1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Marilena Müller
5/5
24.03.2016
Buch (Taschenbuch)
Ein Erlebnis!
Vorweg kann man schon einmal sagen, dass 1Q84 definitiv zu Murakamis absoluten Meisterwerken gehört. Zugegeben: Für die über 1000 Seiten braucht man ein wenig Durchhaltevermögen, aber dafür wird man mehr als belohnt.
In 1Q84 versetzt Murakami einen so literarisch kunstvoll in eine fremde Welt, dass man es kaum weglegen kann. Die Protagnoisten Aomame und Tengo finden sich auf einmal in einer Welt wieder, die vordergründig nach genau der aussieht, die sie gewohnt sind. Doch näher betrachtet fallen beiden immer wieder Dinge auf, die dort so gar nicht hineinpassen. Am auffälligsten sind wohl die zwei Monde, die sich am Himmel wieder finden und die Aomame im ersten Moment für eine Illusion hält.
Wie von Murakami gewohnt laufen einem im Laufe der Geschichte diverse, charakteristisch sehr komplexe Figuren über den Weg. Dabei wirkt vor allem Tengo am anfänglich relativ seicht, doch da muss man sich im Laufe der Handlung eines besseren belehren lassen. Unabhängig davon, ob einem diese Figur dann sympathisch oder unsympathisch ist, man fühlt sich immer so, als sei man im Geschehen mitten drin und mit dieser Figur dabei.
Die Geschichten von Aomame und Tengo erzählt Murakami abwechselnd und zu Beginn findet man kaum einen Zusammenhang zwischen den Beiden, doch in der Parallelwelt finden ihre Geschichten erst Berührungspunkte und werden dann immer weiter miteinander verwoben ohne jedoch vereinigt zu werden. Am Ende bleiben dann, mal wieder typisch Murakami, so einige Fragen offen. Man selbst wird irgendwo zwischen 1Q84 mit den "little people" und der Tristesse, die Kafka alle Ehre gemacht hätte, und der eigenen, realen Welt zurückgelassen. Es ist ein wahres Erlebnis!
Bewertung
5/5
19.05.2014
Buch (Taschenbuch)
Einzigartig!
Dieser Roman steht irgendwo fernab von allem, was ich bisher gelesen habe. 1Q84 ist ein packender Thriller, eine Geschichte über abstrakte Sehnsucht und Seelenverwandtschaft, ein vielschichtiges, stilles Familiendrama, ein dezent surrealer Mikrokosmos - und doch: nichts von alledem. Denn die Geschichte, die Haruki Murakami uns hier erzählt, geht über das, was diese Begriffe im herkömmlichen Sinne bedeuten, hinaus. Woran das liegt? Schwer zu sagen. Der Sprache, der Handlung, den Charakteren, kurzum allem, was darüber entscheidet, ob ein Buch lesenswert ist, wohnt ein namenloser Zauber inne, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann zog. Diese Faszination lässt sich nicht näher beschreiben, man muss sie einfach selber erleben - und da hilft nur eins: lesen, lesen, lesen!
drini
aus Königswinter
5/5
20.01.2013
Buch (Taschenbuch)
Hammerbuch...
Ein Hammerbuch mit viel Atmosphäre. Zwei Hauptfiguren wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: die Physiotherapeutin Aomame, die nebenbei als Profikillerin arbeitet und der Mathematiklehrer Tengo, der von einer Schriftstellerkarriere träumt. Im Laufe des Buches kommt mehr und mehr heraus, dass die Leben der beiden eng miteinander verflochten sind, während Beide in die Parallelwelt 1Q84 geraten.
An keiner Stelle langweilig. Werde mir natürlich auch sofort Buch 3 beschaffen um zu erfahren wie es weitergeht.
Odilie Pressberger
aus Regensburg (Donau EKZ)
5/5
05.09.2012
Buch (Taschenbuch)
Wenn Sie dieses Buch lesen, werden Sie jeden Abend beklommen nach dem Mond sehen! ! !
In diesem Roman geht es um die Profikillerin Aomame, den Mathematiklehrer und Schriftsteller Tengo und die 17jährige Debütantin Fukaeri, deren Buch "Die Puppe aus Luft" Tengo überarbeiten soll. Das Ganze findet in einer "ver=rückten" Parallelwelt im Jahre 1984 statt. Diese Welt nennt Aomame "1Q84". Wie Murakami diese Geschichte entwickelt, wie melodiös, einem Metronom ähnlich, den Takt vorgebend er sie gestaltet, mich selber immer mehr in diese Welt mit den "zwei Monden" hineinzieht, das empfinde ich als unglaublich! Es könnte ganz sinnvoll sein, auch noch von Orwell, 1984, und von Murakami, Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah, zu lesen.
Bewertung
4/5
06.05.2014
Buch (Taschenbuch)
Sehr angenehm zu lesen
Klare Empfehlung! Das Buch ist trotz über 1000 Seiten durchwegs interessant und tiefgründig.
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