Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Moskau ist eine Geisterstadt, bevölkert von Mutanten und Ungeheuern. Die wenigen verbliebenen Menschen haben sich in das weit verzweigte U-Bahn-Netz der Hauptstadt zurückgezogen und dort die skurrilsten Gesellschaftsformen entwickelt. Sie leben unter ständiger Bedrohung der monströsen Wesen, die versuchen, von oben in die Metro einzudringen … Dies ist die Geschichte des jungen Artjom, der sich auf eine abenteuerliche Reise durch die U-Bahn-Tunnel macht, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Objekt, das die Menschheit vor der endgültigen Vernichtung bewahren soll.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
23.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Gasmasken auf
Ich habe die Spiele, welche auf die Büchern basieren, gespielt und war zunächst erst skeptisch ob die Ereignisse aus Spiel und Buch identisch waren. Doch dieser Gedanke war nichts als Einbildung. Die Bücher geben den Charakteren etwas mehr Tiefe. In den Spielen kann man, bei genauem Lesen, auch einige Easter Eggs aus den Büchern finden. Viele Dialoge aus den Büchern sind Teil dieser Easter Eggs und regen zum Nachdenken an. Ich habe das Buch geliebt und ich hoffe, dass ihr das Buch genauso lieben werdet, wie ich es tat.
Bewertung
5/5
18.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Wer das Game mag, wird dieses Buch LIEBEN!!!!!
Auf Metro bin ich durch meinen Freund gekommen, da er alle Videospiele auf der Playstation durchgespielt hat.
Also dachte ich mir: ''Hey das Spiel war der Wahnsinn, dann wird das Buch auch fantastisch sein! '' und so ist es auch!
Nach einer Apokalpyse lebt der Rest der Moskauer Bevölkerung tief unten im U-Bahnsystem in den Tunneln und Banhöfen, die auch als Atombunker konzipiert wurden (wurden sie wirklich). Die Hauptperson, ein Jungendlicher namens Artyom,führt uns durch den Roman auf der Suche nach einem Tor zu Oberwelt, das unbedingt geschlossen werden muss. Ansonsten können gefährliche Mutanten in das Tunnelsystem eindringen, was alle Überlebenden zum Untergang verurteilen würde. Auf dieser Suche erlebt Artyom zahlreiche Abenteuer und man kommt mit den einzelnen Gesellschaften, welche sich unter der Erde gebildet haben, in Berührung. Jeder Bahnhof ist quasi anders und wird von Fraktionen bewohnt: Es gibt Kommunisten, Neonazis, die Hanse, die Polis, Ranger usw. Manche Gebiete sind feindlich, andere freundlich eingestellt, es gibt im Buch auch eine Karte des Moskauer U-Bahnnetzes,so dass man immer weiß, wo Artyom gerade ist und welchen Tunnel er nimmt.
Die Atmosphäre ist durchängig düster, schmutzig und rauh, so wie es für einen Endzeit-Roman sein muss. Hat mich ein bisschen an Fallout 2 (das Videospiel) erinnert, nur ohne den sarkastischen Unterton. Wer in die Tunnel der Moskauer U-Bahn will, muss schon wirklich Lust auf eine gute Portion Horror mitbringen!
Bewertung
5/5
09.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Wenn Ihnen ein grandioser Science-Fiction-Autor seine Spielzeugeisenbahn zeigt...
...erwartet Sie etwas GANZ anderes, denn dann ist sie a.) auf Papier gebannt und b.) zum Niederknien atmosphärisch und mit originellen Ideen gefüllt! Da mich dieses grandiose Werk in der Buchhandlung ständig auffordernd aus dem Regal heraus anschaut, wurde ich schließlich schwach (Erkenntnis: Bücher gewinnen IMMER) und habe es erneut gelesen, inzwischen zum dritten Mal - und wiederum bin ich maßlos begeistert, denn bei jedem Lesen packen mich die Stimmung und all die dystopischen Details in dieser fremden und doch so vertrauten Untergrundwelt noch mehr! Gleichermaßen hochspannende Heldenreise, abgründiger Blick in die Gesellschaft und fantasievolles Gedankenexperiment, kann ich kaum genug lobende Worte finden - daher: einfach einsteigen und herausfinden, ob es noch Licht am Ende des Tunnels gibt...
