Interessanter Überblick über die Hacker-Szene und Entwicklung dieser - muss ich aber nicht noch mal lesen
Insgesamt bietet das Buch einen Überblick über die Anfänge der Hacker- (und Phreaker-)Szene, jeweils pro Kapitel an konkreten Beispielen einzelner Personen oder Gruppen. Manchmal werden die Geschichten der Personen auch in zwei Kapiteln erzählt. Zwar an sich recht interessant zu lesen, doch letztlich wiederholt sich vieles, denn die Hacker und Phreaker werden letztlich alle gefasst, bis auf die Person oder Personen, die für den ersten Wurm überhaupt (WANK) verantwortlich war/waren. Wer dahinter steckt, ist bis heute nicht geklärt.
Das Nachwort (Afterword) gibt noch einen Überblick, was aus den Leuten wurde, nachdem sie gefasst wurden bzw. was die Polizisten und anderen Verantwortlichen wurde, nach den Verurteilungen sowie beispielhaft an einem jüngeren Hacker ein Ausblick, wohin sich die Hacker-Szene entwickelt hat.
Im Kapitel "Conclusion" kommt Ken Day, einer der wesentlichen Ermittler in Australien zu Wort und nimmt Stellung zum Thema WikiLeaks und Informationsverbreitung (durch die Medien) und Verheimlichung von Informationen und Datensammlung von Regierungen. Suelette Dreyfus gibt außerdem durch Jacob Appelbaum Beispiele, wie seit 2000 und vor allem 2001 vermehrt und freizügig mit Leuten umgegangen wird, die nichts getan haben und "einfach nur so" vielleicht verdächtig sein könnten.
Alles in allem ein gutes Buch für Leute, die sich für die Geschichte von Computern und Hackern, Informationssammlung etc. interessieren. Gut geschrieben, Recherchen und sogar eine Liste von Abkürzungen sind im Anhang jederzeit nachvollziehbar. Trotzdem ist es kein Buch, was ich noch einmal lesen wollen würde. Einmal reicht.
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