor, wozu sie auch ursprünglich gedacht und gemacht sind und verschlingt nicht die ganze Schachtel. Eine viertelstündige Bahnfahrt oder eine kurze Pause im Café reichen aus, um garantiert klüger, gewitzter und kritischer dem sogenannten gesunden Menschenverstand, dem »Wachhund« des Kleinbürgers, zu begegnen und die konservative Rede von der »Natur der menschlichen Verhältnisse« besser zu durchschauen als nach gewissen TV-Talkshows. Auch wenn nicht alle Essays des Buches zumal für deutsche Leser noch unmittelbar zugänglich sind: einige sind dafür hochaktuell. Etwa der über den Streik und die betroffenen Bürger; auch sollte niemand die Dauerausstellung »The Family of Man« im Schloss Clervaux in Luxemburg besuchen, ohne Barthes' provokante Kritik an dieser von der UNESCO geadelten Feier der conditio humana gelesen zu haben. 
Barthes, der breit gebildet und produktiv war, sich auch für das Theater, Musik, Literatur und Malerei interessierte, starb 1980 mit 65 Jahren an den Folgen eines Unfalls. Laut Verlag sind in dieser Ausgabe erstmals alle Texte auf deutsch gesammelt. Und auch wenn Barthes selbst im Vorwort von 1970 seine Mythologies als zu grobkörnig kritisierte, bleibt ihre Lektüre doch bis heute eine vergnügliche intellektuelle Herausforderung. Die sehr gut lesbare Übersetzung von H. Brühmann wird mit einigen nützlichen Fußnoten für den deutschen Leser ergänzt.

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Mythen des Alltags

von Roland Barthes

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  • Produktbild: Mythen des Alltags
  • Mythologien

    Die Welt des Catchens

    Der Harcourt-Schauspieler

    Die Römer im Film

    Der Schriftsteller in Ferien

    Die Kreuzfahrt des Blauen Blutes

    Stumme und blinde Kritik

    Seifenpulver und Detergenzien

    Der Arme und der Proletarier

    Marsmenschen

    Die Operation Astra

    Ehegeschichten

    Dominici oder der Triumph der Literatur

    Ikonographie des Abbé Pierre

    Romane und Kinder

    Spielsachen

    Wie Paris nicht unterging

    Bichon bei den Negern

    Ein sympathischer Arbeiter

    Das Gesicht der Garbo

    Gewalt und Lässigkeit

    Wein und Milch

    Beefsteak und Pommes frites

    Nautilus und Trunkenes Schiff

    Tiefenreklame

    Einige Worte von Monsieur Poujade

    Adamov und die Sprache

    Einsteins Gehirn

    Der Jet-man

    Racine ist Racine

    Billy Graham im Vélodrome d’Hiver

    Der Prozeß gegen Dupriez

    Schockphotos

    Zwei Mythen des Jungen Theaters

    Die Tour de France als Epos

    Der Guide bleu

    Die mit dem klaren Blick

    Ornamentale Küche

    Die Kreuzfahrt der Batory

    Der vom Streik betroffene Bürger

    Afrikanische Grammatik

    Die Weder-noch-Kritik

    Striptease

    Der neue Citroën

    Minou Drouet und die Literatur

    Photogene Kandidaten

    Der verlorene Kontinent

    Astrologie

    Bürgerliche Gesangskunst

    Plastik

    Die große Familie der Menschen

    Im Varieté

    Die Kameliendame

    Poujade und die Intellektuellen

    Der Mythos heute

    Der Mythos ist eine Rede

    Der Mythos als semiologisches System

    Die Form und der Begriff

    Die Bedeutung

    Lektüre und Entzifferung des Mythos

    Der Mythos als entwendete Sprache

    Die Bourgeoisie als anonyme Gesellschaft

    Der Mythos ist eine entpolitisierte Rede

    Der linke Mythos

    Der rechte Mythos

    Notwendigkeit und Grenzen der Mythologie