Bewertung
5/5
01.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Lieblingsbuch
Eins der besten Bücher, die ich gelesen habe. Man fühlt jeden Gedanken mit, es ist fesselnd und lässt einen mit Artjom zusammen bangen. In dem Buch wird viel über Existenzialismus gesprochen und gedacht, obwohl dieser in Situationen verpackt ist, die nicht direkt ersichtlich sind und einen automatisch nachdenken lassen.
PMelittaM
aus Köln
5/5
26.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannend und nachdenklich machend
2033: Nach einem verheerenden Atomkrieg hausen die Menschen in der Moskauer Metro, über der Erde ist es noch viel zu gefährlich, aber auch hier unten gibt es mannigfaltige Gefahren.
Artjom lebt bei Sascha Suchoj seit ihn seine Mutter diesem anvertraut hat, bevor ihre Station von Ratten überrannt wurde. Als Artjom den Jäger Hunter kennenlernt, erhält er von diesem einen Auftrag, der ihn am Ende durch die gesamte Metro führen wird, unterwegs trifft er viele Menschen, einige begleiten ihn eine mehr oder weniger lange Strecke. Nicht jeder, den Artjom trifft, und auch nicht jeder, der ihn begleitet, kommt mit dem Leben davon. Auch mit den verschiedensten Gruppierungen kommt Artjom in Kontakt, was ihn mehr als einmal in große Lebensgefahr bringt, und er geht sogar an die Oberfläche.
Erzählt wird durchgehend aus Artjoms Perspektive, so sieht man, was er sieht durch seine Augen und sein Wissen, hat aber auch immer das eigene Wissen (z. B. vom Vorher) im Hinterkopf. Nicht nur Artjom, sondern auch man selbst, kommt oft ins Nachdenken, immerhin ist, was passiert ist, auch heutzutage, immer im Möglichen. Daneben aber ist die Geschichte spannend, am Anfang ist es noch mehr ein Erkunden, obwohl die Gefahr immer präsent ist, dann nimmt die Spannung immer mehr zu, so dass der Roman zum Pageturner wird.
Artjom ist somit der einzige Charakter, den man recht gut kennenlernt, man erfährt einiges über seine Überlegungen und Emotionen, allerdings bleibt die Erzählung dabei relativ distanziert. Weitere Charaktere sind in der Regel relativ schnell wieder verschwunden, so dass man sie nur ein bisschen kennenlernt, auch wenn man hin und wieder etwas mehr erfährt, wie z. B. bei dem älteren Mann, der mit einem geistig behinderten Jungen unterwegs ist, und der Zeit vor dem Krieg nachtrauert. Wie hier, sind es oft Momentaufnahmen eines Lebens, manchmal erfährt man auch etwas über Mythen und Legenden, die in der Metro umgehen, oder einfach nur Geschichten, die erzählt werden und die dem Erzählenden oder jemand anderem widerfahren sind. So wird die Metro mit ihren Bewohnern nach und nach lebendig und greifbar.
Über das Ende will ich gar nicht viel sagen, aber es bringt mich noch einmal zum Nachdenken, und hat mich berührt. Ich bin schon sehr gespannt, inwieweit in „Metro 2034“ darauf noch einmal eingegangen wird.
Die Metrokarten, die in meinem Paperback-Exempar die innere Klappen zieren, habe ich zwar schon zu Beginn wahr genommen, aber erst später zur Hand genommen, um Artjoms Weg, der nie geradlienig ist, es gar nicht sein kann, nachvollziehen zu können. Da ich in einer Stadt mit U-Bahn leben, habe ich auch immer wieder überlegt, wie es hier sein würde. Da der Zeitpunkt, an dem der Roman spielt, nicht weit weg ist, liegt es nahe, sich mehr Gedanken zu machen, als bei einer Dystopie, die in weiterer Zukunft spielt bzw. zu spielen scheint.
Auch die Anmerkungen am Ende sind interessant, man solle sie nicht überlesen.
„Metro 2033“ erzählt von einer dystopischen Zukunft, die in gar nicht so weiter Ferne liegt, nämlich im Jahr 2033. Man lernt die Welt mit dem Protagonisten aus dessen Sicht kennen, der zur Zeit der Katastrophe noch sehr jung war. Der Roman ist spannend, berührend, und regt zum Nachdenken an, gerade auch, weil eine solche Katastrophe, wie sie hier passiert ist, leider im Möglichen liegt. Ich vergebe gerne volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.
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